Wissen · Laufend gepflegt
Aktuelle Sicherheitslücken: Update-Stand und was zu tun ist
Aufgenommen werden Lücken, die aktiv ausgenutzt werden (CISA KEV oder EUVD) oder einen Schweregrad ab CVSS 9,0 haben. Aufgenommen wird nur Software, die kleine Betriebe selbst betreiben, bei den großen Herstellern nur aktiv ausgenutzte Lücken:
- Linux-Server
- Debian, Ubuntu, mit Kernel und Systempaketen
- Webserver und Websites
- Apache, nginx, PHP, WordPress (Kern), Drupal
- Anwendungen
- Paperless-ngx, Zammad, Docmost, Nextcloud mit Nextcloud Office, Baserow, n8n
- Microsoft· nur ausgenutzt
- Windows, Windows Server, Exchange, SharePoint, SQL Server, Office und Microsoft 365
- VMware· nur ausgenutzt
- ESXi, vCenter, Workstation
- Firewall und VPN· nur ausgenutzt
- Fortinet FortiGate, Sophos Firewall, SonicWall, Cisco ASA und FTD
- Apple· nur ausgenutzt
- macOS, iOS
- Browser· nur ausgenutzt
- Chrome, Edge, Firefox
- Weitere· nur ausgenutzt
- Synology, QNAP, Veeam, TeamViewer, AnyDesk, ScreenConnect
Fachlich verantwortlich: Peter Neubert, Geschäftsführer einfach.digital
Offene Lücken
Offene Lücken
Aktiv ausgenutzte Lücken stehen oben, die jüngste Meldung zuerst, danach die übrigen nach Schweregrad. Ein Klick auf einen Eintrag zeigt den Update-Stand, die Befehle und die Quellen.
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16 offene Einträge
Aktiv ausgenutztCisco Secure Firewall · CVE-2026-76418Cisco ASA und FTD: VPN-Firewall lässt sich von außen neu starten
Lücke im SSL-VPN der Cisco-Firewalls, seit 29. Oktober aktiv ausgenutzt. Betroffen sind Geräte mit zweiter Anmeldestufe im VPN.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Fehler im SSL-VPN für Fernzugriff von Cisco Secure Firewall ASA und FTD. Ein Angreifer ohne Anmeldung kann mit einer präparierten Anfrage beim Aufbau der VPN-Verbindung das Gerät neu starten lassen. Während des Neustarts fällt das Gerät aus, mit ihm das VPN.
Laut Cisco liegt das an Logikfehlern, wenn in einer Tunnel-Gruppe eine zweite Anmeldestufe (secondary-authentication-server-group) eingerichtet ist. Seit dem 29. Oktober 2026 führt die CISA die Lücke als aktiv ausgenutzt.
Wer betroffen ist
Cisco Secure Firewall ASA und FTD, wenn SSL-VPN (webvpn) auf mindestens einer Schnittstelle eingeschaltet ist und eine Tunnel-Gruppe eine zweite Anmeldestufe hat, auch die Standardgruppe DefaultWEBVPNGroup. Das Firewall Management Center selbst ist laut Cisco nicht betroffen.
Korrigiert beim Hersteller
Cisco hat korrigierte Software veröffentlicht. Welche Version für Ihr Gerät die Korrektur enthält, zeigen die Meldung und der Cisco Software Checker.
Was zu tun ist
Firewall auf eine korrigierte Version aktualisieren. Einen Workaround nennt Cisco nicht.
Bis dahin nennt Cisco eine Gegenmaßnahme, die laut Cisco die Sicherheit des VPN senkt: Nutzt die Standardgruppe keine zweite Anmeldestufe, die Liste der Tunnel-Gruppen abschalten (
no tunnel-group-list enable). Nutzt sie eine, die zweite Anmeldestufe entfernen (no secondary-authentication-server-group). Vorher prüfen, was das in Ihrer Umgebung bedeutet.Auf FTD die bereitgestellte VPN-Richtlinie im Firewall Management Center prüfen.
So prüfen Sie es
Auf der ASA: Ist SSL-VPN eingeschaltet? Nur dann ist das Gerät betroffen, erkennbar an
webvpnmitenableund einem Schnittstellennamen.show running-config webvpnIst in einer Tunnel-Gruppe eine zweite Anmeldestufe eingerichtet? Laut Cisco auch die Standardgruppe prüfen.
show running-config tunnel-group | include secondary-authentication-server-groupLaufende Version.
show version
Quellen
- Cisco: cisco-sa-asaftd-tunnel-dos-s6mgkb75
- Cisco Software Checker
- ENISA: EUVD-2026-112462
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 28. Oktober 2026 · CVSS 3.1 laut Cisco · EUVD-2026-112462 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026
Aktiv ausgenutztLinux-Kernel · CVE-2026-46300Linux-Kernel: Fragnesia, Rechteausweitung zu root
Kernel-Lücke für Angreifer, die schon auf dem Server sind, seit 28. Oktober aktiv ausgenutzt, zusammen mit php2shell. Korrekturen gibt es seit Monaten.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Fehler im Netzwerkteil des Kernels beim Zusammenfügen empfangener Pakete. Dadurch kann der Kernel beim Entschlüsseln von IPsec-Daten in Speicher schreiben, der zu Dateien im Zwischenspeicher gehört. Laut heise ist Fragnesia eine Variante der Lücke Copy Fail, Microsoft hat im Mai 2026 davor gewarnt.
Nach CVSS 3.1 ein lokaler Angriff mit hohen Folgen: Wer schon ein Programm auf dem Server ausführen kann, etwa über eine Lücke in einer Website, kommt damit an mehr Rechte. Laut heise folgte in angegriffenen Systemen nach dem Einbruch über php2shell die Rechteausweitung mit Fragnesia.
Seit dem 28. Oktober 2026 führt die CISA die Lücke als aktiv ausgenutzt.
Wer betroffen ist
Ubuntu 22.04, 24.04 und 26.04 vor den Korrekturen unten, Debian 11 bis 13 ebenso. Ubuntu 20.04 und älter sowie 26.10 sind nicht betroffen.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-46300, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
linuxNicht betroffenUbuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 7.0.0-22.22Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 6.8.0-124.124Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 5.15.0-181.191Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linux-hwe-6.8· HWE-KernelKorrektur veröffentlichtab 6.8.0-124.124~22.04.1Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-6.17· HWE-KernelKorrektur veröffentlichtab 6.17.0-35.35~24.04.1Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-7.0· HWE-KernelKorrektur veröffentlichtab 7.0.0-28.28~24.04.1Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
linuxNicht betroffen
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-46300, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
linux· DSA-6295-1Korrektur veröffentlichtab 6.12.90-1Debian 12 (bookworm)
Paket
linux· DSA-6306-1Korrektur veröffentlichtab 6.1.174-1
Was zu tun ist
Debian und Ubuntu: Update einspielen und den Server neu starten. Ein Kernel-Update wirkt erst nach dem Neustart, bis dahin läuft der alte Kernel weiter.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo rebootSteht Ihre Version oben noch auf „In Arbeit“ oder „Verwundbar“, gibt es dort noch keine Korrektur. Spielen Sie die übrigen Updates ein und sehen Sie auf der Seite der Distribution nach.
So prüfen Sie es
Welcher Kernel läuft: Ubuntu zeigt etwa
6.8.0-147-generic, Debian 13 etwa6.12.113+deb13-amd64. Debian 12 nennt hier nur die Reihe, die Paketversion steht inuname -v.uname -r uname -vFehlt der Neustart? Ist der neueste installierte Kernel nicht der, den
uname -rmeldet, läuft noch der alte.ls /boot/vmlinuz-*Endet die Version auf
-aws,-azure,-gcp,-oracleoder-raspi, gilt die Tabelle nicht: Diese Kernel haben eigene Nummern,6.8.0-1030-awsist nicht neuer als6.8.0-124. Dann auf der Ubuntu-Seite zur Lücke beim passenden Paket nachsehen, etwalinux-aws.
Quellen
- Ubuntu: CVE-2026-46300
- Debian Security Tracker: CVE-2026-46300
- ENISA: EUVD-2026-31535
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
- heise online: Angriffe auf Linux- und VMware-ESX-Schwachstellen (29.10.2026)
- heise online: Fragnesia, Microsoft warnt vor weiterer Rechteausweitungslücke (15.05.2026)
Veröffentlicht am 23. Mai 2026 · CVSS 3.1 laut EUVD · EUVD-2026-31535 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 16,1 % (30. Oktober 2026)
Aktiv ausgenutztVMware ESX · CVE-2026-41709VMware ESX: Aktionen ohne Protokoll, als Zero-Day genutzt
Laut Broadcom eine Lücke mit geringer Schwere, seit 28. Oktober aktiv ausgenutzt: Angreifer verwischen damit ihre Spuren in VMware-Umgebungen.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
In VMware ESX kann ein Administrator bestimmte Vorgänge ausführen, ohne dass sie protokolliert werden. Broadcom stuft das mit CVSS 2,7 als niedrig ein.
Laut heise nutzten Angreifer die Lücke als Zero-Day, um nach dem Einbruch in vCenter-Umgebungen ihre Spuren zu verwischen. Seit dem 28. Oktober 2026 führt die CISA sie als aktiv ausgenutzt. Dieselbe Meldung von Broadcom schließt auch CVE-2026-59310 in vCenter, die laut CISA von Ransomware genutzt wird (unter „Erledigt“).
