Redaktionell unabhängig · kostenlos · werbefrei · ohne Anmeldung

Bürgermeisterwahl Lehrte 2026:Kandidaten-Vergleich

Am 13. September 2026 entscheidet Lehrte über das Bürgermeisteramt. 15 Thesen zu den Streitfragen der Stadt — beantworten, gewichten und sehen, welche Kandidatur Ihren Positionen am nächsten steht. Jede Kandidatenposition mit Quelle, keine Wahlempfehlung.

Zuletzt aktualisiert:

So funktioniert es

15 Thesen. Ihre Haltung. Der Vergleich.

  1. 1

    Position beziehen

    Zu jeder These: zustimmen, neutral, ablehnen — oder überspringen. Was Ihnen besonders wichtig ist, markieren Sie direkt an der These; es zählt dann doppelt.

  2. 2

    Vergleichen

    Sie sehen die Übereinstimmung mit allen Kandidaturen — These für These, mit Quellen.

ca. 35 Minuten · kostenlos

Bleibt bei Ihnen: Ihre Antworten werden ausschließlich in Ihrem Browser ausgewertet — keine Übertragung, keine Speicherung auf unseren Servern, kein Konto. Das Ergebnis ist eine Orientierungshilfe und keine Wahlempfehlung.

Wer tritt an?

Bürgermeisterkandidaten in Lehrte 2026

Der Gemeindewahlausschuss hat am 22. Juli 2026 genau drei Wahlvorschläge für das Bürgermeisteramt zugelassen — CDU, SPD und die Wählergemeinschaft Wir für Lehrte. Alle übrigen Parteien treten nur zur Rats- und Ortsratswahl an. Die persönlichen Seiten und die aktuellen Programme wurden gegen alle 15 Thesen geprüft. Das Programm der WfL zur Kommunalwahl 2026 liegt seit August vor und ist gegen alle Thesen geprüft; ihr Programm von 2021 wird nur als historischer, nicht gewerteter Hinweis verwendet. Ein identischer Fragebogen für alle drei wird vorbereitet.

Reihenfolge dieser Liste: Amtsinhaber zuerst, danach nach der Stärke der nominierenden Partei im Rat (Kommunalwahl 2021). Das ist eine Sortierregel und keine Wertung.

Frank Prüße

CDUZur Wahl zugelassen · Amtsinhaber · 26.08.2026: Fragebogen vollständig beantwortet

Jahrgang 1964, seit dem 1. November 2019 Bürgermeister von Lehrte und 2026 erneut von der CDU nominiert. Seine Kampagne stellt Wohnungs- und Gewerbebau, Schul- und Feuerwehrprojekte sowie die Entwicklung des ehemaligen Krankenhauses in den Mittelpunkt.

Website der Kandidatur

Michael Clement

SPDZur Wahl zugelassen

Jahrgang 1973, Betriebswirt (VWA), Ortsbürgermeister von Immensen und Verbandsvorsitzender der Volkshochschule Ostkreis Hannover. Die SPD nominierte ihn 2025; sein Zukunftsplan und das Leitbild Lehrte SMART betonen Ortsentwicklung, Ehrenamt und eine serviceorientierte Verwaltung.

Website der Kandidatur

Oliver Gels

Wir für Lehrte (WfL)Zur Wahl zugelassen

Jahrgang 1976, Kriminalbeamter bei der Polizeidirektion Hannover und Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Wir für Lehrte. Bei der Bürgermeisterwahl 2019 kam er auf 19,7 Prozent und erreichte die Stichwahl nicht. Seine Kandidatenseite nennt Wirtschaft, Sicherheit, Infrastruktur und Gesundheitsversorgung; ein angekündigtes WfL-Wahlprogramm 2026 ist noch nicht veröffentlicht.

Website der Kandidatur

Termine und Fristen

Bürgermeisterwahl in Lehrte: Termin, Wahlrecht, Briefwahl

Die folgenden Angaben gelten landesweit für die niedersächsischen Kommunalwahlen. Was örtlich gilt — Wahlraum, Briefwahlstelle, amtliche Bekanntmachungen — steht auf der amtlichen Wahlseite der Kommune.

Wahltag

13. September 2026

Sonntag, 13. September 2026, von 8 bis 18 Uhr. Gewählt werden an diesem Tag die kommunalen Vertretungen; in Lehrte zusätzlich eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister.

Stichwahl

27. September 2026

Erreicht niemand die absolute Mehrheit, folgt am 27. September 2026 eine Stichwahl.

Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält. Erreicht das niemand, findet am zweiten Sonntag danach — 27. September 2026 — eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaturen mit den höchsten Stimmenzahlen statt. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los darüber, wer daran teilnimmt.

Wer wählen darf

mindestens 16 Jahre alt

Deutsche und Staatsangehörige anderer EU-Mitgliedstaaten, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind (also spätestens am 13. September 2010 geboren), seit mindestens drei Monaten im Wahlgebiet wohnen, nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen und im Wählerverzeichnis eingetragen sind. Eine Berichtigung des Wählerverzeichnisses kann bis zum 28. August 2026 beantragt werden.

Briefwahl

11. September 2026 um 13 Uhr

Wer den Wahlraum nicht aufsuchen kann, beantragt einen Wahlschein — schriftlich oder mündlich, nicht telefonisch. Die reguläre Antragsfrist endet am 11. September 2026 um 13 Uhr. Der Wahlbrief muss spätestens am Wahltag um 18 Uhr bei der zuständigen Stelle eingegangen sein; er zählt nicht, wenn er erst danach ankommt.

Örtliche Angaben und amtliche Bekanntmachungen: Wahlen — Stadt Lehrte. Quelle der Termine und Fristen: Nds. Landeswahlleiter, Grundzüge des niedersächsischen Kommunalwahlsystems (abgerufen am 2. August 2026). Dieser Check ist nichtamtlich; verbindlich sind die Angaben der Kommune.

Einordnung

Wahl-O-Mat und Wahlhilfen — und was dieser Check ist

Für die Bürgermeisterwahl in Lehrte und die übrigen niedersächsischen Kommunalwahlen 2026 ist kein Wahl-O-Mat angekündigt. Die gemeinnützige Voto, die 2021 in mehr als 400 niedersächsischen Kommunen eine vergleichbare Wahlhilfe anbot, plant nach eigener Auskunft „aktuell“ kein flächendeckendes Angebot; bislang hätten sich nur einzelne Kommunen gemeldet. Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung beruht auf Antworten der zugelassenen Parteien auf seine Thesen und berechnet die persönliche Übereinstimmung.

Für Lehrte gibt es ein journalistisches Angebot: Die Hannoversche Allgemeine Zeitung hat den Parteien im Sommer 2026 Fragen zu einzelnen Streitthemen gestellt und die Antworten nebeneinandergestellt — etwa zum Hallenbad und zu neuen Baugebieten. Das ist ein anderes Format als ein Thesenvergleich: Es referiert Haltungen, ohne eine Übereinstimmung zu berechnen, und richtet sich an Parteien statt an die einzelnen Kandidaturen.

Der Aufbau dieses Checks orientiert sich am Wahl-O-Mat. Wie dort bewerten Sie Thesen mit „Zustimmung“, „Teils / teils“ oder „Ablehnung“, können sich bei einzelnen bewusst nicht festlegen und wichtige Thesen doppelt zählen lassen. Beim Wahl-O-Mat beantworten die Parteien die Thesen selbst. Hier bilden persönliche Belege und vorläufig gekennzeichnete Parteiprogrammpositionen die Grundlage, solange keine Selbstauskunft vorliegt. Wo die Grundlage zu dünn ist, zeigen wir keine Rangfolge.

