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Der Kandidaten-Check zur Bürgermeisterwahl 2026
Am 13. September 2026 wählt Wunstorf eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister. 22 Thesen zu den Streitfragen der Stadt — beantworten, gewichten und sehen, welche Kandidatur Ihren Positionen am nächsten steht. Jede Kandidatenposition mit Quelle.
So funktioniert es
22 Thesen. Ihre Haltung. Der Vergleich.
- 1
Position beziehen
Zu jeder These: zustimmen, neutral, ablehnen — oder überspringen.
- 2
Gewichten
Themen, die Ihnen besonders wichtig sind, zählen auf Wunsch doppelt.
- 3
Vergleichen
Sie sehen die Übereinstimmung mit allen Kandidaturen — These für These, mit Quellen.
Bleibt bei Ihnen: Ihre Antworten werden ausschließlich in Ihrem Browser ausgewertet — keine Übertragung, keine Speicherung auf unseren Servern, kein Konto. Das Ergebnis ist eine Orientierungshilfe und keine Wahlempfehlung.
Wer tritt an?
Das Kandidatenfeld
Die Frist für Wahlvorschläge endete am 20. Juli 2026; jede Bürgermeister-Kandidatur benötigte mindestens 200 Unterstützungsunterschriften. Vier Kandidaturen sind bekannt. Die AfD tritt nur zur Ratswahl an; Bündnis 90/Die Grünen und FDP stellen keine eigene Kandidatur, sondern unterstützen Martin Pavel auf Grundlage einer gemeinsamen Erklärung. Die amtliche Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge lag am 23. Juli noch nicht vor. Die Abdeckung der Positionen ist ungleich, weil nicht alle Kandidaturen ein ausformuliertes Programm veröffentlicht haben; ein identischer Fragebogen für alle wird vorbereitet.
Carsten Piellusch
SPDNominiert · Amtsinhaber
Jahrgang 1966, geboren in Wunstorf-Luthe, Verwaltungsjurist mit zwei Staatsexamen; zuvor Richter, Referent in der Niedersächsischen Staatskanzlei und Erster Stadtrat in Wunstorf. Seit dem 1. November 2021 Bürgermeister, 2021 mit 55,2 Prozent im ersten Wahlgang gewählt. Im März 2026 mit 59 von 61 Stimmen erneut nominiert. Motto: „Wir machen Wunstorf stark. mobil. sicher.“
Martin Pavel
CDUNominiert
40, Betriebswirt, seit 2011 im Kommunalmanagement eines Energieversorgers. Seit 16 Jahren Vorsitzender des CDU-Stadtverbands, seit 14 Jahren Ratsmitglied, seit 2019 ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister; 2021 bereits Kandidat mit 31,3 Prozent. Im Februar 2026 einstimmig nominiert. Er wird von CDU, Grünen und FDP gemeinsam getragen. Motto: „WIR. FUER. WUNSTORF.“
Kerstin Obladen
FREIE WÄHLERNominiert
Ratsfrau in Wunstorf und rechtliche Betreuerin. 2023 aus der FDP ausgetreten, seit Oktober 2023 bei den FREIEN WÄHLERN. Im Mai 2026 als Bürgermeisterkandidatin vorgestellt. Leitmotiv: „Soziale Balance braucht Klarheit – und Mut zur Verantwortung.“
Mona M'Barkiou
Die LinkeNominiert
Von der Linken als Bürgermeisterkandidatin nominiert. Eine eigene Kampagnenseite war nicht auffindbar; die belegbaren Aussagen beschränken sich auf vier genannte Schwerpunkte — bezahlbarer Wohnraum, moderne und digitale Verwaltung, Entwicklung rund um das Steinhuder Meer und die Nutzung der Nähe zu Hannover.
Überblick
Die Parteien im Rat — und ihr Kurs bei Digitalisierung & Verwaltung
Parallel zur Bürgermeisterwahl wird am 13. September 2026 auch der Rat der Stadt Wunstorf neu gewählt — dazu die Ortsräte, die Regionsversammlung und die Regionspräsidentschaft. Hier die belegte Haltung der Fraktionen in den prägenden Streitfragen der Stadt.