Wer betroffen ist
VMware ESX 8.0, 9.0 und 9.1 vor den Korrekturen unten, dazu VMware Cloud Foundation und vSphere Foundation.
Korrigiert beim Hersteller
ESXi 8.0 U3j (Build 25429389), 9.0.2.0100 (Build 25595025) und 9.1.0.0 (Build 25370933), Meldung vom 30. Juli 2026.
Was zu tun ist
ESX und vCenter auf die korrigierten Versionen bringen. Wer vCenter betreibt: Die Meldung schließt dort eine Lücke, über die Angreifer Code ausführen (CVE-2026-59310).
Wer seit Juli nicht aktualisiert hat, sollte die Umgebung auf Spuren eines Einbruchs prüfen lassen. Auf die Protokolle allein ist dabei kein Verlass, laut heise haben Angreifer die Lücke genau dafür genutzt.
So prüfen Sie es
Version und Build auf dem ESX-Host, über SSH oder die ESXi Shell.
vmware -vl
Quellen
- Broadcom: Sicherheitsmeldung 38017 (VMware ESX und vCenter)
- ENISA: EUVD-2026-51107
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
- heise online: Angriffe auf Linux- und VMware-ESX-Schwachstellen (29.10.2026)
Veröffentlicht am 30. Juli 2026 · CVSS 3.1 laut Broadcom · EUVD-2026-51107 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026
Aktiv ausgenutztBrotli und Node.js · CVE-2026-111497Brotli: Speicherfehler beim Entpacken, betrifft auch Node.js
Fehler im Brotli-Decoder, seit 27. Oktober aktiv ausgenutzt. Betroffen sind die Linux-Pakete und Anwendungen auf Node.js wie n8n und Docmost.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Pufferüberlauf im Decoder der Kompressionsbibliothek Brotli von Google. Ein manipulierter Brotli-Datenstrom kann Speicher überschreiben oder auslesen und im schlimmsten Fall fremden Code ausführen, ohne Anmeldung.
Node.js bringt Brotli mit. Laut Node.js genügt es, dass eine Anwendung Brotli-Daten, die ein Angreifer liefert, mit node:zlib entpackt.
Wann das passiert: Express 5 entpackt laut Express eingehende Anfragen mit Content-Encoding: br von selbst, sobald express.json(), express.urlencoded(), express.text() oder express.raw() im Einsatz ist. Laut ELLIO gilt das auch für body-parser 2 und Koa mit @koa/bodyparser. In die andere Richtung trifft es fetch(), axios und got, wenn die abgerufene Gegenstelle mit Brotli antwortet. Ein nackter node:http-Server entpackt von sich aus nichts.
Seit dem 27. Oktober 2026 führt die CISA die Lücke als aktiv ausgenutzt. ELLIO hat am 26. Oktober Angriffsversuche mit öffentlichem Exploit-Code beobachtet, bestätigte Einbrüche meldet ELLIO keine (Stand 29. Oktober).
Wer betroffen ist
Brotli 1.0.3 bis 1.2.0 und Node.js 22, 24 und 26 vor den Sicherheitsreleases vom 21. Oktober 2026.
Anwendungen in Containern bringen ihr eigenes Node.js mit, etwa n8n und Docmost. Dort hilft nur ein neues Image des Herstellers, das Update des Servers erreicht sie nicht.
Ubuntu und Debian bauen ihr Node.js gegen die Brotli-Bibliothek des Systems. Bei Ubuntu genügt deshalb das Paket brotli. Debians Node.js-Pakete gelten laut Tracker trotzdem noch als verwundbar, weil dort zusätzlich eine Änderung in Node selbst nötig ist.
Node.js korrigiert nur die Reihen 22, 24 und 26. Reihen ohne Support wie 20, 23 und 25 sind laut Node.js bei jeder Sicherheitsfreigabe betroffen und bekommen keine Korrektur, dort hilft nur der Wechsel auf eine gepflegte Reihe.
Weitere betroffene Pakete laut Tracker: .NET bei Ubuntu (dotnet8 und dotnet10 korrigiert, dotnet6 für 22.04 zurückgestellt) und python-brotlicffi bei Debian 13 (verwundbar).
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-111497, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
brotliKorrektur veröffentlichtab 1.2.0-4ubuntu0.1Ubuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
brotliKorrektur veröffentlichtab 1.2.0-3ubuntu0.1Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
brotliKorrektur veröffentlichtab 1.1.0-2ubuntu0.1Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
brotliKorrektur veröffentlichtab 1.0.9-2ubuntu0.1Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
brotli· nur mit Ubuntu Pro (ESM)Korrektur veröffentlichtab 1.0.7-6ubuntu0.1+esm1Ubuntu 22.04 bis 26.10 (alle gepflegten)
Paket
nodejs· nutzt Brotli des SystemsNicht betroffenUbuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
nodejsVerwundbar, keine Version genannt
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-111497, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
brotli· DSA-6582-1Korrektur veröffentlichtab 1.1.0-2+deb13u1Debian 12 (bookworm)
Paket
brotli· DLA-4855-1, Debian LTSKorrektur veröffentlichtab 1.0.9-2+deb12u1Debian 13 (trixie)
Paket
nodejsVerwundbar, keine Version genanntDebian 12 (bookworm)
Paket
nodejsVerwundbar, keine Version genannt
Korrigiert beim Hersteller
Brotli 1.0.10, 1.1.1 und 1.2.1 (Google). Node.js 22.23.4, 24.22.1 und 26.12.1 vom 21. Oktober 2026.
Was zu tun ist
Debian und Ubuntu: Update einspielen. Dienste, die die Bibliothek schon geladen haben, nutzen sie erst nach einem Neustart. Am einfachsten ist ein Neustart des Servers.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo rebootAnwendungen auf Node.js im Container, etwa n8n oder Docmost: Sobald der Hersteller ein Image mit korrigiertem Node.js liefert, eine fest eingetragene Version oder einen Digest im Compose darauf umstellen, denn
pullholt nur, was dort steht. Dann neu holen und den Container neu erstellen. Eigene Images mit aktueller Basis neu bauen.Bis zum Update empfiehlt ELLIO, eingehende Anfragen mit
Content-Encoding: bram Proxy zu verwerfen, wo das geht. Das schützt nur eingehende Anfragen, was der Server selbst perfetch()abruft, bleibt offen.docker compose pull docker compose up -d
So prüfen Sie es
Node.js-Version in einem Container. Sicher sind 22.23.4, 24.22.1, 26.12.1 oder neuer in derselben Reihe.
docker compose exec <dienst> node --versionEin Image, das gerade nicht läuft, etwa vor dem Update.
docker run --rm --entrypoint node <image> --versionInstallierte Brotli-Pakete des Systems mit der Tabelle vergleichen.
dpkg -l 'libbrotli*' | grep ^ii
Quellen
- ENISA: EUVD-2026-108169
- Node.js: October 2026 Security Releases
- Google Brotli: Releases
- Express: Migration auf Express 5, Brotli-Unterstützung
- ELLIO: Node2Shell, CVE-2026-111497
- Ubuntu: CVE-2026-111497
- Debian Security Tracker: CVE-2026-111497
- Debian: DSA-6582-1, Brotli für Debian 13
- Debian: DLA-4855-1, Brotli für Debian 12
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 22. Oktober 2026 · CVSS 4.0 laut Google · EUVD-2026-108169 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 82,6 % (30. Oktober 2026)
Aktiv ausgenutztPHP · CVE-2026-109618, CVE-2026-109619PHP: php2shell, fremder Code ohne Anmeldung
Zwei kritische Lücken im Kern von PHP, seit 26. Oktober aktiv ausgenutzt. Debian und Ubuntu liefern die Korrektur aus.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Zwei Fehler im Kern von PHP. Bricht PHP eine Anfrage wegen Speichermangels ab, prüfen manche Stellen danach nicht, in welchem Zustand sie zurückbleiben (CVE-2026-109618). Außerdem kann Zustand aus einer Anfrage in der nächsten Anfrage desselben Prozesses weiterleben (CVE-2026-109619). Laut PHP-Projekt führt beides zur Ausführung fremden Codes, ohne Anmeldung.
Laut PHP-Projekt betrifft es jede PHP-Installation, die Webanfragen bedient: PHP-FPM, Apache mit mod_php, php-cgi, FrankenPHP und LiteSpeed. Am höchsten ist das Risiko bei mod_php, dort löst eine Anfrage ohne Anmeldung den Angriff aus, bevor überhaupt Code der Anwendung läuft. Ein Update von WordPress, Nextcloud oder der eigenen Anwendung schließt die Lücke deshalb nicht.
Schweregrad 9,2 nach CVSS 4.0 (PHP-Projekt). Seit dem 26. Oktober 2026 führt die US-Behörde CISA beide als aktiv ausgenutzt. Laut AWS gab es den ersten Angriffsversuch schon am 17. Oktober, vier Tage vor der Veröffentlichung, und kurz danach Angriffe mehrerer Gruppen auf Sensoren von AWS. Ob sie auf echten Systemen gelungen wären, lässt AWS offen. AWS empfiehlt, Protokolle ab dem 17. Oktober zu prüfen.
Laut heise folgte in angegriffenen Systemen nach dem Einbruch über php2shell die Rechteausweitung zu root über die Kernel-Lücke Fragnesia (CVE-2026-46300, weiter unten).