Dieser Check ist ein nichtamtliches, kostenloses und redaktionell unabhängiges Angebot der Einfach Digital GmbH. Er ersetzt kein amtliches Angebot und gibt keine Wahlempfehlung. Wer ihn betreibt, wie die Thesen ausgewählt werden und wie gerechnet wird, steht offen auf dieser Seite. Belegte Korrekturen von Kandidaturen und Parteien übernehmen wir zügig.

KOMMUNAL, Kommunalwahlen 2026 in Niedersachsen · bpb, Wie funktioniert der Wahl-O-Mat · HAZ, Wahl-Check zum Lehrter Hallenbad, 02.08.2026 · HAZ, Wahl-Check Lehrte: neue Baugebiete und bezahlbarer Wohnraum, 05.08.2026

Überblick

Die Parteien im heutigen Rat und ihre Programme

Dieser Überblick zeigt den derzeitigen Rat mit der Sitzverteilung seit 2021 — nicht den vollständigen Stimmzettel zur Ratswahl 2026.

Parallel zur Bürgermeisterwahl wird am 13. September 2026 auch der Rat der Stadt Lehrte neu gewählt — dazu die Ortsräte, die Regionsversammlung und die Regionspräsidentschaft. Hier die belegte Haltung der Fraktionen, aufgeteilt nach denselben Themenblöcken, nach denen auch die Thesen geordnet sind; nur drei von ihnen treten auch zur Bürgermeisterwahl an.

Es erscheint nur, was örtlich belegt ist. Die Länge einer Karte zeigt deshalb, wie viel eine Partei vor Ort veröffentlicht hat — nicht ihr Gewicht im Rat und keine Bewertung durch uns. Aus Bundes- oder Landesparteiprogrammen wird nichts abgeleitet. Und die Karten beschreiben Politik für den Stadtrat: Entscheidungen der Regionsversammlung — etwa Nahverkehr, Kliniken oder Abfall — zählen bei den Thesen nicht. Wo eine Partei örtlich nichts und nur auf Regionsebene etwas veröffentlicht hat, steht das ausdrücklich an ihrer Karte.

SPD14 Sitze

Schwerpunkte

Die SPD stellt mit Michael Clement einen Bürgermeisterkandidaten. Neben dem Kommunalwahlprogramm ist seine Kampagne eine zweite Quelle; deren Aussagen sind seine und stehen bei seiner Kandidatur.

Wohnen & Bauen

Bei Bedarf sollen neue Baugebiete in allen Ortsteilen ausgewiesen werden. Für den Bau-Turbo will die Fraktion sämtliche Zustimmungen dem Verwaltungsausschuss übertragen und für jeden Beschlussvorschlag Umwelt-, Nachbarschafts- und öffentliche Belange darstellen lassen.

SPD-Kommunalwahlprogramm Lehrte 2026, S. 8 · Stadt Lehrte, Beschlussvorlage 047/2026 vom 31.03.2026 mit Änderungsantrag vom 18.06.2026

Schulen & Betreuung

Kita-Plätze sollen in Kernstadt und Ortsteilen bedarfsorientiert ausgeweitet werden.

SPD-Kommunalwahlprogramm Lehrte 2026, S. 2

Sicherheit & Feuerwehr

Der kommunale Ordnungsdienst soll besser ausgestattet und ausgebaut werden; zusätzliche Stellen nennt das Programm nicht.

SPD-Kommunalwahlprogramm Lehrte 2026, S. 5

Gesundheit, Vereine & Soziales

Die Fraktion fordert einen verbindlichen Medizin-Campus an der Manskestraße auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses.

AltkreisBlitz, 26.02.2026

Verwaltung & Ortsräte

Das Leitbild „Lehrte SMART“ will Prozesse verschlanken, Online-Dienste und E-Government ausbauen und die persönliche Erreichbarkeit erhalten.

SPD Lehrte, Lehrte SMART

Stadt Lehrte, zugelassene Wahlvorschläge, Entscheidung vom 22.07.2026, S. 1 · Stadt Lehrte, Rat der Stadt

CDU12 Sitze

Schwerpunkte

Die CDU stellt mit Frank Prüße den Amtsinhaber und führt ein eigenes Kommunalwahlprogramm 2026. Es nennt daneben Schulen und die Entwicklung des ehemaligen Krankenhausgeländes als Schwerpunkte.

Haushalt & Finanzen

Neue Gewerbeflächen sollen erschlossen und bestehende Standorte weiterentwickelt werden — das Programm führt das als Einnahmenweg.

CDU-Kommunalwahlprogramm Lehrte 2026, S. 6

Wohnen & Bauen

Neue Wohngebiete sollen in Kernstadt und Ortschaften ausgewiesen werden.

CDU-Kommunalwahlprogramm Lehrte 2026, S. 5

Sicherheit & Feuerwehr

Der städtische Ordnungsdienst soll personell gestärkt werden, auch für Abend- und Wochenenddienste; die Feuerwehr nennt das Programm als eigenen Schwerpunkt.

CDU-Kommunalwahlprogramm Lehrte 2026, S. 3

Verwaltung & Ortsräte

Verwaltungsvorgänge sollen vereinfacht und digitalisiert werden; konkrete zusätzliche Online-Leistungen nennt das Programm nicht.

CDU-Kommunalwahlprogramm Lehrte 2026, Abschnitt Verwaltung

Stadt Lehrte, zugelassene Wahlvorschläge, Entscheidung vom 22.07.2026, S. 1 · Stadt Lehrte, Rat der Stadt

Bündnis 90/Die Grünen6 Sitze

Schwerpunkte

Die Partei wird als Ratsfraktion ausgewiesen. Ein örtliches Kommunalwahlprogramm ist im inventarisierten Quellenkorpus nicht belegt; aus ihrem Kurs wird in diesem Kandidaten-Check keine Position einer Kandidatur abgeleitet.

Stadt Lehrte, Rat der Stadt · Stadt Lehrte, Wahlen

Wir für Lehrte (WfL)2 Sitze

Schwerpunkte

Die Wählergemeinschaft tritt mit Oliver Gels zur Bürgermeisterwahl an. Ihr Programm zur Kommunalwahl 2026 liegt seit August vor: Es fordert unter anderem, neue Gewerbeflächen für kleine und mittelständische Betriebe auszuweisen und Grundstücke nicht mehr an auswärtige Großunternehmen zu vergeben, den städtischen Ordnungsdienst personell aufzustocken, günstigere ÖPNV-Tarife und eine Neuplanung der beiden städtischen Bäder. Belegt sind zusätzlich seine Kampagnenseite — deren Aussagen bei seiner Kandidatur stehen — und das Programm von 2021, das nur historisch eingeordnet wird.

Kampagnenseite Oliver Gels · WfL-Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 (PDF) · WfL-Wahlprogramm 2021 · Stadt Lehrte, zugelassene Wahlvorschläge, Entscheidung vom 22.07.2026, S. 1 · Stadt Lehrte, Rat der Stadt

AfD2 Sitze

Schwerpunkte

Die Partei wird als Ratsfraktion ausgewiesen. Ein örtliches Kommunalwahlprogramm ist im inventarisierten Quellenkorpus nicht belegt; aus ihrem Kurs wird in diesem Kandidaten-Check keine Position einer Kandidatur abgeleitet.