SPD
16 SitzeStellt mit Carsten Piellusch den Amtsinhaber und trägt dessen Investitionskurs mit: Bildung als Schwerpunkt, Umbau der Fußgängerzone, Umgestaltung des Hallenbads. Das Kommunalwahlprogramm 2026–2031 nennt unter anderem 1.000 neue Wohnungen und eine Sozialquote von mindestens 30 Prozent bei neuen Wohnprojekten. Beim Livestream von Ratssitzungen ist die Fraktion skeptisch und verweist auf Kosten von rund 1.400 Euro je Sitzung.
CDU
13 SitzeStellt mit Martin Pavel den Herausforderer, der von Grünen und FDP mitgetragen wird. Sein 10-Punkte-Plan setzt auf neue Baugebiete, Gewerbeansiedlung, Ganztag an allen Grundschulen, ein neues Bäderkonzept bis 2028 und ein Wärmenetz in der Barne. In der Innenstadtfrage fordert die Fraktion Zurückhaltung: schrittweise Verbesserung statt Komplettumbau, Vergabe erst nach der Wahl. Beim Thema Verwaltung fordert Pavel digitale Ratsarbeit mit Online-Teilnahme.
Bündnis 90/Die Grünen
7 SitzeStellen keine eigene Bürgermeisterkandidatur, sondern unterstützen Martin Pavel auf Grundlage einer gemeinsamen Erklärung mit CDU und FDP. Inhaltlich fordern sie die Umverteilung von Straßenraum vom Auto zu Fuß- und Radverkehr, verbindliche Finanzierungs- und Zeitpläne für wichtige Projekte sowie ein mit Haushaltsmitteln hinterlegtes Klimaschutzkonzept — ein Konzept ohne sichtbare Budgetansätze sei „nur ein Papier“. Sie unterstützen zudem die Digitalisierung der Ratsarbeit.
Wunstorfer Auepost, Wahlkampf 2026 · Ergebnis Kommunalwahl 2021
FDP
2 SitzeStellt keine eigene Bürgermeisterkandidatur und unterstützt Martin Pavel. In der Haushaltsdebatte fordert die Fraktion sofortige Ausgabendisziplin und stimmte als einzige gegen den Haushalt; beim Bad verwies sie auf Haushaltslage und Verkehrsprobleme in der Barne.
Wunstorfer Auepost, Haushalts- und Baddebatte · Ergebnis Kommunalwahl 2021
AfD
2 SitzeTritt nur zur Ratswahl an, nicht zur Bürgermeisterwahl. In der Haushaltsdebatte warnt die Fraktion vor drohender Zahlungsunfähigkeit der Stadt.
Wunstorfer Auepost, AfD-Bewerber 2026 · Ergebnis Kommunalwahl 2021
Die Linke
0 SitzeOhne Ratsmandat seit 2021, tritt aber mit Mona M'Barkiou zur Bürgermeisterwahl an. Die Partei fordert eine Abstimmung aller Wunstorfer über die Fußgängerzone sowie mindestens 35 Prozent geförderte Wohnungen beim Oststadtbogen: „Wirtschaftlichkeit kann nicht das alleinige Leitprinzip sein.“
Wunstorfer Auepost, Kandidatenfeld 2026 · Ergebnis Kommunalwahl 2021
FREIE WÄHLER
0 SitzeOhne eigenes Mandat aus der Wahl 2021; Ratsfrau Kerstin Obladen wechselte 2023 von der FDP zu den FREIEN WÄHLERN und tritt nun als Bürgermeisterkandidatin an. Schwerpunkte sind Bürgerbeteiligung vor Entscheidungen, Transparenz, eine als Dienstleister verstandene Verwaltung und der ausdrückliche Vorbehalt, dass Digitalisierung persönliche Ansprechpartner nicht ersetzen darf.