Wer betroffen ist
Jede Anwendung, die mit PHP läuft, etwa WordPress, Drupal und Nextcloud. Betroffen sind auch ältere Reihen als 8.2: Ubuntu korrigiert PHP 7.0, 7.2, 7.4 und 8.1. Das PHP-Projekt selbst liefert Korrekturen nur für 8.2 bis 8.5 (8.2.35, 8.3.36, 8.4.27, 8.5.12).
Debian und Ubuntu haben die Korrektur in ihre Pakete übernommen, auch für ältere PHP-Fassungen. Die Versionsnummer bleibt dabei gleich: Ubuntu 24.04 meldet nach dem Update weiter PHP 8.3.6. Maßgeblich ist die Paketversion in der Tabelle.
Läuft PHP in einem Container, kommt die Korrektur nur mit einem neuen Image.
Auch Geräte mit PHP im Inneren: Laut heise warnt Palo Alto Networks vor aktivem Missbrauch der php2shell-Lücken im Firewall-Betriebssystem PAN-OS, Hotfixes stehen bereit.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-109618, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
php8.5Korrektur veröffentlichtab 8.5.9-0ubuntu2.1Ubuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
php8.5Korrektur veröffentlichtab 8.5.4-0ubuntu1.5Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
php8.3Korrektur veröffentlichtab 8.3.6-0ubuntu0.24.04.13Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
php8.1Korrektur veröffentlichtab 8.1.2-1ubuntu2.28Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
php7.4· nur mit Ubuntu Pro (ESM)Korrektur veröffentlichtab 7.4.3-4ubuntu2.29+esm5
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-109618, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
php8.4· DSA-6574-1Korrektur veröffentlichtab 8.4.27-1~deb13u1Debian 12 (bookworm)
Paket
php8.2· DLA-4848-1, Debian LTSKorrektur veröffentlichtab 8.2.35-1~deb12u1
Korrigiert beim Hersteller
PHP-Projekt: 8.2.35, 8.3.36, 8.4.27 und 8.5.12 vom 22. Oktober 2026. Für PHP 8.1 und älter gibt es dort keine Korrektur mehr.
Was zu tun ist
Debian und Ubuntu: Update einspielen und danach PHP-FPM oder Apache neu starten, damit die laufenden Prozesse die neue Fassung laden. Die Versionsnummer im Befehl an Ihre PHP-Fassung anpassen.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo systemctl restart php8.3-fpmPHP im Container: Ist im Compose eine feste Version oder ein Digest eingetragen, zuerst auf ein Image mit korrigiertem PHP umstellen, denn
pullholt nur, was dort steht. Eigene Images mit aktueller Basis neu bauen. Dann neu holen und den Container neu erstellen. Ein bloßer Neustart des Containers startet wieder das alte Image.docker compose pull docker compose up -dLaut PHP-Projekt hilft vollständig nur das Update. PHP 8.1 und älter ohne Paket der Distribution: auf eine Reihe mit Sicherheitsupdates wechseln.
Wer nicht sofort aktualisieren kann oder PHP 8.1 und älter ohne Korrektur betreibt, soll die Systeme laut CISA vom Netz nehmen, bis sie aktualisiert sind. Eine Web Application Firewall kann laut CISA bis dahin teilweise schützen. CISA weist auch darauf hin, dass PHP oft unbemerkt in anderer Software steckt.
So prüfen Sie es
Installierte Paketversion mit der Tabelle vergleichen.
dpkg -l 'php*' | grep ^iiIm Container zeigt
php -vdie PHP-Version, sie muss mindestens die oben genannte korrigierte Version sein.docker compose exec <dienst> php -v
Quellen
- PHP: GHSA-w8hw-w9fx-j79w (CVE-2026-109618)
- PHP: GHSA-6wmf-4rv5-p3rp (CVE-2026-109619)
- PHP 8 ChangeLog
- PHP: Security advisory vom 21.10.2026
- CISA: Critical Vulnerabilities in PHP Require Immediate Patching (21.10.2026)
- AWS: PHP2Shell exploitation prior to public disclosure in MadPot
- Ubuntu: CVE-2026-109618
- Debian Security Tracker: CVE-2026-109618
- Debian: DSA-6574-1, PHP für Debian 13
- Debian: DLA-4848-1, PHP für Debian 12
- ENISA: EUVD-2026-107260
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
- heise online: Angriffe auf Linux- und VMware-ESX-Schwachstellen (29.10.2026)
Veröffentlicht am 21. Oktober 2026 · CVSS 4.0 laut PHP-Projekt · EUVD-2026-107260 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 99,9 % (30. Oktober 2026)
Aktiv ausgenutztNextcloud Office (Collabora) · CVE-2026-110447Nextcloud Office: Befehle ohne Anmeldung über den eingebauten CODE-Server
Kritische Lücke in der Nextcloud-App „Collabora Online – Built-in CODE Server“, seit 23. Oktober als aktiv ausgenutzt geführt.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Eine Lücke in proxy.php der Nextcloud-App „Collabora Online – Built-in CODE Server“ (richdocumentscode). Sie bringt den Dokumenteneditor Collabora direkt in Nextcloud mit. Ein Angreifer kann ohne Anmeldung Befehle als Benutzer des Webservers ausführen.
Laut Collabora gelingt der Angriff nur, solange der eingebaute CODE-Server nicht läuft: nach einem Neustart des Containers, bei einem Update oder nach einem Absturz.
Seit dem 23. Oktober 2026 führt die CISA die Lücke als aktiv ausgenutzt.
Wer betroffen ist
Nur die App richdocumentscode vor 26.4.303. Ein eigener Collabora-Online-Server ist laut Collabora nicht betroffen.
Nextcloud 29 und älter bekommt die korrigierte App nicht mehr. Dort hilft nur ein Nextcloud-Update oder das Entfernen der App.
Korrigiert beim Hersteller
Collabora Online – Built-in CODE Server (richdocumentscode) 26.4.303.
Was zu tun ist
Die App auf 26.4.303 oder neuer aktualisieren, in Nextcloud unter Apps oder auf der Kommandozeile. Abschalten genügt laut Collabora nicht: Entweder aktualisieren oder entfernen.
sudo -u www-data php occ app:update richdocumentscodeNextcloud im Container: denselben Befehl im Container ausführen.
docker compose exec -u www-data <dienst> php occ app:update richdocumentscodeWer die App nicht braucht, entfernt sie.
sudo -u www-data php occ app:remove richdocumentscode
So prüfen Sie es
Installierte Version der App. Steht dort 26.4.303 oder höher, ist die Korrektur da. Fehlt die Zeile, ist die App nicht installiert.
sudo -u www-data php occ app:list | grep richdocumentscode
Quellen
- Collabora: GHSA-g3vx-3m76-fghh (CVE-2026-110447)
- ENISA: EUVD-2026-100780
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 14. Oktober 2026 · CVSS 4.0 laut Collabora · EUVD-2026-100780 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 73,3 % (30. Oktober 2026)
Aktiv ausgenutztFortinet FortiOS · CVE-2025-61624FortiOS: Dateien schreiben und löschen über die Kommandozeile
Lücke in FortiOS, dem System der FortiGate-Firewalls, seit 16. Oktober aktiv ausgenutzt. Setzt ein Administratorkonto mit Schreibrechten voraus.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Pfadfehler in FortiOS: Ein angemeldeter Angreifer mit Administratorprofil und mindestens Lese- und Schreibrechten kann über bestimmte Befehle der Kommandozeile beliebige Dateien schreiben oder löschen.
Seit dem 16. Oktober 2026 führt die CISA die Lücke als aktiv ausgenutzt.
Wer betroffen ist
FortiOS 7.6.0 bis 7.6.4, 7.4.0 bis 7.4.9, 7.2.0 bis 7.2.13, 7.0.0 bis 7.0.19 und 6.4.0 bis 6.4.16. Laut Fortinet für 7.2, 7.0 und 6.4 alle Versionen. Dazu FortiProxy, FortiPAM und FortiSwitchManager.
Korrigiert beim Hersteller
FortiOS 7.6.5 und 7.4.10, die EUVD führt 7.6.4 und 7.4.9 als letzte betroffene Versionen. Für FortiOS 7.2, 7.0 und 6.4 gilt jede Version als betroffen, dort gibt es keine Korrektur und nur der Wechsel auf eine neuere Reihe hilft. Einzelheiten in FG-IR-26-122.
Was zu tun ist
FortiOS auf eine korrigierte Version der Reihe 7.4 oder 7.6 heben, nach der Meldung FG-IR-26-122.
Die Lücke setzt ein Administratorkonto voraus: Konten und Zugänge zur Verwaltung der Firewall prüfen.
So prüfen Sie es
Laufende Version auf der FortiGate.
get system status
Quellen
Veröffentlicht am 14. April 2026 · CVSS 3.1 laut Fortinet, Basiswert · EUVD-2025-209452 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026
Aktiv ausgenutztZammad · CVE-2026-102489, CVE-2026-102490, CVE-2026-84458, GHSA-79wh-8g2f-xj2c, GHSA-f3qr-94c2-7mx2Zammad: zwei ausgenutzte und drei kritische Lücken, behoben in 7.2.2
Zwei Zammad-Lücken sind seit Ende September aktiv ausgenutzt, drei weitere kritisch. Zammad 7.2.2 schließt alle fünf.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
CVE-2026-102489: In Zammad 6.3.0 bis 6.5.4 lässt sich eine Sitzung übernehmen, das führt zur Ausführung von Code als Benutzer zammad. In 7.0.0 bis 7.1.2 steckt der Fehler auch, ist dort aber nicht ausnutzbar. Zammad 6.5 und älter erhält keine Sicherheitsupdates mehr, dort gibt es keine Korrektur. Aktiv ausgenutzt laut EUVD seit 30. September, in der KEV seit 2. Oktober 2026.