Stadt Lehrte, Rat der Stadt · Stadt Lehrte, Wahlen

FDP2 Sitze

Schwerpunkte

Die Partei wird als Ratsfraktion ausgewiesen. Ein örtliches Kommunalwahlprogramm ist im inventarisierten Quellenkorpus nicht belegt; aus ihrem Kurs wird in diesem Kandidaten-Check keine Position einer Kandidatur abgeleitet.

Stadt Lehrte, Rat der Stadt · Stadt Lehrte, Wahlen

Die Linke1 Sitze

Schwerpunkte

Die Partei wird als Ratsfraktion ausgewiesen. Ein örtliches Kommunalwahlprogramm ist im inventarisierten Quellenkorpus nicht belegt; aus ihrem Kurs wird in diesem Kandidaten-Check keine Position einer Kandidatur abgeleitet.

Stadt Lehrte, Rat der Stadt · Stadt Lehrte, Wahlen

Die PARTEI1 Sitze

Schwerpunkte

Die Partei wird als Ratsfraktion ausgewiesen. Ein örtliches Kommunalwahlprogramm ist im inventarisierten Quellenkorpus nicht belegt; aus ihrem Kurs wird in diesem Kandidaten-Check keine Position einer Kandidatur abgeleitet.

Stadt Lehrte, Rat der Stadt · Stadt Lehrte, Wahlen

Worüber verglichen wird

Die 15 Thesen zur Bürgermeisterwahl in Lehrte

Alle Thesen dieses Checks mit Hintergrund und Quellen — auch ohne den Fragebogen durchzuklicken. Jede Frage hat eine eigene Seite mit allen dokumentierten Positionen, Begründungen und Belegen; wie viele Kandidaturen dort belegt sind, steht jeweils dabei.

Haushalt & Finanzen2 Thesen

Neue Gewerbeflächen ausweisen

Lehrte soll neue Gewerbeflächen ausweisen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll neue Gewerbeflächen ausweisen, damit Betriebe sich ansiedeln oder erweitern können.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll auf neue Gewerbeflächen verzichten und sich auf die Revitalisierung bestehender Gewerbegebiete konzentrieren.

Hintergrund & Quellen5 Quellen

Wie groß der Bedarf ist, hat die Stadt zweimal erhoben. 2021 erwarteten 29 Prozent von 214 antwortenden Unternehmen steigenden Flächenbedarf; zwei Drittel von ihnen konnten am eigenen Standort nicht erweitern. 2025 gaben 13 Prozent von 171 Unternehmen an, am Standort erweitern zu wollen, dort aber keinen Platz zu haben.

Die Stadtverwaltung hält die Revitalisierung bestehender Gewerbegebiete langfristig für vorrangig, sieht neue Gebiete wegen fehlender kurzfristig verfügbarer Flächen aber ebenfalls als notwendig an.

Die Gewerbeflächenentwicklung stand am 1. Juli 2026 auf der Tagesordnung des Rates; ein Ergebnis ist im Ratsinformationssystem nicht veröffentlicht. Die Stadt Lehrte hat am 13. August 2026 auf Anfrage mitgeteilt, dass zu der Vorlage bislang kein Beschluss gefasst worden ist: Der Ausschuss für Haushalt, Wirtschaft, Liegenschaften und Feuerschutz berät sie am 24. August 2026 erneut, der Rat entscheidet voraussichtlich am 30. September 2026. Die Wahl am 13. September 2026 liegt zwischen beiden Terminen.

Neue Flächen erweitern das Angebot für Betriebe, beanspruchen jedoch Freiflächen und erfordern neue Erschließung.

Belegte Positionen von 3 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Sparen statt höhere Abgaben

Lehrte soll Haushaltslücken eher durch Kürzungen bei freiwilligen Leistungen als durch höhere Steuern und Gebühren schließen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll freiwillige Leistungen kürzen, um Steuer- und Gebührenerhöhungen zu vermeiden.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll freiwillige Leistungen erhalten und die Lücke eher über höhere Steuern und Gebühren schließen.

Hintergrund & Quellen6 Quellen

Der genehmigte Doppelhaushalt 2026/2027 weist für beide Jahre Fehlbeträge aus. Die Kommunalaufsicht empfiehlt deshalb ausdrücklich, sich zeitnah mit Maßnahmen der Haushaltssicherung zu befassen, und nennt dafür Realsteuerhebesätze, Erträge und Aufwendungen als Stellschrauben. Welche davon vorrangig bewegt werden soll, entscheidet sie nicht.

Das Berichtswesen zum 31. März 2026 verschärft die Lage: Die Stadt erwartet für 2026 aus Steuern und allgemeinen Zuweisungen rund 88,8 statt der veranschlagten 92,3 Millionen Euro, allein bei der Gewerbesteuer rund 3,05 Millionen Euro weniger. Die Liquidität lag zum 31. März 2026 bei 373.240 Euro, nachrichtlich zum 30. April 2026 bei minus 7,2 Millionen Euro; im Januar und im April waren Liquiditätskredite nötig. Im selben Haushaltsjahr wurden bereits Investitionskredite über 21,1 Millionen Euro aufgenommen. Das Berichtswesen zum 30. Juni 2026 weist zum Stichtag 31. Juli 2026 einen Liquiditätskredit von 20,787 Millionen Euro aus. Die Verwaltung schreibt dort, die Fortführung bestehender freiwilliger Leistungen müsse „einer konsequenten, kritischen Prüfung unterzogen werden“, und hält mittelfristig ein Haushaltssicherungskonzept für „unumgänglich“.

Am 29. August 2026 hat die Verwaltung einen Nachtragshaushalt vorgelegt. Er weist für 2026 ein Defizit von 28,23 Millionen Euro aus — 1,12 Millionen mehr als bisher geplant — und für 2027 weitere 18,87 Millionen; zusammen 47,1 Millionen Euro. Die Rücklage wäre danach Ende 2027 bis auf 223.222 Euro aufgebraucht. Die Steuersätze sollen nach diesem Entwurf unverändert bleiben, und weil die Rücklage den Fehlbetrag noch deckt, gilt der Haushalt rechtlich als ausgeglichen — ein Haushaltssicherungskonzept, das die Stadt zu konkreten Sparmaßnahmen verpflichten würde, ist deshalb derzeit nicht vorgeschrieben. Getrieben wird die Verschlechterung von einer Pflichtaufgabe: Für die Jugendhilfe sollen 2026 weitere zwei Millionen Euro bereitgestellt werden, nachdem der Ansatz gegenüber 2025 bereits von 11,94 auf 14,75 Millionen Euro angehoben worden war; 2024 waren 2,47 Millionen nachzuschießen, 2025 rund 4,59 Millionen. Auf die Höhe solcher Ausgaben hat die Stadt nur begrenzten Einfluss. Entschieden ist der Nachtrag nicht: Der Rat berät ihn am 30. September 2026 und damit nach der Wahl.

Freiwillige Leistungen sind der Teil der Aufwendungen, über den eine Kommune frei entscheidet — eine der genannten Stellschrauben, aber nicht die einzige. Dazu zählen üblicherweise Sport- und Vereinsförderung, Kultur, Volkshochschule und Musikschule, Bibliothek und Jugendarbeit. Welche davon in Lehrte zur Disposition stünden, ist nicht veröffentlicht.

Belegte Positionen von 1 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Verkehr & Mobilität2 Thesen

Zusätzliche Fahrradstraßen

Lehrte soll zusätzliche Fahrradstraßen in der Kernstadt einrichten.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll zusätzliche Fahrradstraßen einrichten und dem Radverkehr dort Vorrang geben.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll die bisherige Verkehrsführung beibehalten, um Zufahrt und gemischte Nutzung nicht einzuschränken.

