Unabhängig · kostenlos · Auswertung nur im Browser
Der Kandidaten-Check zur Oberbürgermeisterwahl 2026
Am 13. September 2026 wählt Hannover eine neue Oberbürgermeisterin oder einen neuen Oberbürgermeister. 21 Thesen zu den Streitfragen der Stadt — beantworten, gewichten und sehen, welche Kandidatur Ihren Positionen am nächsten steht. Jede Kandidatenposition mit Quelle.
So funktioniert es
21 Thesen. Ihre Haltung. Der Vergleich.
- 1
Position beziehen
Zu jeder These: zustimmen, neutral, ablehnen — oder überspringen.
- 2
Gewichten
Themen, die Ihnen besonders wichtig sind, zählen auf Wunsch doppelt.
- 3
Vergleichen
Sie sehen die Übereinstimmung mit allen Kandidaturen — These für These, mit Quellen.
Bleibt bei Ihnen: Ihre Antworten werden ausschließlich in Ihrem Browser ausgewertet — keine Übertragung, keine Speicherung auf unseren Servern, kein Konto. Das Ergebnis ist eine Orientierungshilfe und keine Wahlempfehlung.
Wer tritt an?
Das Kandidatenfeld
Die Frist für Wahlvorschläge endete am 20. Juli 2026; der Wahlausschuss entscheidet über die Zulassung, die endgültigen Stimmzettel veröffentlicht die Stadt voraussichtlich ab Mitte August. Die hier dokumentierten Positionen stammen aus öffentlich überprüfbaren Quellen — dadurch ist die Abdeckung ungleich: Manche Kandidaturen haben ausführliche Programme veröffentlicht, andere bislang wenig Belegbares. Ein identischer Fragebogen für alle Kandidaturen wird vorbereitet; eingehende Antworten ersetzen die Recherche und werden als solche gekennzeichnet.
Belit Onay
Bündnis 90/Die GrünenNominiert · Amtsinhaber
45, Jurist, seit November 2019 Oberbürgermeister von Hannover. Von seinem Stadtverband im April 2026 mit 98,6 Prozent für eine zweite Amtszeit nominiert. Schwerpunkte nach eigener Ankündigung: Wohnungsbau, Energiewende und Digitalisierung.
Axel von der Ohe
SPDNominiert
48, promovierter Verwaltungswissenschaftler, seit 2017 Stadtkämmerer und seit 2021 Erster Stadtrat sowie Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr — damit bislang Stellvertreter des Amtsinhabers. Im September 2025 mit 97 Prozent nominiert. Lebt in Linden, verheiratet, zwei Kinder.
Peter Karst
CDUNominiert
54, Volljurist, seit 2018 Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover; zuvor unter anderem Geschäftsführer im Strukturwandel des Ruhrgebiets. War bis zu seiner Kandidatur parteilos und trat 2025 in die CDU ein; im August 2025 nominiert, im Oktober 2025 von der Mitgliederversammlung bestätigt.
Maren Kaminski
Die LinkeNominiert
Gewerkschaftssekretärin der GEW und Mitglied des Bundestages, im Januar 2026 nominiert. Kandidierte bereits 2013 für das Amt und ist die einzige Frau im Bewerberfeld. Ihr erklärtes Kernthema ist Armut in der Stadt.
Jessica Schülke
AfDNominiert
41, gelernte Buchbinderin mit Studium der Sozialpädagogik, seit November 2022 Mitglied des Niedersächsischen Landtags. Im März 2026 nominiert. Die Wahlleitung ließ vor der Zulassung ihre Verfassungstreue prüfen (§ 80 Abs. 4 NKomVG); über die Zulassung entscheidet der Wahlausschuss.
Bruno Adam Wolf
PiratenparteiNominiert
61, Journalist, Kapitän und Open-Source-Experte, Vater von vier Kindern. Seit rund zehn Jahren Ratsherr in Hannover und Mitglied der Regionsversammlung. Im April 2026 nominiert; seine Schwerpunkte sind digitale Souveränität und Soziales.