CVE-2026-102490: In den DEB- und RPM-Paketen von Zammad kann ein Angreifer, der schon als Konto zammad Dateien schreiben darf, root werden. Container-Images und Installationen aus dem Quelltext sind nicht betroffen. Aktiv ausgenutzt laut EUVD und KEV.
CVE-2026-84458 (CVSS 9,1): Ist „Automatic account link on initial logon“ eingeschaltet, verknüpft Zammad eine Anmeldung über einen fremden Anbieter (SSO) allein über die E-Mail-Adresse mit einem bestehenden Konto, ohne zu prüfen, ob der Anbieter die Adresse bestätigt hat. Wer beim Anbieter eine Identität mit der Adresse eines Opfers anlegt, ist als dieses angemeldet, auch als Administrator. Laut Zammad gilt das in der Grundeinstellung für jeden Azure-AD-Mandanten über die Microsoft-365-Anbindung.
GHSA-79wh-8g2f-xj2c (CVSS 9,3): Ungefilterte Felder bei Selbstregistrierung und Ticket-Änderung geben Einblick in Tickets fremder Organisationen. GHSA-f3qr-94c2-7mx2 (CVSS 9,1): Die Zwei-Faktor-Anmeldung lässt sich über die E-Mail-Bestätigung umgehen. Beide kamen am 6. Oktober zusammen mit weiteren Meldungen.
Wer betroffen ist
Zammad 7.2.0 und älter (GHSA-Meldungen), DEB- und RPM-Pakete bis 7.2.1 (CVE-2026-102490), Zammad vor 7.1.2 mit automatischer Kontoverknüpfung (CVE-2026-84458), Zammad 6.3.0 bis 6.5.4 (CVE-2026-102489).
Zammad liefert eigene Pakete und Images. Debian und Ubuntu führen Zammad nicht.
Korrigiert beim Hersteller
Zammad 7.1.2 für CVE-2026-84458, 7.2.1 für die GHSA-Meldungen vom 6. Oktober 2026, 7.2.2 für CVE-2026-102490 (Meldung vom 8. Oktober 2026).
Was zu tun ist
Vor dem Update eine Sicherung der Datenbank anlegen.
Docker: Version 7.2.2 oder neuer setzen, etwa in der
.env, dann neues Image holen und neu starten.docker compose pull docker compose up -dPaketinstallation unter Debian oder Ubuntu: Zammad-Paket aktualisieren.
sudo apt update sudo apt install zammadZammad 6.5 und älter erhält laut Zammad keine Sicherheitsupdates mehr: sofort auf 7.2.2 oder neuer wechseln. Zammad empfiehlt außerdem, den Zugang zum Server selbst auf vertrauenswürdige Administratoren zu beschränken.
So prüfen Sie es
Laufende Version: Docker zeigt das Image mit Versionsangabe, die Paketinstallation die Paketversion.
docker compose images dpkg -l zammad
Quellen
- ENISA: EUVD-2026-90080
- ENISA: EUVD-2026-90081
- Zammad: GHSA-p97w-927q-8vxq (CVE-2026-102490)
- Zammad: GHSA-86cc-3ggh-mf2m (CVE-2026-84458)
- Zammad: GHSA-79wh-8g2f-xj2c
- Zammad: GHSA-f3qr-94c2-7mx2
- Zammad: alle Sicherheitsmeldungen
- Zammad: Advisory zu CVE-2026-102489 und CVE-2026-102490
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 30. September 2026 · CVSS 4.0 laut EUVD · EUVD-2026-90080 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 22,5 % (30. Oktober 2026)
Aktiv ausgenutztMicrosoft Windows · CVE-2026-96951Windows: Befehle über die Windows-Shell, Schutz umgangen
Lücke in der Windows-Shell, seit 25. September ausgenutzt, mit dem Oktober-Update vom 13. Oktober geschlossen. Betrifft Windows 10, 11 und Windows Server.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Eine Befehlseinschleusung in der Windows-Shell. Laut Microsoft kann ein Angreifer ohne Anmeldung über das Netz eine Schutzfunktion umgehen. Microsoft führt auch Microsoft Edge und Outlook.com als betroffen, Outlook.com hat Microsoft selbst korrigiert.
Aktiv ausgenutzt laut EUVD seit 25. September, also vor dem Update. In der KEV seit dem 13. Oktober 2026, dem Tag des Oktober-Updates.
Wer betroffen ist
Windows 10, Windows 11 und Windows Server 2012 R2 bis 2025 ohne das Oktober-Update 2026, dazu Microsoft Edge vor 154.0.4258.62.
Update-Stand je Version
Windows, laut Microsoft: CVE-2026-96951, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:25 Uhr
Windows 11 26H2
Korrektur veröffentlichtab 10.0.26300.9711Windows 11 26H1
Korrektur veröffentlichtab 10.0.28000.3231Windows 11 25H2
Korrektur veröffentlichtab 10.0.26200.9711Windows 11 24H2
Korrektur veröffentlichtab 10.0.26100.9711Windows 11 23H2
Korrektur veröffentlichtab 10.0.22631.7652Windows 10 22H2
Korrektur veröffentlichtab 10.0.19045.7807Windows 10 21H2
Korrektur veröffentlichtab 10.0.19044.7807Windows 10 1809 und 1607
Korrektur veröffentlichtab wie Server 2019 und 2016Windows Server 2025
Korrektur veröffentlichtab 10.0.26100.33650Windows Server 2022
Korrektur veröffentlichtab 10.0.20348.5761Windows Server 2019
Korrektur veröffentlichtab 10.0.17763.9376Windows Server 2016
Korrektur veröffentlichtab 10.0.14393.9612Windows Server 2012 R2
Korrektur veröffentlichtab 6.3.9600.23470
Korrigiert beim Hersteller
Microsoft, Sicherheitsupdates Oktober 2026 vom 13. Oktober. Microsoft Edge ab 154.0.4258.62. Die Builds oben stammen aus dem CVE-Eintrag von Microsoft in der EUVD.
Was zu tun ist
Windows Update ausführen und neu starten. Im Unternehmen über WSUS, Intune oder den eigenen Update-Weg das Oktober-Update verteilen.
Microsoft Edge aktualisiert sich selbst. Prüfen, ob er auf 154.0.4258.62 oder neuer steht.
So prüfen Sie es
Build der laufenden Windows-Version, in der Eingabeaufforderung oder PowerShell. Die letzte Zahl muss mindestens die aus der Tabelle sein.
cmd /c ver
Quellen
- Microsoft: CVE-2026-96951
- Microsoft: October 2026 Security Updates (CVRF)
- ENISA: EUVD-2026-100274
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 13. Oktober 2026 · CVSS 3.1 laut Microsoft · EUVD-2026-100274 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026
Aktiv ausgenutztLinux-Kernel · CVE-2026-53266Linux-Kernel: Rechteausweitung über ebtables (Bridge)
Kernel-Lücke im Bridge-Filter, seit 18. September aktiv ausgenutzt. Ubuntu 20.04 ist noch verwundbar, für den HWE-Kernel von 22.04 steht die Korrektur aus.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Fehler im Bridge-Filter ebtables des Kernels. Schreibt die Regel SNAT die Absenderadresse in ARP-Paketen um, schreibt der Kernel in Speicher, der dafür nicht vorbereitet ist.
Nach CVSS 3.1 ein lokaler Angriff, dessen Folgen über die betroffene Komponente hinausreichen können. Seit dem 18. September 2026 führt die CISA die Lücke als aktiv ausgenutzt.
Wer betroffen ist
Noch keine Korrektur gibt es für Ubuntu 20.04 (auch die Cloud-Kernel dort), den HWE-Kernel 6.17 von 24.04 und die Raspberry-Pi-Kernel von 22.04 und 24.04. Für den HWE-Kernel 6.8 von 22.04 ist sie in Arbeit. Der normale Kernel der übrigen gepflegten Ubuntu-Versionen sowie Debian 12 und 13 sind korrigiert.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-53266, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
linuxNicht betroffenUbuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 7.0.0-31.31Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 6.8.0-146.146Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 5.15.0-198.208Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linux-hwe-6.8· HWE-KernelKorrektur in Arbeitvorgesehen: 6.8.0-148.148~22.04.1Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-6.17· HWE-KernelVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-7.0· HWE-KernelKorrektur veröffentlichtab 7.0.0-31.31~24.04.1Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-raspi· Raspberry PiKorrektur in Arbeitvorgesehen: 6.8.0-1067.71Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linux-raspi· Raspberry PiKorrektur in Arbeitvorgesehen: 5.15.0-1112.115Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genannt
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-53266, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 6.12.94-1Debian 12 (bookworm)
Paket
linux· DLA-4665-1, Debian LTSKorrektur veröffentlichtab 6.1.176-1
Was zu tun ist
Debian und Ubuntu: Update einspielen und den Server neu starten. Ein Kernel-Update wirkt erst nach dem Neustart, bis dahin läuft der alte Kernel weiter.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo rebootSteht Ihre Version oben noch auf „In Arbeit“ oder „Verwundbar“, gibt es dort noch keine Korrektur. Spielen Sie die übrigen Updates ein und sehen Sie auf der Seite der Distribution nach.