Hintergrund & Quellen7 Quellen

Der Rat hat am 21. Juli 2021 einstimmig den Verkehrsentwicklungsplan beschlossen und darin den Ausbau des Radverkehrsnetzes als Starterprojekt festgelegt; der Plan schlägt für die Feldstraße ausdrücklich eine Fahrradstraße vor. Die Stadt plant sie unter anderem dort und nördlich der Ahltener Straße. Für die Feldstraße läuft nach Darstellung der Stadt die Detailplanung. Fördermittel für den ersten Abschnitt sind beantragt, und ein Dialog mit Anliegern hat stattgefunden; die HAZ berichtete darüber am 1. Juli 2026. Im Investitionsprogramm stehen für die Maßnahme „Straßensanierung Feldstraße“ je 500.000 Euro in den Jahren 2026, 2027 und 2028, denen jeweils 200.000 Euro erwartete Einzahlungen gegenüberstehen. Das Berichtswesen zum 31. März 2026 nennt zu dieser Maßnahme eine Bürgerbeteiligung im Juni, eine Vergabe Ende 2026 oder Anfang 2027 und einen Baubeginn 2027.

Am 31. August 2026 hat die Stadt ihr Radverkehrskonzept fertiggestellt: Rund 180 Kilometer Wegenetz sind untersucht und mit knapp 200 Einzelmaßnahmen samt Prioritäten hinterlegt. Die Feldstraße ist darin die erste Schlüsselmaßnahme — in zwei Abschnitten, der erste bis Herbst 2027, vollständig bis 2028 —, die Veloroute nach Hannover-Anderten die zweite. Die verbindliche Reihenfolge der Maßnahmen soll erst bis 2027 konkretisiert und vom Rat beschlossen werden; das Konzept durchläuft derzeit die Ortsräte zur Vorstellung. Die Entscheidung darüber, welche Straßen tatsächlich umgebaut werden, fällt damit in der kommenden Wahlperiode.

Dort hätte der Radverkehr Vorrang; Auto- und Buslinienverkehr blieben zugelassen. Für Fahrradstraße und Veloroute könnten rund 115 Parkplätze wegfallen — die Stadt verweist auf rund 1160 öffentliche Stellplätze im Quartier und sieht keinen Parkdruck, Anliegerinnen und die Kirchengemeinde St. Bernward widersprechen.

Belegte Positionen von 1 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Einbahnstraße Bahnhofstraße umsetzen

Lehrte soll die im Masterplan vorgesehene Einbahnstraße in der Bahnhofstraße in der kommenden Wahlperiode umsetzen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll die Einbahnregelung in der Bahnhofstraße in der kommenden Wahlperiode anordnen und den frei werdenden Raum neu verteilen.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll die Einbahnregelung zurückstellen und den Zweirichtungsverkehr in der Bahnhofstraße vorerst beibehalten.

Hintergrund & Quellen4 Quellen

Der Rat hat am 1. Juli 2026 einstimmig den Masterplan für den Bereich zwischen Bahnhof, Rathaus und Sedanplatz als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen. Die Einbahnregelung in der Bahnhofstraße ist Teil seines Verkehrs- und Erschließungskonzepts: Sie soll den Verkehr übersichtlicher machen, breitere Gehwege ermöglichen und Kurzzeitstellplätze ausschließlich linksseitig anordnen.

Ein Konzeptbeschluss ist noch keine verkehrsrechtliche Anordnung. Die Vorlage bezeichnet den Masterplan ausdrücklich als langfristiges Ziel und als Grundlage für weitere Entscheidungen; Reihenfolge, Finanzierung und Voraussetzungen der Einzelmaßnahmen sind offen.

Bei der öffentlichen Vorstellung des Plans hieß es von der Stadt, die Ausführung werde Jahre dauern und sei ohne Investoren nicht zu leisten. Das Gelände an der Bahnhofstraße gehört zudem noch der Bahn; dort liegen genutzte Kabel, für deren Verlegung eine Lösung gefunden werden müsste.

Belegte Positionen von 1 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Wohnen & Bauen2 Thesen

Wohnungsbau ohne Bebauungsplan

Lehrte soll den Bau-Turbo nutzen und neue Wohnungen auch ohne förmliches Bebauungsplanverfahren genehmigen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll die Bau-Turbo-Ausnahmen nutzen und neue Wohnungen auch ohne förmliches Bebauungsplanverfahren genehmigen, damit Baurecht schneller entsteht.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll die Bau-Turbo-Ausnahmen nicht nutzen und die städtebauliche Steuerung über reguläre Bebauungsplanverfahren sichern.

Hintergrund & Quellen5 Quellen

Der sogenannte Bau-Turbo ist § 246e Baugesetzbuch. Er erlaubt Kommunen befristet bis zum 31. Dezember 2030, Wohnungsbau mit ihrer Zustimmung auch ohne Bebauungsplan zuzulassen — im unbeplanten Innenbereich und im Außenbereich. Die Zustimmung der Gemeinde nach § 36a BauGB ist dabei zwingend. Erfolgt sie nicht binnen drei Monaten, gilt sie als erteilt.

Die Verwaltung schlug am 31. März 2026 vor, diese Zustimmung an die Verwaltung zu delegieren und Vorhaben mit mehr als vier Wohneinheiten sowie städtebaulich bedeutsame Vorhaben dem Rat vorzulegen. Die SPD-Fraktion und die Gruppe Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke beantragten am 18. Juni 2026, die Zustimmung stattdessen dem Verwaltungsausschuss zu übertragen und in jedem Beschlussvorschlag Umweltauswirkungen, nachbarliche Interessen und öffentliche Belange darzustellen.

Beide Anträge standen am 1. Juli 2026 auf der Tagesordnung des Rates; ein Ergebnis ist im Ratsinformationssystem nicht veröffentlicht. Die Stadt Lehrte hat am 13. August 2026 auf Anfrage mitgeteilt, dass zu der Vorlage bislang kein Beschluss gefasst worden ist: Der Bau- und Verkehrsplanungsausschuss berät sie am 7. September 2026 erneut, der Rat entscheidet voraussichtlich am 30. September 2026. Die Wahl am 13. September 2026 liegt zwischen beiden Terminen.

Ohne Bebauungsplan entfallen Aufstellungsverfahren und förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung. Das Umweltrecht gilt weiter.

Belegte Positionen von 2 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Neue Wohngebiete außerhalb der Kernstadt

Lehrte soll neue Wohngebiete außerhalb der Kernstadt ausweisen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll außerhalb der Kernstadt neue Wohngebiete ausweisen und dort zusätzliches Bauland schaffen.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll dort auf neue Wohngebiete verzichten und den Wohnungsbau auf vorhandene Siedlungsflächen konzentrieren.

Hintergrund & Quellen7 Quellen

Für die kommende Wahlperiode wird die Ausweisung neuer Wohngebiete auch außerhalb der Kernstadt vorgeschlagen.

Wie voraussetzungsvoll das sein kann, zeigt ein Fall aus Hämelerwald: Für 0,89 Hektar westlich der Eichenwaldstraße waren vier zweigeschossige Mehrfamilienhäuser mit etwa 15 bis 18 Wohneinheiten vorgesehen. Den Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplans lehnte der Rat am 11. März 2026 einstimmig ab — unter anderem, weil die dortige Kläranlage hydraulisch überlastet ist und rund 5,5 Kilometer Mischwasserkanal als dringend sanierungsbedürftig gelten.