Thorsten Meyer
DIE HANNOVERANERNominiert
53, stellvertretender Vorsitzender der unabhängigen Wählergemeinschaft DIE HANNOVERANER, die seit 2011 im Rat und in der Regionsversammlung vertreten ist. Ende 2025 als Kandidat nominiert.
Überblick
Die Parteien im Rat — und ihr Kurs bei Digitalisierung & Verwaltung
Parallel zur Oberbürgermeisterwahl wird am 13. September 2026 auch der Rat der Landeshauptstadt neu gewählt. Hier der belegte Kurs der aktuell im Rat vertretenen Parteien bei Verwaltungsdigitalisierung, digitaler Souveränität und Bürgerdiensten — als Themenschwerpunkt dieses Checks offen ausgewiesen.
Bündnis 90/Die Grünen
18 SitzeDas Kommunalwahlprogramm 2026 kündigt an, die Verwaltung „konsequent zu digitalisieren“, und verweist darauf, dass Hannover zu den smartesten Großstädten Deutschlands zähle. Der von der Verwaltung aufgelegte Digitalisierungsfonds über 48 Millionen Euro wird ausdrücklich mit dem Ziel digitaler Souveränität begründet.
Wahlprogramm 2026 · Kommune21, 30.10.2024 · Ergebnis Kommunalwahl 2021
SPD
18 SitzeIhr OB-Kandidat Axel von der Ohe hat das ausführlichste Digitalprogramm im Feld vorgelegt: digitales Bürgerkonto nach dem Once-Only-Prinzip, automatisierte Services bei Lebensereignissen, KI zur Entlastung der Mitarbeitenden und eine Organisationsreform entlang von Lebenslagen statt Ämtern. Zu Open Source und digitaler Souveränität äußert er sich nicht.
CDU
13 SitzeOB-Kandidat Peter Karst macht Verwaltungsdigitalisierung zu einem Kernversprechen: Online-Portale für Bürger und Unternehmen, automatisierte Routineprozesse, kürzere Bearbeitungszeiten, digitale und standardisierte Bauanträge. Zu Open Source, digitaler Souveränität und KI in der Verwaltung liegen keine belegten Positionen vor.
FDP
4 SitzeZur Kommunalwahl 2026 war zum Redaktionsschluss kein veröffentlichtes Programm mit Aussagen zu Verwaltungsdigitalisierung auffindbar; eine eigene OB-Kandidatur ist nicht bekannt.
Die Linke
4 SitzeDas Kommunalwahlprogramm steht unter dem Leitmotiv „Bezahlbares Leben für alle“ und konzentriert sich auf Mieten, günstigen Nahverkehr und soziale Infrastruktur. Belegte Positionen zu Verwaltungsdigitalisierung, Open Source oder digitaler Souveränität waren nicht auffindbar.
Kommunalwahlprogramm, 01.06.2026 · Ergebnis Kommunalwahl 2021
AfD
3 SitzeBelegte kommunalpolitische Positionen zu Verwaltungsdigitalisierung in Hannover waren zum Redaktionsschluss nicht auffindbar. Die Wahlleitung ließ vor der Zulassung der OB-Kandidatur die Verfassungstreue der Bewerberin prüfen.
Piratenpartei
1 SitzeDie klarste Positionierung im Feld: Umstellung von Stadtverwaltung und Schulen auf Open Source, ausdrückliche Ablehnung von Microsoft und Apple an Schulen zum Schutz der Schülerdaten, Unabhängigkeit von US-Techkonzernen sowie mehr Transparenz über einen dauerhaften Bürgerrat.
Volt
1 SitzeVolt tritt ohne eigene OB-Kandidatur an und unterstützt den Amtsinhaber; für die Regionspräsidentschaft stellt die Partei einen eigenen Kandidaten. Belegte kommunalpolitische Aussagen zur Verwaltungsdigitalisierung in Hannover waren nicht auffindbar.