So prüfen Sie es
Welcher Kernel läuft: Ubuntu zeigt etwa
6.8.0-147-generic, Debian 13 etwa6.12.113+deb13-amd64. Debian 12 nennt hier nur die Reihe, die Paketversion steht inuname -v.uname -r uname -vFehlt der Neustart? Ist der neueste installierte Kernel nicht der, den
uname -rmeldet, läuft noch der alte.ls /boot/vmlinuz-*Endet die Version auf
-aws,-azure,-gcp,-oracleoder-raspi, gilt die Tabelle nicht: Diese Kernel haben eigene Nummern,6.8.0-1030-awsist nicht neuer als6.8.0-124. Dann auf der Ubuntu-Seite zur Lücke beim passenden Paket nachsehen, etwalinux-aws.
Quellen
- Ubuntu: CVE-2026-53266
- Debian Security Tracker: CVE-2026-53266
- ENISA: EUVD-2026-39217
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 25. Juni 2026 · CVSS 3.1 laut EUVD · EUVD-2026-39217 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 0,9 % (30. Oktober 2026)
Aktiv ausgenutztLinux-Kernel · CVE-2026-53362Linux-Kernel: Rechteausweitung über IPv6
Kernel-Lücke für Angreifer, die schon auf dem Server sind, seit 27. August aktiv ausgenutzt. Für den HWE-Kernel von Ubuntu 22.04 steht die Korrektur noch aus.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Fehler im Kernel beim Zusammensetzen von IPv6-Paketen. Laut Fehlerbeschreibung kann ein Benutzer ohne besondere Rechte über einen UDPv6-Socket hinter das Ende eines Puffers schreiben.
Nach CVSS 3.1 ein lokaler Angriff mit hohen Folgen: Er setzt voraus, dass der Angreifer schon ein Programm auf dem Server ausführen kann. Seit dem 27. August 2026 führt die CISA die Lücke als aktiv ausgenutzt.
Wer betroffen ist
Ubuntu 24.04 und 26.04 vor den Korrekturen unten. Noch keine Korrektur gibt es für den HWE-Kernel 6.8 von Ubuntu 22.04, den HWE-Kernel 6.17 von 24.04 und den Raspberry-Pi-Kernel von 24.04. Der normale Kernel von 22.04 und Ubuntu 20.04 sind nicht betroffen. Debian 12 und 13 sind korrigiert.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-53362, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
linuxNicht betroffenUbuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 7.0.0-31.31Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 6.8.0-147.147Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linuxNicht betroffenUbuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linux-hwe-6.8· HWE-KernelKorrektur in Arbeitvorgesehen: 6.8.0-148.148~22.04.1Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-6.17· HWE-KernelVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-7.0· HWE-KernelKorrektur veröffentlichtab 7.0.0-31.31~24.04.1Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-raspi· Raspberry PiKorrektur in Arbeitvorgesehen: 6.8.0-1067.71Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
linuxNicht betroffen
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-53362, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
linux· DSA-6381-1Korrektur veröffentlichtab 6.12.95-1Debian 12 (bookworm)
Paket
linux· DLA-4688-1, Debian LTSKorrektur veröffentlichtab 6.1.177-1
Was zu tun ist
Debian und Ubuntu: Update einspielen und den Server neu starten. Ein Kernel-Update wirkt erst nach dem Neustart, bis dahin läuft der alte Kernel weiter.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo rebootSteht Ihre Version oben noch auf „In Arbeit“ oder „Verwundbar“, gibt es dort noch keine Korrektur. Spielen Sie die übrigen Updates ein und sehen Sie auf der Seite der Distribution nach.
So prüfen Sie es
Welcher Kernel läuft: Ubuntu zeigt etwa
6.8.0-147-generic, Debian 13 etwa6.12.113+deb13-amd64. Debian 12 nennt hier nur die Reihe, die Paketversion steht inuname -v.uname -r uname -vFehlt der Neustart? Ist der neueste installierte Kernel nicht der, den
uname -rmeldet, läuft noch der alte.ls /boot/vmlinuz-*Endet die Version auf
-aws,-azure,-gcp,-oracleoder-raspi, gilt die Tabelle nicht: Diese Kernel haben eigene Nummern,6.8.0-1030-awsist nicht neuer als6.8.0-124. Dann auf der Ubuntu-Seite zur Lücke beim passenden Paket nachsehen, etwalinux-aws.
Quellen
- Ubuntu: CVE-2026-53362
- Debian Security Tracker: CVE-2026-53362
- ENISA: EUVD-2026-41669
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 4. Juli 2026 · CVSS 3.1 laut EUVD · EUVD-2026-41669 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 0,7 % (30. Oktober 2026)
Aktiv ausgenutztLinux-Kernel · CVE-2022-0995Linux-Kernel: Rechteausweitung über watch_queue (von 2022)
Alte Kernel-Lücke, seit 26. August 2026 als aktiv ausgenutzt geführt. Für Ubuntu 20.04 und älter nennt Ubuntu keine Korrektur.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Fehler im Benachrichtigungssystem watch_queue des Kernels. Ein lokaler Benutzer kann damit Teile des Kernel-Speichers überschreiben und an mehr Rechte kommen oder das System zum Absturz bringen.
Die Lücke ist von 2022. Seit dem 26. August 2026 führt die CISA sie als aktiv ausgenutzt, sie wird also auf alten Servern gezielt genutzt.
Wer betroffen ist
Kernel vor 5.17. Ubuntu führt 20.04, 18.04 und 16.04 weiter als verwundbar. Ubuntu 22.04 ist korrigiert, neuere Versionen und Debian 12 und 13 enthalten die Korrektur von Anfang an.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2022-0995, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Ubuntu 24.04 bis 26.10 (alle neueren)
Paket
linuxNicht betroffenUbuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linuxKorrektur veröffentlichtab 5.15.0-138.148Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 18.04 LTS (bionic)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 16.04 LTS (xenial)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genannt
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2022-0995, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
linux· enthält die Korrektur von Anfang anNicht betroffenDebian 12 (bookworm)
Paket
linux· enthält die Korrektur von Anfang anNicht betroffen
Was zu tun ist
Debian und Ubuntu: Update einspielen und den Server neu starten. Ein Kernel-Update wirkt erst nach dem Neustart, bis dahin läuft der alte Kernel weiter.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo rebootSteht Ihre Version oben noch auf „In Arbeit“ oder „Verwundbar“, gibt es dort noch keine Korrektur. Spielen Sie die übrigen Updates ein und sehen Sie auf der Seite der Distribution nach.
Ubuntu 20.04 und älter erhalten nur noch mit Ubuntu Pro Sicherheitsupdates, und für diese Lücke nennt Ubuntu auch dort keine. Planen Sie den Wechsel auf eine gepflegte Version.
So prüfen Sie es
Welcher Kernel läuft: Ubuntu zeigt etwa
6.8.0-147-generic, Debian 13 etwa6.12.113+deb13-amd64. Debian 12 nennt hier nur die Reihe, die Paketversion steht inuname -v.uname -r uname -vFehlt der Neustart? Ist der neueste installierte Kernel nicht der, den
uname -rmeldet, läuft noch der alte.ls /boot/vmlinuz-*Endet die Version auf
-aws,-azure,-gcp,-oracleoder-raspi, gilt die Tabelle nicht: Diese Kernel haben eigene Nummern,6.8.0-1030-awsist nicht neuer als6.8.0-124. Dann auf der Ubuntu-Seite zur Lücke beim passenden Paket nachsehen, etwalinux-aws.
Quellen
- Ubuntu: CVE-2022-0995
- Debian Security Tracker: CVE-2022-0995
- ENISA: EUVD-2022-15988
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 25. März 2022 · CVSS 3.1 laut EUVD · EUVD-2022-15988 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 8,9 % (30. Oktober 2026)
CVSS 9,8Linux-Kernel · CVE-2026-98432Linux-Kernel: Use-after-free im IPv4-TCP-Stack
Kritische Lücke im Netzwerkteil des Linux-Kernels, von außen über TCP erreichbar. Debian liefert die Korrektur aus, Ubuntu noch nicht.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Fehler im Linux-Kernel beim Aufbau von TCP-Verbindungen über IPv4. Bearbeiten zwei Prozessorkerne denselben Verbindungsaufbau gleichzeitig, kann der Kernel Speicher lesen, der schon freigegeben ist (Use-after-free). Ausgelöst wird das über das Netz, ohne Anmeldung.
Schweregrad 9,8 von 10 nach CVSS 3.1, so führen ihn Ubuntu und die europäische Schwachstellendatenbank EUVD. Nach CVSS 4.0 nennt Ubuntu 8,3.
Anthropic hat am 27. Oktober 2026 beschrieben, wie ein Angreifer über diese Lücke ohne Zugangsdaten Befehle als root ausführt. Der gezeigte Angriff richtet sich gegen Server mit einem MPTCP-Listener, also einem Dienst, der Verbindungen über Multipath TCP annimmt. Im Versuch dauerte er 48 Minuten bis zum ersten Schritt und fünf weitere bis zur Befehlsausführung. Ein misslungener Versuch bricht nur den Verbindungsaufbau ab, der Angreifer kann beliebig oft neu ansetzen.
Die Lücke selbst ist nicht auf MPTCP beschränkt. Die Fehlerbeschreibung nennt die allgemeinen Funktionen für IPv4-TCP, MPTCP kommt darin nicht vor. Einen Angriff ohne MPTCP-Listener beschreibt keine der verlinkten Quellen.