Anderswo ist der Rat den umgekehrten Weg gegangen: Für das rund 3,2 Hektar große Baugebiet „Am Ortfelde“ am Ortsausgang von Steinwedel hat er den Bebauungsplan im April 2025 einstimmig als Satzung beschlossen; die ersten Grundstücke sollen 2026 vermarktet werden, fossile Brennstoffe sind dort ausgeschlossen.

Bezahlbarer Wohnraum entsteht daneben vor allem im Bestand: Die Lehrter Wohnungsbau GmbH — eine mehr als 80-prozentige Tochter der Stadt und größter Vermieter im Stadtgebiet — verwaltet rund 1.230 Wohnungen, errichtet ab Spätsommer 2026 auf einem früheren Kleingartengelände an der Manskestraße 97 geförderte Wohnungen und hat weitere 210 für die kommenden fünf Jahre angekündigt.

Eine solche Ausweisung schafft Bauland außerhalb der Kernstadt, nimmt aber Freiflächen in Anspruch und erzeugt zusätzlichen Erschließungsbedarf.

Belegte Positionen von 3 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Schulen & Betreuung2 Thesen

Beschlossene Kita-Gruppen bauen

Lehrte soll die 2024 beschlossenen zusätzlichen Kita-Gruppen bauen, obwohl die Krippenanmeldungen zurückgehen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll die beschlossenen Gruppen an allen drei Standorten bauen und die dauerhaften Personal- und Betriebskosten übernehmen.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll den Ausbau angesichts der zurückgehenden Anmeldungen zurückstellen und das vorhandene Angebot an den Bedarf anpassen.

Hintergrund & Quellen5 Quellen

Der Rat hat am 30. Oktober 2024 einstimmig beschlossen, weitere Plätze in Kindertageseinrichtungen zu schaffen — nach der Empfehlung der Bedarfsplanung 2024/2025: zwei Krippengruppen in Ahlten, zwei weitere gemeinsam für Aligse, Kolshorn und Röddensen sowie zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen in Immensen. Alle drei Standorte liegen außerhalb der Kernstadt.

Gebaut ist bisher keine davon. Der Vorbericht zum Doppelhaushalt 2026/2027 führt den Bedarf von sechs Krippen- und zwei Kindergartengruppen unverändert fort.

Die Anmeldelage hat sich seither gedreht. Für das Betreuungsjahr 2026/2027 gingen 277 Neuanmeldungen für die Krippe und 637 für den Kindergarten ein. Bei den Krippen übersteigt das Angebot die Nachfrage: Elf Plätze bleiben frei, und zum 31. Juli 2026 wurde eine Krippengruppe an der Kindertagesstätte Sievershausen geschlossen. Die Stadt nennt geburtenschwache Jahrgänge als Grund und verweist darauf, dass andere Kommunen denselben Trend sehen. Eng wird es nur im Kindergartenbereich, und dort vor allem in der Kernstadt. Insgesamt hält Lehrte 1.480 Kindergarten-, 495 Krippenplätze und 93 Plätze in der Kindertagespflege vor.

Die Bevölkerungsprognose der Stadt vom 2. April 2024 zeigt in die andere Richtung: Sie erwartet für Kinder von einem bis unter drei Jahren einen Anstieg von 825 im Jahr 2024/2025 auf 971 im Jahr 2026/2027, begründet mit dem Ausbau neuer Wohngebiete.

Zwei der drei beschlossenen Standorte haben bis heute kein Grundstück. Die Verwaltung berichtete dem Jugendhilfeausschuss am 16. März 2026, für Ahlten und Aligse, Kolshorn und Röddensen sei die Standortsuche bereits nach der Bedarfsplanung 2020/2021 erfolglos geblieben; zugleich sei das Anmeldeverhalten dort in den vergangenen Jahren spürbar zurückgegangen. Für Immensen werde an der Ausgestaltung gearbeitet. Die nächste Fortschreibung der Bedarfsplanung kündigt die Verwaltung erst für Mitte 2027 an — also nach der Wahl.

Belegte Positionen von 1 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Neues Gymnasium beauftragen

Lehrte soll den geplanten Neubau des Gymnasiums beauftragen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll den Auftrag für das geplante neue Gymnasium vergeben und am Projekt festhalten.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll das Projekt verschieben oder überarbeiten, um den Haushalt und andere Investitionen zu entlasten.

Hintergrund & Quellen5 Quellen

Das neue Gymnasium ist als Teil des Schulzentrums Lehrte-Mitte ausgeschrieben, die Vergabe fällt damit voraussichtlich in die kommende Wahlperiode. Das Berichtswesen zum 31. März 2026 führt die Gesamtmaßnahme mit 80,09 Millionen Euro und nennt als Zeitpunkt des Vertragsabschlusses voraussichtlich Januar 2027; die Erstangebote lagen seit dem 21. April 2026 vor.

Fertig wäre der Neubau nach Darstellung der Stadt nicht vor 2030.

Zur Einordnung: Das benachbarte Schulzentrum Lehrte-Süd für IGS und Realschule mit 1.800 Schülerinnen und Schülern hat rund 100 Millionen Euro gekostet und ist im August 2026 in Betrieb gegangen. Es wurde wie das Gymnasium in einem ÖPP-Verfahren vergeben; das Generalunternehmen übernimmt dort für zwanzig Jahre Instandhaltung und Gebäudemanagement, wofür die Stadt jährlich rund eine Million Euro zahlt.

Mit der Vergabe legt sich Lehrte auf das Neubauprojekt fest; eine Verschiebung oder Überarbeitung ließe Mittel für andere Investitionen verfügbar.

Belegte Positionen von 1 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Sicherheit & Feuerwehr2 Thesen

Ordnungsdienst aufstocken

Der städtische Ordnungsdienst soll personell aufgestockt werden.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll zusätzliche Kräfte für mehr Präsenz des Ordnungsdienstes einstellen.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll mit dem vorhandenen Personal arbeiten und zusätzliche dauerhafte Stellen vermeiden.

Hintergrund & Quellen3 Quellen

Die Verwaltung wollte den Ordnungsdienst 2026 mit geringfügig Beschäftigten für die frühen Abendstunden, Wochenenden und Veranstaltungen verstärken; zur Pilotierung war eine Stelle der Entgeltgruppe 6 mit jährlich 64.100 Euro vorgesehen. Der Verwaltungsausschuss lehnte die Aufnahme dieser Stellen in den Stellenplan ab, und der Rat beschloss die Stellenpläne 2026 und 2027 am 11. März 2026 einstimmig in der Fassung dieser Empfehlung. Über den Stellenplan 2028 ist damit nicht entschieden.

Mehr Kräfte ermöglichen längere Präsenzzeiten, erhöhen aber die laufenden Personalkosten.

Belegte Positionen von 2 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Neues Feuerwehrhaus Immensen

Lehrte soll in Immensen ein neues Feuerwehrhaus bauen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll in Immensen ein neues Feuerwehrhaus für die Ortsfeuerwehr bauen.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll den Neubau in Immensen zurückstellen.

Hintergrund & Quellen6 Quellen

Für ein neues Feuerwehrhaus in Immensen läuft das Bauleitplanverfahren: Der Bebauungsplan 05/19A ist aufgestellt, die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung beschlossen. Am 6. Mai 2026 hat der Rat zudem einstimmig den Feuerwehrbedarfsplan 2025 zustimmend zur Kenntnis genommen und die Schutzziele der Freiwilligen Feuerwehr festgesetzt. Das Investitionsprogramm des Doppelhaushalts weist für das Feuerwehrhaus 3,5 Millionen Euro und für seine Ausstattung 95.000 Euro aus, beides im Jahr 2027. Der Bauauftrag und die Ausführung stehen aus.