Methodik & Transparenz
Wie dieser Check funktioniert — offen erklärt
Die Rechenregel (vollständig)
Pro beantworteter These mit belegter Kandidatenposition gibt es 2 Punkte bei Übereinstimmung, 1 Punkt bei teilweiser Nähe (neutral vs. klar), 0 Punkte bei Gegensatz. Doppelt gewichtete Thesen zählen doppelt. Die Übereinstimmung ist die erreichte Punktzahl geteilt durch die mögliche. Thesen ohne belegte Position fließen nicht ein — weder positiv noch negativ; die Berechnungsbasis wird im Ergebnis je Kandidatur ausgewiesen. Es gibt keine versteckte Gewichtung.
Warum manche Kandidaturen keinen Rangplatz bekommen
Ein Prozentwert ist nur so gut wie seine Grundlage. Wäre zu einer Kandidatur nur eine einzige Position belegt und Sie stimmten ihr zu, ergäbe die Rechnung 100 Prozent — das wäre keine Übereinstimmung, sondern schlicht Unwissen, und es würde ausgerechnet die am schlechtesten dokumentierten Kandidaturen nach oben spülen. Deshalb erscheint im Ranking nur, wer zu mindestens einem Drittel Ihrer beantworteten Thesen eine belegte Position hat (mindestens drei). Alle übrigen werden separat und ohne Rangfolge ausgewiesen — mit dem Hinweis, wie dünn die Basis ist. Das ist kein Urteil über die Kandidatur, sondern über unsere Quellenlage: Wer den Fragebogen beantwortet, wird dadurch vollständig vergleichbar.
Quellen & Korrekturen
Jede Position ist mit Quelle belegt (Stand: 23. Juli 2026). Alle Kandidaturen sollen unseren identischen Thesen-Fragebogen erhalten; eigene Antworten ersetzen die Recherche und werden gekennzeichnet. Kandidaturen und Parteien können Korrekturen jederzeit an post@einfach-digital.de senden — belegte Korrekturen übernehmen wir zügig.
Wer dahintersteckt — und warum
Dieses Tool betreibt die Einfach Digital GmbH, ein Digitalisierungsunternehmen aus der Region Hannover — als unabhängiges, unbezahltes Angebot zur Kommunalwahl, ohne Absprache mit Parteien oder Kandidaturen. Wir geben keine Wahlempfehlung. Ein Hinweis zur Einordnung: Die Thesen decken bewusst die ganze Breite der Kommunalpolitik ab; Verwaltung und Beteiligung machen nur 3 von 22 Thesen aus. Anders als bei unseren Checks für Hannover und Garbsen setzen wir hier keinen Digital-Schwerpunkt — die Auswahl folgt dem, worüber in Wunstorf tatsächlich gestritten wird. Die Auswertung läuft vollständig in Ihrem Browser, gehostet in Deutschland.
Häufige Fragen
Ist dieser Kandidaten-Check ein offizielles Wahlangebot?
Nein. Dieser Kandidaten-Check ist ein unabhängiges Angebot der Einfach Digital GmbH und kein Angebot der Stadt, der Region Hannover, einer Partei oder der Bundeszentrale für politische Bildung. Methodik, Quellen und Betreiber werden auf dieser Seite offengelegt.
Woher stammen die Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten?
Aus überprüfbaren Quellen: öffentliche Aussagen, Programme, Handeln im Amt — jede Position ist mit Quelle belegt. Zusätzlich ist für alle Kandidaturen derselbe Fragebogen vorgesehen; eingegangene eigene Antworten werden entsprechend gekennzeichnet. Liegt kein Beleg vor, steht dort „keine belegte Position“ — geraten wird nicht.
Was passiert mit meinen Antworten?
Nichts. Die Auswertung läuft vollständig in Ihrem Browser; Antworten und Ergebnis werden weder übertragen noch gespeichert. Es gibt kein Konto und keine E-Mail-Pflicht.
Ist das Ergebnis eine Wahlempfehlung?
Nein. Das Ergebnis zeigt rechnerische Übereinstimmung mit belegten Positionen zu den gestellten Thesen — nicht mehr. Wen Sie wählen, entscheiden Sie.
Für Kandidaturen: Sie treten zur Bürgermeisterwahl an und möchten die Thesen selbst beantworten oder eine Position korrigieren? Schreiben Sie an post@einfach-digital.de. Alle Kandidaturen sollen denselben Fragebogen und dieselben Konditionen erhalten.