MPTCP-Listener entstehen auch ohne Absicht: Seit Go 1.24 nutzt net.ListenConfig auf Linux standardmäßig MPTCP. Ein in Go geschriebenes Programm kann also MPTCP-Verbindungen annehmen, ohne dass jemand es eingestellt hat.
Aktiv ausgenutzt wird die Lücke nach den verlinkten Quellen nicht: Sie steht nicht im KEV-Katalog der US-Behörde CISA, die EUVD führt keine Ausnutzung.
Wer betroffen ist
Der Fehler liegt im Kernel, nicht in einer Anwendung. Er sitzt im Code, der ankommende TCP-Verbindungen über IPv4 annimmt. Diesen Teil nutzt jeder Server mit Website, Mail oder Fernzugang.
Docker-Container nutzen den Kernel des Servers. Das Update gehört deshalb auf den Server selbst, ein neues Container-Image ändert nichts.
Ubuntu führt alle Versionen von 16.04 bis 26.10 als verwundbar, nur 14.04 als nicht betroffen. Für die HWE-Kernel 6.17 und 7.0 von 24.04 und für die Raspberry-Pi-Kernel nennt Ubuntu noch keine vorgesehene Version, die Cloud-Kernel (linux-aws, -azure, -gcp) haben eigene. Debian hat die Versionen 12 und 13 korrigiert.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-98432, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
linuxKorrektur in Arbeitvorgesehen: 7.3.0-10.10Ubuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
linuxKorrektur in Arbeitvorgesehen: 7.0.0-43.43Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linuxKorrektur in Arbeitvorgesehen: 6.8.0-149.149Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linuxKorrektur in Arbeitvorgesehen: 5.15.0-203.213Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linux-hwe-6.8· HWE-KernelKorrektur in Arbeitvorgesehen: 6.8.0-149.149~22.04.1Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-6.17· HWE-KernelVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-7.0· HWE-KernelVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 20.04 bis 26.04
Paket
linux-raspi· Raspberry PiVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 18.04 LTS (bionic)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 16.04 LTS (xenial)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 14.04 LTS (trusty)
Paket
linuxNicht betroffen
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-98432, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
linux· DSA-6568-1Korrektur veröffentlichtab 6.12.113-1Debian 12 (bookworm)
Paket
linux· DLA-4841-1, Debian LTSKorrektur veröffentlichtab 6.1.190-1Debian 12 (bookworm)
Paket
linux-6.12· DLA-4850-1, neuerer Kernel für Debian 12Korrektur veröffentlichtab 6.12.113-1~deb12u1
Korrigiert beim Hersteller
Wer den Kernel selbst baut: Korrigiert ist die Lücke in 5.10.272, 5.15.223, 6.1.190, 6.6.159, 6.12.113, 6.18.56, 7.2.10 und 7.3, mit dem Commit e3f33b0 (Angaben des Kernel-Teams in der EUVD).
Was zu tun ist
Debian 12 und 13: Update einspielen und den Server neu starten.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo rebootUbuntu: Die Korrektur ist noch nicht freigegeben, eine Übergangslösung nennt Ubuntu nicht. Spielen Sie bis dahin die übrigen Updates ein und sehen Sie auf der Ubuntu-Seite zur Lücke nach. Steht dort für Ihre Version „Released“, führen Sie dieselben drei Befehle aus.
Der Neustart gehört dazu. Ein Kernel-Update wirkt erst nach dem Neustart, bis dahin läuft der alte Kernel weiter und die Lücke bleibt offen.
MPTCP abzuschalten ersetzt das Update nicht. Der Fehler liegt im allgemeinen TCP-Code und bleibt.
So prüfen Sie es
Welcher Kernel läuft: Ubuntu zeigt etwa
6.8.0-147-generic, Debian 13 etwa6.12.113+deb13-amd64. Debian 12 nennt hier nur die Reihe, die Paketversion steht inuname -v.uname -r uname -vFehlt der Neustart? Ist der neueste installierte Kernel nicht der, den
uname -rmeldet, läuft noch der alte.ls /boot/vmlinuz-*Endet die Version auf
-aws,-azure,-gcp,-oracleoder-raspi, gilt die Tabelle nicht: Diese Kernel haben eigene Nummern,6.8.0-1030-awsist nicht neuer als6.8.0-124. Dann auf der Ubuntu-Seite zur Lücke beim passenden Paket nachsehen, etwalinux-aws.Unter Ubuntu zeigt zusätzlich die Datei
/var/run/reboot-required, dass ein Neustart aussteht.ls /var/run/reboot-requiredWelche Dienste MPTCP-Verbindungen annehmen. Eine leere Liste heißt nicht, dass der Server sicher ist.
ss -lnM
Quellen
- Ubuntu: CVE-2026-98432
- Debian Security Tracker: CVE-2026-98432
- Debian: DSA-6568-1, Kernel-Update für Debian 13
- Debian LTS: DLA-4841-1, Kernel-Update für Debian 12
- Debian LTS: DLA-4850-1, linux-6.12 für Debian 12
- ENISA: EUVD-2026-102025
- Linux: Korrektur e3f33b0 (7.3-rc7)
- Anthropic: Discovering vulnerabilities with Claude (27.10.2026)
- Go 1.24 Release Notes, Paket net
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
- FIRST: EPSS für CVE-2026-98432
- Linux man-pages: ss(8)
Veröffentlicht am 15. Oktober 2026 · CVSS 3.1 laut Ubuntu, EUVD · EUVD-2026-102025 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 0,4 % (30. Oktober 2026)
CVSS 9,8Apache HTTP Server · CVE-2026-59797, CVE-2026-57941, CVE-2026-56154Apache HTTP Server 2.4.69: drei Lücken mit CVSS 9,8
Drei Lücken in Modulen von Apache, nach CVSS 9,8, vom Hersteller als niedrig bis mittel eingestuft. Debian 12 hat noch keine Korrektur.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
CVE-2026-59797 (Apache: niedrig): Über SSLRequire in einer .htaccess lassen sich Dateifunktionen nutzen, die dort nicht vorgesehen sind. Betrifft Server, auf denen Dritte .htaccess-Dateien schreiben dürfen.
CVE-2026-57941 (Apache: mittel): Use-after-free in mod_http2, dem Modul für HTTP/2.
CVE-2026-56154 (Apache: niedrig): Use-after-free in mod_rewrite bei Regeln mit Vorausschau %{LA-U:HTTP:...}.
Die EUVD führt alle drei mit CVSS 9,8. Apache selbst stuft sie niedriger ein, weil sie bestimmte Module oder Einstellungen voraussetzen. Aktiv ausgenutzt wird keine nach den verlinkten Quellen.
Wer betroffen ist
Apache 2.4.0 bis 2.4.68, mod_http2 ab 2.4.17.
Ubuntu und Debian 13 haben korrigiert, Debian 12 und Ubuntu 26.10 noch nicht.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-59797, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
apache2Verwundbar, keine Version genanntUbuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
apache2Korrektur veröffentlichtab 2.4.66-2ubuntu2.5Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
apache2Korrektur veröffentlichtab 2.4.58-1ubuntu8.16Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
apache2Korrektur veröffentlichtab 2.4.52-1ubuntu4.24Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
apache2· nur mit Ubuntu Pro (ESM)Korrektur veröffentlichtab 2.4.41-4ubuntu3.23+esm8
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-59797, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
apache2· DSA-6569-1Korrektur veröffentlichtab 2.4.69-1~deb13u1Debian 12 (bookworm)
Paket
apache2Verwundbar, keine Version genannt
Korrigiert beim Hersteller
Apache HTTP Server 2.4.69 vom 1. Oktober 2026. Der Stand bei Debian und Ubuntu gilt für alle drei Kennungen gleich.
Was zu tun ist
Ubuntu und Debian 13: Update einspielen, Apache startet danach neu.
sudo apt update sudo apt full-upgradeDebian 12: Es gibt noch keine Korrektur. Prüfen Sie, ob die betroffenen Module geladen sind, und sehen Sie im Debian-Tracker nach.
So prüfen Sie es
Installierte Paketversion mit der Tabelle vergleichen.
dpkg -l apache2 | grep ^iiGeladene Module: Fehlen
http2_module,rewrite_moduleundssl_module, greifen die drei Lücken nicht.sudo apache2ctl -M | grep -E 'http2|rewrite|ssl'
Quellen
- Apache: Security Vulnerabilities fixed in 2.4.x
- Ubuntu: CVE-2026-59797
- Debian Security Tracker: CVE-2026-59797
- Debian: DSA-6569-1, Apache für Debian 13
- ENISA: EUVD-2026-90900
Veröffentlicht am 1. Oktober 2026 · CVSS 3.1 laut EUVD · EUVD-2026-90900 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 0,5 % (30. Oktober 2026)
CVSS 9,3Linux-Kernel · CVE-2026-99999Linux-Kernel: PwnEscape, Ausbruch aus einer virtuellen Maschine
Aus einer VM heraus lässt sich Speicher des Hosts lesen und schreiben, CVSS 9,3. Debian liefert die Korrektur aus, Ubuntu noch nicht. Betrifft Server, auf denen VMs laufen.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Fehler im IPv4-Teil des Netzwerk-Codes im Kernel des Hosts. Eine virtuelle Maschine kann über ihre virtio-net-Netzwerkkarte Pakete mit präparierten Angaben zur Prüfsumme schicken. Der Host-Kernel verändert damit den IPv4-Kopf, nachdem er ihn schon geprüft hat.