Immensen steht dabei nicht allein und nicht vorn: In Steinwedel hat der Bau im Mai 2026 als Pilot in Modulbauweise begonnen, Arpke hat nach Angaben der Verwaltung einen Vorsprung, und der Bürgermeister vermutet für Immensen eine Fertigstellung erst 2028. Für Sievershausen und Ahlten werden noch Standorte gesucht.

Der Neubau soll die örtliche Feuerwehr unterbringen. Er konkurriert im Haushalt mit anderen Feuerwehrstandorten und Bauprojekten — und dieser Wettbewerb hat sich gerade verschärft: Nach einer aktuellen Kostenschätzung verteuert sich das geplante Feuerwehrhaus in Arpke um 2,53 auf 6,33 Millionen Euro; der Mehrbetrag soll 2027 bereitstehen, in demselben Jahr, für das das Investitionsprogramm die 3,5 Millionen Euro für Immensen ausweist. Die Kreditermächtigung für Investitionen steigt entsprechend auf 73,25 Millionen Euro. Der Nachtragshaushalt, der das vorsieht, ist ein Verwaltungsentwurf; der Rat entscheidet darüber voraussichtlich am 30. September 2026 und damit nach der Wahl.

Belegte Positionen von 2 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Gesundheit, Vereine & Soziales2 Thesen

Neues Hallenbad statt Sanierung

Lehrte soll ein neues Hallenbad bauen statt das bestehende zu sanieren.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll ein neues Hallenbad bauen, um das Schwimmangebot langfristig zu sichern.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll den Neubau zurückstellen und stattdessen eine Sanierung des Bestands prüfen lassen.

Hintergrund & Quellen9 Quellen

Das 1975 eröffnete Hallenbad ist stark sanierungsbedürftig. Ein Planer stellte 2025 sieben Neubauvarianten vor — von einem Mindeststandard für rund 23 Millionen Euro bis zu 36,5 Millionen Euro für die umfangreichste. Im Dezember 2025 einigte sich die Kommunalpolitik auf die Ausstattung: ein 25-Meter-Becken mit Hubboden, ein Springerbecken, ein Becken für Wassergymnastik und Therapie sowie ein Eltern-Kind-Bereich mit Rutsche. Auf „Luxus“ solle mit Blick auf die Finanzlage weitgehend verzichtet werden. Alle sieben Varianten sind Neubauten; eine bezifferte Sanierung des Bestands enthalten die hier ausgewerteten Unterlagen nicht.

Am 3. Dezember 2025 beschloss der Rat einstimmig, einen Ersatzneubau für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ einzureichen — das ist eine Bewerbung um Fördergeld, kein Baubeschluss. Im Sport- und Freizeitausschuss am 23. April 2026 wurde ergänzend ein Fördertopf für Schwimmbäder über 250 Millionen Euro genannt. Ein Antrag dafür ist laut Protokoll per E-Mail möglich, weil das Vorhaben beim ersten Förderprogramm bereits angemeldet wurde.

Der Vorbericht zum Doppelhaushalt 2026/2027 führt für 2026 einen Investitionszuschuss an die städtische Lehrter Bädergesellschaft mbH auf — ausdrücklich für Planungsleistungen zum Ersatzbau des Schwimmbades, nicht für den Bau selbst. Bis zum 31. März 2026 war von diesen Mitteln kein Euro abgeflossen; das Berichtswesen begründet das damit, dass das Förderprogramm noch nicht abgeschlossen und deshalb auch das Raumprogramm des Bades noch nicht geklärt sei. Die Bewerbung ist gescheitert: Lehrte hatte zwei Vorhaben eingereicht, gefördert wurde im April 2026 allein die Sportanlage in Ahlten. Für das Hallenbad gab es kein Geld; die Stadt setzt seither auf ein angekündigtes Extra-Förderprogramm für Schwimmbäder. Zeitplan und Finanzierung sind damit offen. Ein Freibad in der heutigen Form — als eigenes Bad neben der Halle — war in keiner der sieben Varianten mehr vorgesehen; die teuerste sah stattdessen ein aus der Halle erreichbares Ganzjahres-Außenbecken vor.

Belegte Positionen von 2 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Vereinen bei Anträgen helfen

Die Stadtverwaltung soll Vereine aktiv bei Anträgen unterstützen.

Zustimmung bedeutet: Die Verwaltung soll Vereine aktiv beim Ausfüllen und Einreichen ihrer Anträge unterstützen.

Ablehnung bedeutet: Vereine sollen für ihre Anträge selbst verantwortlich bleiben, damit Verwaltungszeit für Pflichtaufgaben verfügbar bleibt.

Hintergrund & Quellen4 Quellen

Lehrte hat bereits eine Ehrenamtskoordination; zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung Lehrter Vereine und Organisationen bei deren Projekten. Der Doppelhaushalt weist dafür jährlich 5.000 Euro besondere Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen aus. Bei den Kleinstprojekten der Dorfentwicklung reicht ein Verein zunächst einen formlosen Antrag bei der Stadt ein; nach einem positiven Votum der Lenkungsgruppe stellt die Stadt den eigentlichen Förderantrag beim Amt für regionale Landesentwicklung.

Es gibt den Vorschlag, Vereine durch Beschäftigte der Stadt bei erforderlichen Anträgen zu unterstützen.

Das kann ehrenamtliche Arbeit entlasten, bindet aber Arbeitszeit in der Verwaltung.

Belegte Positionen von 2 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Verwaltung & Ortsräte2 Thesen

Mehr Leistungen online

Lehrte soll mehr Verwaltungsleistungen online anbieten.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll mehr Verwaltungsleistungen online anbieten und dafür in Technik und Organisation investieren.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll persönliche Erreichbarkeit und Kernaufgaben vor weiteren Online-Angeboten priorisieren.

Hintergrund & Quellen2 Quellen

Ein städtisches Serviceportal besteht bereits und bündelt die vorhandenen Online-Dienste. Das Leitbild „Lehrte SMART“ der SPD Lehrte beschreibt dazu einen Zielzustand aus verschlankten Prozessen, Online-Diensten und erhaltener persönlicher Erreichbarkeit, ohne zusätzliche online angebotene Leistungen zu benennen.

Digitale Verfahren sparen Wege, erfordern aber Investitionen und zugängliche Alternativen.

Belegte Positionen von 1 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Mehr eigenes Budget für Ortsräte

Die Ortsräte sollen mehr eigenes Budget bekommen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll die eigenen Budgets der Ortsräte erhöhen und damit finanzielle Entscheidungen in die Ortschaften verlagern.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll die Budgets belassen und zusätzliche Mittel zentral nach einheitlichen Maßstäben verteilen.

Hintergrund & Quellen2 Quellen

Ortsratsmittel gibt es in Lehrte bereits. Der Doppelhaushalt weist für 2026 insgesamt 66.900 Euro aus; davon entfallen 30.000 Euro auf die Kernstadt, die keinen Ortsrat hat, und zusammen 36.900 Euro auf die sieben Ortsräte — von 3.125 Euro in Steinwedel bis 8.757 Euro in Ahlten, berechnet nach der Einwohnerzahl zum 30. September 2025. Daneben stehen insgesamt 8.800 Euro für besondere Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen und 14.000 Euro für die Verschönerung des Ortsbildes. Es gibt den Vorschlag, diese Budgets kurzfristig auszuweiten.

Ein größeres eigenes Budget verlagert Entscheidungen in die Ortschaften. Bei unverändertem Gesamtbudget stehen die zusätzlich zugewiesenen Mittel dann nicht mehr für eine zentrale Verteilung zur Verfügung.