Die PARTEI
1 SitzeEine eigene OB-Kandidatur war nicht auffindbar. Belegte kommunalpolitische Positionen zur Verwaltungsdigitalisierung lagen zum Redaktionsschluss nicht vor.
DIE HANNOVERANER
1 SitzeDie unabhängige Wählergemeinschaft tritt mit eigener OB-Kandidatur an und will nach eigener Darstellung eine demokratische Alternative zu den etablierten Parteien bieten. Belegte Positionen zur Verwaltungsdigitalisierung waren nicht auffindbar.
Methodik & Transparenz
Wie dieser Check funktioniert — offen erklärt
Die Rechenregel (vollständig)
Pro beantworteter These mit belegter Kandidatenposition gibt es 2 Punkte bei Übereinstimmung, 1 Punkt bei teilweiser Nähe (neutral vs. klar), 0 Punkte bei Gegensatz. Doppelt gewichtete Thesen zählen doppelt. Die Übereinstimmung ist die erreichte Punktzahl geteilt durch die mögliche. Thesen ohne belegte Position fließen nicht ein — weder positiv noch negativ; die Berechnungsbasis wird im Ergebnis je Kandidatur ausgewiesen. Es gibt keine versteckte Gewichtung.
Quellen & Korrekturen
Jede Position ist mit Quelle belegt (Stand: 23. Juli 2026). Alle Kandidaturen sollen unseren identischen Thesen-Fragebogen erhalten; eigene Antworten ersetzen die Recherche und werden gekennzeichnet. Kandidaturen und Parteien können Korrekturen jederzeit an post@einfach-digital.de senden — belegte Korrekturen übernehmen wir zügig.
Wer dahintersteckt — und warum
Dieses Tool betreibt die Einfach Digital GmbH, ein Digitalisierungsunternehmen aus der Region Hannover — als unabhängiges, unbezahltes Angebot zur Kommunalwahl, ohne Absprache mit Parteien oder Kandidaturen. Wir geben keine Wahlempfehlung. Ein Hinweis zur Einordnung: Der Themenblock „Digitales & Verwaltung“ ist mit 6 von 21 Thesen stärker vertreten als bei klassischen Wahlhilfen — das ist unser Fachgebiet, und wir weisen es offen aus, statt es zu verstecken. Die Auswertung läuft vollständig in Ihrem Browser, gehostet in Deutschland.
Häufige Fragen
Ist das der Wahl-O-Mat für Hannover?
Nein. Der Wahl-O-Mat ist ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung und existiert für Kommunalwahlen in der Regel nicht. Der Wahl-Check Hannover ist ein unabhängiges, lokales Angebot der Einfach Digital GmbH aus der Region Hannover — mit eigener, offen dokumentierter Methodik.
Woher stammen die Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten?
Aus überprüfbaren Quellen: öffentliche Aussagen, Programme, Handeln im Amt — jede Position ist mit Quelle belegt. Zusätzlich ist für alle Kandidaturen derselbe Fragebogen vorgesehen; eingegangene eigene Antworten werden entsprechend gekennzeichnet. Liegt kein Beleg vor, steht dort „keine belegte Position“ — geraten wird nicht.
Was passiert mit meinen Antworten?
Nichts. Die Auswertung läuft vollständig in Ihrem Browser; Antworten und Ergebnis werden weder übertragen noch gespeichert. Es gibt kein Konto und keine E-Mail-Pflicht.
Ist das Ergebnis eine Wahlempfehlung?
Nein. Das Ergebnis zeigt rechnerische Übereinstimmung mit belegten Positionen zu den gestellten Thesen — nicht mehr. Wen Sie wählen, entscheiden Sie.
Für Kandidaturen: Sie treten zur Oberbürgermeisterwahl an und möchten die Thesen selbst beantworten oder eine Position korrigieren? Schreiben Sie an post@einfach-digital.de. Alle Kandidaturen sollen denselben Fragebogen und dieselben Konditionen erhalten.