Laut den Entdeckern von pwn.ai liegt der Fehler nicht im Hypervisor, sondern im Netzwerk-Code von Linux. Bestätigt haben sie, dass ein Gast pro Versuch 32 Byte Speicher des Hosts auslesen und den Host zum Absturz bringen kann. In ihrem eigenen Labor reichte das bis zur Ausführung eines Programms als root auf dem Host. Einen Exploit haben sie nicht veröffentlicht.
Nach CVSS 3.1 ein lokaler Angriff, dessen Folgen über die betroffene Komponente hinausreichen (9,3 laut EUVD). Ubuntu stuft die Priorität als mittel ein. Aktiv ausgenutzt wird die Lücke nach den verlinkten Quellen nicht.
Wer betroffen ist
Hosts, auf denen virtuelle Maschinen mit virtio-net laufen, etwa mit KVM und QEMU. Getestet haben die Entdecker Linux 6.12 und 7.x. Entscheidend ist der Kernel des Hosts, nicht der Kernel in der VM.
Wer VMs bei einem Hoster mietet, betreibt den Host nicht: Das Update dort ist Sache des Hosters.
Ubuntu führt alle Versionen von 16.04 bis 26.10 als verwundbar, die Korrekturen für 22.04 bis 26.10 sind in Arbeit, für die HWE-Kernel 6.17 und 7.0 von 24.04 nennt Ubuntu noch keine. Debian hat 12 und 13 korrigiert, mit denselben Paketen wie bei CVE-2026-98432.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-99999, gelesen am 31. Oktober 2026, 14:04 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
linuxKorrektur in Arbeitvorgesehen: 7.3.0-10.10Ubuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
linuxKorrektur in Arbeitvorgesehen: 7.0.0-43.43Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linuxKorrektur in Arbeitvorgesehen: 6.8.0-149.149Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-6.17· HWE-KernelVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux-hwe-7.0· HWE-KernelVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linuxKorrektur in Arbeitvorgesehen: 5.15.0-203.213Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linux-hwe-6.8· HWE-KernelKorrektur in Arbeitvorgesehen: 6.8.0-149.149~22.04.1Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 18.04 LTS (bionic)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genanntUbuntu 16.04 LTS (xenial)
Paket
linuxVerwundbar, keine Version genannt
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-99999, gelesen am 31. Oktober 2026, 14:04 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
linux· DSA-6568-1Korrektur veröffentlichtab 6.12.113-1Debian 12 (bookworm)
Paket
linux· DLA-4841-1, Debian LTSKorrektur veröffentlichtab 6.1.190-1Debian 12 (bookworm)
Paket
linux-6.12· DLA-4850-1, neuerer Kernel für Debian 12Korrektur veröffentlichtab 6.12.113-1~deb12u1
Korrigiert beim Hersteller
Upstream mit dem Commit 6785011f8b16 „ipv4: validate checksum_start before completing checksum“, seit 14. Oktober 2026 im Hauptzweig (laut pwn.ai). Eine Übergangslösung nennen die Entdecker nicht.
Was zu tun ist
Auf dem Host, nicht in der VM: Update einspielen und den Host neu starten. Vorher die VMs herunterfahren oder auf einen anderen Host verschieben.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo rebootUbuntu: Die Korrektur ist noch nicht freigegeben. Wer VMs von Dritten auf dem Host betreibt, sollte die Ubuntu-Seite zur Lücke beobachten und sofort aktualisieren, sobald dort „Released“ steht.
So prüfen Sie es
Welcher Kernel läuft: Ubuntu zeigt etwa
6.8.0-147-generic, Debian 13 etwa6.12.113+deb13-amd64. Debian 12 nennt hier nur die Reihe, die Paketversion steht inuname -v.uname -r uname -vFehlt der Neustart? Ist der neueste installierte Kernel nicht der, den
uname -rmeldet, läuft noch der alte.ls /boot/vmlinuz-*Endet die Version auf
-aws,-azure,-gcp,-oracleoder-raspi, gilt die Tabelle nicht: Diese Kernel haben eigene Nummern,6.8.0-1030-awsist nicht neuer als6.8.0-124. Dann auf der Ubuntu-Seite zur Lücke beim passenden Paket nachsehen, etwalinux-aws.Laufen auf dem Host virtuelle Maschinen über libvirt? Dann ist er betroffen, solange der Kernel nicht korrigiert ist.
sudo virsh list --all
Quellen
- pwn.ai: PwnEscape (CVE-2026-99999)
- Ubuntu: CVE-2026-99999
- Debian Security Tracker: CVE-2026-99999
- Debian: DSA-6568-1, Kernel-Update für Debian 13
- ENISA: EUVD-2026-102044
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 15. Oktober 2026 · CVSS 3.1 laut EUVD · EUVD-2026-102044 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026
CVSS 9,2nginx · CVE-2026-15176, CVE-2026-93479, CVE-2026-97205nginx 1.30.6 und 1.31.7: drei Lücken mit CVSS 9,2
Drei Speicherfehler in nginx, nach CVSS 9,2, vom Hersteller als mittel eingestuft und nur bei bestimmten Einstellungen. Debian 12 hat noch keine Korrektur.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
CVE-2026-15176: Pufferüberlauf, wenn ein location-Block alias zusammen mit rewrite und set oder return verwendet.
CVE-2026-93479: Pufferüberlauf beim Auswerten von Variablen, wenn eine map mit regulären Ausdrücken in root oder im Format des Zugriffsprotokolls vorkommt.
CVE-2026-97205: Use-after-free, wenn asynchrones Datei-I/O (aio) eingeschaltet ist und eine Seite mit Server Side Includes einen Befehl include virtual enthält.
nginx stuft alle drei als mittel ein, die EUVD führt sie mit CVSS 9,2. Aktiv ausgenutzt wird keine nach den verlinkten Quellen.
Wer betroffen ist
CVE-2026-15176: nginx 0.1.29 bis 1.31.6. CVE-2026-93479: 1.30.0 bis 1.30.5 und 1.31.2 bis 1.31.6. CVE-2026-97205: 0.8.11 bis 1.31.6 (laut nginx, die EUVD nennt nur die neuen Reihen).
Ubuntu und Debian 13 haben korrigiert, Debian 12 noch nicht. Für Ubuntu 20.04 und älter hat Ubuntu die Lücken noch nicht bewertet.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2026-15176, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Ubuntu 26.10 (stonking)
Paket
nginxKorrektur veröffentlichtab 1.30.4-7ubuntu1.1Ubuntu 26.04 LTS (resolute)
Paket
nginxKorrektur veröffentlichtab 1.28.3-2ubuntu1.12Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
nginxKorrektur veröffentlichtab 1.24.0-2ubuntu7.19Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
nginxKorrektur veröffentlichtab 1.18.0-6ubuntu14.22Ubuntu 20.04 LTS (focal)
Paket
nginxNoch nicht bewertet
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2026-15176, gelesen am 31. Oktober 2026, 11:58 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
nginx· DSA-6575-1Korrektur veröffentlichtab 1.26.3-3+deb13u10Debian 12 (bookworm)
Paket
nginxVerwundbar, keine Version genannt
Korrigiert beim Hersteller
nginx 1.30.6 (stable) und 1.31.7 (mainline). Der Stand bei Debian und Ubuntu gilt für alle drei Kennungen gleich.
Was zu tun ist
Ubuntu und Debian 13: Update einspielen. Danach läuft der neue nginx.
sudo apt update sudo apt full-upgradeDebian 12 und nginx aus anderen Quellen: Prüfen Sie, ob Ihre Einstellungen die genannten Muster enthalten. nginx vom Hersteller (nginx.org) auf 1.30.6 oder 1.31.7 heben.
So prüfen Sie es
Installierte Version und Paketversion.
nginx -v dpkg -l nginx | grep ^iiKommen die Bausteine der drei Lücken in Ihren Einstellungen vor?
sudo nginx -T 2>/dev/null | grep -nE '\b(alias|aio|map)\b'
Quellen
- nginx: Security Advisories
- Ubuntu: CVE-2026-15176
- Debian Security Tracker: CVE-2026-15176
- Debian: DSA-6575-1, nginx für Debian 13
- ENISA: EUVD-2026-101112
Veröffentlicht am 14. Oktober 2026 · CVSS 4.0 laut EUVD · EUVD-2026-101112 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 0,8 % (30. Oktober 2026)
Ohne Eintrag
Geprüft, zurzeit ohne Eintrag
Drupal, OpenSSH, sudo, Paperless-ngx, Docmost, Baserow, n8n, Nextcloud Server, Exchange, Office und Microsoft 365 Apps, Sophos, Firefox, Synology, QNAP, Veeam, TeamViewer, AnyDesk. Geprüft am 31. Oktober 2026 in EUVD und KEV-Katalog seit 1. August 2026, dazu die GitHub-Sicherheitsmeldungen von Paperless-ngx, Docmost, Nextcloud und n8n seit 1. September 2026.
Kein Eintrag heißt nur: keine Lücke, die die Regel oben erfüllt. Updates mit Lücken der Stufe „hoch“ gibt es dort trotzdem, n8n etwa hat im Oktober mehrere veröffentlicht.
Nicht abgedeckt sind weitere Hersteller von Firewalls und VPN, bei denen die CISA seit August aktiv ausgenutzte Lücken führt: Ivanti, Palo Alto, Citrix NetScaler, Check Point, F5, MikroTik, Zyxel. Wer deren Geräte betreibt, findet den Stand im KEV-Katalog.