Belegte Positionen von 2 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Migration & Integration1 These

Dezentrale Unterbringung

Lehrte soll Geflüchtete vorrangig in einzelnen Wohnungen statt in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen.

Zustimmung bedeutet: Lehrte soll vorrangig einzelne Wohnungen nutzen und die Unterbringung über das Stadtgebiet verteilen.

Ablehnung bedeutet: Lehrte soll vorrangig Gemeinschaftsunterkünfte nutzen, um Betreuung und Betrieb an Standorten zu bündeln.

Hintergrund & Quellen6 Quellen

Lehrte hat beide Formen genutzt: Städtische Immobilien wurden hergerichtet und Wohnungen angemietet. 2023 ermächtigte der Rat den Bürgermeister, in Ahlten ein Gebäude von der Lehrter Wohnungsbau GmbH anzumieten, das diese zu sechs Wohnungen ausbauen wollte — Platz für sechs Familien. 2024 plante die Stadt an der Nordstraße eine Gemeinschaftsunterkunft für rund 30 Menschen.

Für deren Modulbauten an der Nordstraße hat der Rat am 1. Juli 2026 einstimmig zusätzliche 200.000 Euro bewilligt, unter anderem für Heiz- und Sanitäranlagenarbeiten. Gedeckt werden sie vollständig aus Mitteln für die Schultoilettensanierung an der Grundschule An der Masch, die dort 2026 nicht benötigt werden, weil die Sanierung im Rahmen eines Anbaus erfolgen soll. Der Bezug ist für September 2026 vorgesehen.

Zum Stichtag 22. April 2026 waren 438 Personen untergebracht: 282 in angemieteten Wohnungen, 127 in städtischen Immobilien und 29 in Gemeinschaftsunterkünften; darunter 154 Kinder.

Offen bleibt, welche Form in der kommenden Wahlperiode Vorrang haben soll.

Belegte Positionen von 1 der 3 Kandidaturen. Positionen und Quellen ansehen

Geprüft und nicht aufgenommen

Weitere Streitfragen in Lehrte — und warum sie keine These wurden

Diese Themen haben wir geprüft und nicht in den Vergleich aufgenommen — sie fließen in kein Ergebnis ein. Der Grund steht als Stichwort über jeder Karte und ausführlich in ihrem ersten Satz; die Quellen dahinter können Sie einzeln nachlesen. Es ist eine Auswahl der Fälle, bei denen die Begründung selbst eine Auskunft ist — keine vollständige Liste aller geprüften Themen.

geprüft am nicht die Stadt zuständig

Windenergie: Über die Flächen entscheidet die Region, nicht die Stadt

Wo in Lehrte Windräder stehen dürfen, entscheidet seit August 2025 die Region Hannover und nicht mehr die Stadt — und für die Gegenposition, das eigene Verfahren trotzdem fortzuführen, liegt uns kein Beleg vor. Deshalb ist daraus keine These geworden.

Hintergrund und Quellen

Der Rat der Stadt Lehrte hatte am 6. Mai 2020 beschlossen, einen Sachlichen Teilflächennutzungsplan Windenergie aufzustellen. Er sollte die Windenergienutzung im Stadtgebiet auf Konzentrationsflächen lenken und die Höhenbeschränkung von 100 Metern aufheben. Inzwischen hat die Region Hannover mit der 5. Änderung ihres Regionalen Raumordnungsprogramms — rechtskräftig seit dem 14. August 2025 — im Lehrter Stadtgebiet fünf Vorranggebiete für Windenergie mit zusammen rund 365 Hektar festgelegt. Die Verwaltung hält die eigene Planung deshalb für städtebaulich nicht mehr erforderlich und schlägt vor, den Aufstellungsbeschluss aufzuheben; die Vorlage 097/2026 vom 22. Juli 2026 durchläuft seit dem 13. August 2026 die Ortsräte und steht am 25. August 2026 im Ausschuss für Grünplanung, Umwelt- und Klimaschutz. Die nächste Sitzung des Rates ist der 30. September 2026, also nach der Wahl.

Stadt Lehrte, Beschlussvorlage 097/2026 vom 22.07.2026 — Sachlicher Teilflächennutzungsplan Windenergie, Aufhebungsbeschluss · RIS Lehrte, Ausschuss für Grünplanung, Umwelt- und Klimaschutz am 25.08.2026, Tagesordnung

geprüft am nicht die Stadt zuständig

Krankenhausgelände: Ab September entscheidet eine private Eigentümerin

Was auf dem Gelände des früheren Krankenhauses entsteht, entscheidet ab dem 1. September 2026 eine private Eigentümerin und nicht der Rat der Stadt. Deshalb ist daraus keine These geworden.

Hintergrund und Quellen

Das Lehrter Krankenhaus ist geschlossen; an seiner Stelle betreibt das Klinikum Region Hannover seit dem 1. Juli 2026 ein Regionales Gesundheitszentrum mit ambulanter Versorgung und Übernachtungsstation. Das rund 30.000 Quadratmeter große Gelände an der Manskestraße geht zum 1. September 2026 an die Hahne Holding GmbH aus Garbsen über, die sich in einem Bieterverfahren von Oktober 2025 bis Februar 2026 durchgesetzt hat; das Klinikum bleibt Mieter. Auf dem Areal — Krankenhausgebäude, früheres Schwesternwohnheim und Technikgebäude — sollen Angebote für Pflege, betreutes Wohnen und ambulante Versorgung entstehen, durch Sanierung des Bestands und einen Neubau. Im Raum steht eine Investitionssumme im dreistelligen Millionenbereich. Ihr Konzept stellt die Gruppe am 19. August 2026 erstmals öffentlich im Ausschuss für Soziales, Gleichstellung und Integration vor.

HAZ, Hahne-Gruppe stellt Konzept zum Krankenhausgelände vor, 13.08.2026

geprüft am kein Gegenpol

Jugendbeteiligung: einstimmig beschlossen — es fehlt der Gegenpol

Beschlossen ist ein Prüf- und Konzeptauftrag, nicht die Einrichtung eines Gremiums — und entscheidungsreif ist die Frage nicht, solange Konzept, Vorlage und Kosten fehlen. Vor allem fehlt der Gegenpol: Der Beschluss fiel einstimmig, und eine Position gegen zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche ist uns nirgends belegt. Deshalb ist daraus keine These geworden.

Hintergrund und Quellen

In Lehrte wird über zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche diskutiert. Eine Ratsgruppe hatte im September 2025 beantragt, die Verwaltung solle die Einrichtung einer sogenannten Jugendbotschaft prüfen und ein Konzept zur Umsetzung und Finanzierung einer zentralen Anlaufstelle für junge Menschen erarbeiten. In der Fassung eines Änderungsantrags vom 25. Januar 2026 hat der Rat den Antrag am 11. Februar 2026 einstimmig beschlossen: Die Verwaltung soll gemeinsam mit dem Stadtjugendring, weiteren Partnern der Kinder- und Jugendarbeit und interessierten Schulen ein Konzept zur Erweiterung der Beteiligungsmöglichkeiten erstellen; die Einrichtung einer Jugendbotschaft als physisch und digital erreichbarer Anlaufstelle ist dabei zu prüfen. Ein Konzept ist bislang nicht veröffentlicht — auf den Tagesordnungen der Jugendhilfeausschüsse am 16. März und am 15. Juni 2026 stand der Vorgang nicht, und der Ausschuss tagt das nächste Mal am 28. September 2026, also nach der Wahl.