Erledigt
Erledigt
Etwa 30 Tage nachdem alle aufgeführten Distributionen die Korrektur ausliefern, wandert eine Lücke hierher. Gezählt wird ab der Korrektur oder ab der Aufnahme in die KEV-Liste, je nachdem was später ist. Die Lücke bleibt mit ihrer Sprungmarke auffindbar.
Aktiv ausgenutztWordPress · CVE-2026-87902WordPress: fremde PHP-Dateien einbinden ohne Anmeldung
Aktiv ausgenutzte Lücke im Kern von WordPress, korrigiert in 7.1.2 vom 22. September 2026, auch für ältere Reihen.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
Ein Angreifer ohne Anmeldung kann erreichen, dass WordPress beim Auswählen der Seitenvorlage (get_page_template()) eine beliebige lesbare PHP-Datei außerhalb des Themes einbindet. Aktiv ausgenutzt laut EUVD seit 23. September, in der KEV seit 25. September 2026.
Wer betroffen ist
WordPress vor 7.1.2. Die Korrektur gibt es für alle Reihen, die noch Sicherheitskorrekturen erhalten, bis zurück zu 4.7.
Korrigiert beim Hersteller
WordPress 7.1.2 vom 22. September 2026, zurückportiert bis 4.7.
Was zu tun ist
WordPress im Dashboard unter „Aktualisierungen“ auf den neuesten Stand bringen. Mit eingeschalteten automatischen Hintergrund-Updates kam die Korrektur von selbst.
So prüfen Sie es
Die Version steht im Dashboard unten rechts oder auf der Kommandozeile.
wp core version
Quellen
- WordPress 7.1.2 Release (22.09.2026)
- ENISA: EUVD-2026-84555
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 22. September 2026 · CVSS 3.1 laut EUVD · EUVD-2026-84555 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 95,8 % (30. Oktober 2026)
Aktiv ausgenutztLinux-Kernel · CVE-2025-39682, CVE-2025-39964Linux-Kernel: zwei Lücken von 2025 in TLS und af_alg
Seit 18. September 2026 als aktiv ausgenutzt geführt. Debian und Ubuntu haben sie schon 2025 korrigiert.
Direkt zu diesem Eintrag:
Worum es geht
CVE-2025-39682: ein Fehler beim Verarbeiten leerer Datensätze im TLS-Teil des Kernels (CVSS 9,8 laut EUVD, Ubuntu: mittel). CVE-2025-39964: gleichzeitige Schreibzugriffe auf eine af_alg-Verbindung der Kernel-Kryptografie (EUVD 7,8). Beide führt die CISA seit dem 18. September 2026 als aktiv ausgenutzt.
Wer betroffen ist
Kernel ohne die Korrekturen von 2025. Wer seit Herbst 2025 Kernel-Updates einspielt und neu startet, hat sie.
Update-Stand je Version
Ubuntu, laut Ubuntu: CVE-2025-39682, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Ubuntu 24.04 LTS (noble)
Paket
linux· beide Lücken. CVE-2025-39682 allein schon ab 6.8.0-86.87Korrektur veröffentlichtab 6.8.0-90.91Ubuntu 22.04 LTS (jammy)
Paket
linux· CVE-2025-39964, CVE-2025-39682 betrifft 22.04 nichtKorrektur veröffentlichtab 5.15.0-164.174
Debian, laut Debian Security Tracker: CVE-2025-39682, gelesen am 31. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Debian 13 (trixie)
Paket
linux· beide Lücken. CVE-2025-39682 allein schon ab 6.12.48-1Korrektur veröffentlichtab 6.12.57-1Debian 12 (bookworm)
Paket
linux· beide Lücken. CVE-2025-39682 allein schon ab 6.1.153-1Korrektur veröffentlichtab 6.1.158-1
Was zu tun ist
Debian und Ubuntu: Update einspielen und den Server neu starten. Ein Kernel-Update wirkt erst nach dem Neustart, bis dahin läuft der alte Kernel weiter.
sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo rebootSteht Ihre Version oben noch auf „In Arbeit“ oder „Verwundbar“, gibt es dort noch keine Korrektur. Spielen Sie die übrigen Updates ein und sehen Sie auf der Seite der Distribution nach.
So prüfen Sie es
Welcher Kernel läuft: Ubuntu zeigt etwa
6.8.0-147-generic, Debian 13 etwa6.12.113+deb13-amd64. Debian 12 nennt hier nur die Reihe, die Paketversion steht inuname -v.uname -r uname -vFehlt der Neustart? Ist der neueste installierte Kernel nicht der, den
uname -rmeldet, läuft noch der alte.ls /boot/vmlinuz-*Endet die Version auf
-aws,-azure,-gcp,-oracleoder-raspi, gilt die Tabelle nicht: Diese Kernel haben eigene Nummern,6.8.0-1030-awsist nicht neuer als6.8.0-124. Dann auf der Ubuntu-Seite zur Lücke beim passenden Paket nachsehen, etwalinux-aws.
Quellen
- Ubuntu: CVE-2025-39682
- Ubuntu: CVE-2025-39964
- Debian Security Tracker: CVE-2025-39682
- Debian Security Tracker: CVE-2025-39964
- ENISA: EUVD-2025-31542
- CISA: Known Exploited Vulnerabilities Catalog
Veröffentlicht am 5. September 2025 · CVSS 3.1 laut EUVD · EUVD-2025-31542 · KEV-Katalog geprüft, Stand 30. Oktober 2026 · EPSS 3,3 % (30. Oktober 2026)
Weitere ausgenutzte Lücken großer Hersteller seit August 2026
Länger als 30 Tage bekannt, ohne eigenen Block. Der Hersteller liefert die Korrektur über seinen Update-Weg, der Link führt zu seiner Meldung.
- Apple iOS, iPadOS und macOSCVE-2026-86950 · ausgenutzt laut KEV seit 29. September 2026
- Microsoft SharePoint ServerCVE-2026-65660 · ausgenutzt laut KEV seit 25. September 2026
- ConnectWise ScreenConnectCVE-2026-84869 · ausgenutzt laut KEV seit 11. September 2026
- Google Chrome (V8)CVE-2026-87491 · ausgenutzt laut KEV seit 9. September 2026
- Fortinet FortiOS 7.2 bis 7.6CVE-2025-25249 · ausgenutzt laut KEV seit 9. September 2026
- Microsoft Windows (Update-Dienst)CVE-2026-81963 · ausgenutzt laut KEV seit 8. September 2026
- Microsoft Windows (ALPC)CVE-2026-85880 · ausgenutzt laut KEV seit 8. September 2026
- Google Chrome (V8)CVE-2026-85046 · ausgenutzt laut KEV seit 4. September 2026
- SonicWall SMA1000, dazu CVE-2026-83549CVE-2026-83548 · ausgenutzt laut KEV seit 2. September 2026
- Microsoft SQL Server 2014 bis 2017, Lücke von 2019CVE-2019-1068 · ausgenutzt laut KEV seit 26. August 2026
- Microsoft Entra ID (Cloud-Dienst von Microsoft 365)CVE-2026-69836 · ausgenutzt laut EUVD seit 21. August 2026
- VMware vCenter, Codeausführung über den Syslog-Server, laut CISA von Ransomware genutztCVE-2026-59310 · ausgenutzt laut KEV seit 18. August 2026
- Microsoft SharePoint ServerCVE-2026-55040 · ausgenutzt laut KEV seit 18. August 2026
- Apple macOSCVE-2026-65400 · ausgenutzt laut KEV seit 18. August 2026
- Microsoft Windows (IKE)CVE-2026-33824 · ausgenutzt laut KEV seit 18. August 2026
- Cisco Secure Firewall ASA und FTD (SSL-VPN)CVE-2026-20349 · ausgenutzt laut KEV seit 11. August 2026
- Microsoft Windows (WinSock-Treiber)CVE-2026-68820 · ausgenutzt laut KEV seit 11. August 2026
So pflegen wir
So pflegen wir diese Seite
Jede Angabe stammt aus der verlinkten Quelle, meist vom Hersteller oder von der Distribution. Jeder Block nennt, wann wir die Quellen zuletzt gelesen haben. Maßgeblich ist die Seite der Distribution: Weicht sie von hier ab, gilt sie.
Beim Linux-Kernel trennt der Schweregrad nicht: Die EUVD führt seit August 2026 über 300 Kernel-Lücken ab CVSS 9,0, Ubuntu über 2.000 mit Priorität „hoch“. Beim Kernel nehmen wir deshalb nur auf, was aktiv ausgenutzt wird oder für das ein Angriff von außen oder aus einer virtuellen Maschine auf den Host öffentlich beschrieben ist.
Microsoft, VMware, Apple, die Browser und die Hersteller von Firewalls liefern jeden Monat viele kritische Korrekturen über ihre eigenen Update-Wege. Bei ihnen nehmen wir nur auf, was aktiv ausgenutzt wird.
Weicht die Einstufung des Herstellers vom CVSS-Wert ab, steht sie am Block. Der CVSS-Wert beschreibt die schlimmste denkbare Lage, der Hersteller kennt die Bedingungen, unter denen eine Lücke greift.
Wer spielt bei Ihnen die Sicherheitsupdates ein?
Wir richten automatische Sicherheitsupdates ein, planen die Neustarts und prüfen danach, ob die Korrektur wirklich läuft. Für Linux-Server in Ihrem Betrieb oder bei Ihrem Hoster, aus der Region Hannover.