RIS Lehrte, Rat am 11.02.2026, TOP 15 — Ergebnis der Beratung · RIS Lehrte, Antrag A/007/2025 mit Beratungsfolge und Änderungsantrag · AltkreisBlitz, Antrag zur Einrichtung einer Jugendbotschaft, 28.01.2026

geprüft am Entscheidung steht nicht an

Wärmeplanung: Der Plan liegt erst nach der Wahl vor

Bis zum Wahltag liegt kein Wärmeplan vor, über den entschieden werden könnte — und für eine Gegenposition zum Ausbau liegt uns kein Beleg vor. Deshalb ist daraus keine These geworden.

Hintergrund und Quellen

Lehrte erarbeitet seit Ende 2025 gemeinsam mit der enercity AG und der IP Syscon einen kommunalen Wärmeplan. Er soll bestimmen, welche Bereiche der Stadt sich für den Aufbau von Wärmenetzen eignen und wo eine individuelle Versorgung über klimafreundliche Heizungssysteme sinnvoller ist. Die Stadtwerke Lehrte haben dafür in der Kernstadt vier Vorzugsgebiete ermittelt und beziffern die Investitionssumme ohne Förderung auf 90 bis 100 Millionen Euro; für den Aufbau eines einzelnen Wärmenetzes rechnen sie mit rund fünf Jahren. Für die Ortschaften erwarten sie eine geringere Wärmedichte — längere Leitungen bei weniger Abnehmern — und prognostizieren, dass der Endenergieverbrauch in Lehrte bis 2045 um 42 Prozent auf 306 Gigawattstunden sinkt, wovon 21 Prozent aus Nahwärme stammen sollen. Die Endergebnisse der Wärmeplanung stellt die Stadt am 11. November 2026 vor, also nach der Wahl.

Stadt Lehrte, Kommunale Wärmeplanung — Zeitplan und Vorstellung der Endergebnisse · HAZ, Wärmenetze und Quartierskonzepte in Lehrte, 07.06.2026

Methodik & Transparenz

Wie dieser Check funktioniert — offen erklärt

Ausführlich — acht Prüfkriterien im Einzelnen, Belegregeln, Selbstbindungen, Thesenreihenfolge und das Regelwerk im Wortlaut — steht in der gemeinsamen Methodik aller Wahl-Checks. Sie gilt für alle unsere Checks gleich; hier steht, was für Lehrte gilt.

Kurzfassung

  • Der Wahlcheck ist ein kostenloses und redaktionell unabhängiges Angebot der Einfach Digital GmbH. Er wurde weder von einer Stadt, Partei oder Kandidatur beauftragt noch von ihnen finanziert.
  • Jede Position ist mit Quelle belegt (Stand: 1. September 2026).
  • Ihre Antworten und Ihr Ergebnis werden ausschließlich in Ihrem Browser verarbeitet. Sie werden nicht an uns übertragen. Es gibt kein Konto und keine Anmeldung.
  • Wir gewichten keine These stärker als eine andere. Was das Ergebnis verschiebt, bestimmen allein Sie: durch die Auswahl „doppelt zählen“ und dadurch, welche Thesen Sie überspringen.
  • Der Wahlcheck ist kein amtliches Angebot und ersetzt keines. Er wird nicht von einer Stadt, der Region Hannover, einer Partei oder der Bundeszentrale für politische Bildung betrieben. Er gibt keine Wahlempfehlung.
Warum wir diesen Wahlcheck anbieten

Kommunalpolitik entscheidet über vieles, was unseren Alltag unmittelbar prägt. Trotzdem fehlt oft eine einfache Möglichkeit, die Positionen vor Ort nachvollziehbar zu vergleichen. Wir können digitale Werkzeuge entwickeln und möchten diese Fähigkeit hier sinnvoll einsetzen: für einen leichteren Zugang zu kommunalpolitischen Entscheidungen und mehr Transparenz. Dass ein regionales Unternehmen mit diesem Projekt auch zeigt, was es kann, gehört ehrlicherweise dazu — Werbung, eine Bezahlschranke oder Wahlempfehlungen finden Sie hier trotzdem nicht.

Gerade im Wahlkampf treffen viele Aussagen, Versprechen und Bewertungen aufeinander. Der Wahlcheck soll helfen, belegte Positionen zu finden, Unterschiede zu erkennen und eigene Fragen zu entwickeln. Er soll niemandem die Wahlentscheidung abnehmen.

Der Wahlcheck ist ein kostenloses und redaktionell unabhängiges Angebot der Einfach Digital GmbH. Er wurde weder von einer Stadt, Partei oder Kandidatur beauftragt noch von ihnen finanziert. Sie haben keinen Einfluss auf unsere Auswahl der Thesen, unsere Einordnung der recherchierten Quellen oder die Rechenregeln.

Wir treffen diese redaktionellen Entscheidungen nach offengelegten Regeln. Sie gelten für alle Kandidaturen gleichermaßen. So können Sie nachvollziehen, wie der Wahlcheck zu seinen Ergebnissen kommt.

Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Peter Neubert, Initiator des Projekts und Geschäftsführer der Einfach Digital GmbH. Er ist kein Mitglied einer politischen Partei.

Bei Recherche, Aufbereitung und Programmierung setzen wir KI-Werkzeuge ein. Jede These, jede verwendete Position und jede Begründung wird vor der Veröffentlichung von einem Menschen anhand der Originalquelle geprüft. Veröffentlicht wird nur, was diese Prüfung durchlaufen hat.

Worauf dieser Check beruht

Hinter den Angaben zu Lehrte stehen 75 einzeln nachlesbare Quelladressen aus 14 unabhängigen Veröffentlichungen. Daraus sind 51 Einträge dokumentiert: 21 persönliche Positionen, 9 vorläufige Parteipositionen, 0 politische Tendenzen und 21 Quellenhinweise. Jede Position verlinkt ihre eigene Quelle.

Gerechnet werden davon nur die persönlichen und die vorläufigen Parteipositionen. Tendenzen und Quellenhinweise sind sichtbar, damit nachvollziehbar bleibt, was gefunden, aber bewusst nicht gewertet wurde.

Wie diese Einordnung zustande kommt, welche Prüfungen eine These bestehen muss und was maschinell erzwungen wird, steht ausführlich in der gemeinsamen Methodik aller Wahl-Checks.

Ihre Antworten bleiben bei Ihnen

Ihre Antworten und Ihr Ergebnis werden ausschließlich in Ihrem Browser verarbeitet. Sie werden nicht an uns übertragen. Es gibt kein Konto und keine Anmeldung.

Der Wahlcheck ist werbefrei: Er enthält keine Anzeigen, gesponserten Inhalte oder bezahlten Platzierungen.

Wir setzen im Wahlcheck keine Cookies, kein Analyse-JavaScript und keine externen Tracker ein. Die Website läuft auf einem von uns betriebenen Server in Deutschland. Eine datensparsame Reichweitenmessung erfolgt serverseitig anhand der Zugriffsprotokolle. Sie verwendet weder Ihre Antworten noch eine dauerhafte Nutzerkennung. Do Not Track und Global Privacy Control werden bereits beim Protokollieren berücksichtigt. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Ihre Daten gehören Ihnen. Ihre Antworten aus dem Wahlcheck bleiben deshalb bei Ihnen.

Dieses Werkzeug rechnet vollständig in Ihrem Browser — Ihre Antworten verlassen Ihr Gerät nicht. So bauen wir auch die Software, die wir für Kommunen und Betriebe einrichten.

Die Rechenregel

Für jede beantwortete These vergleichen wir Ihre Antwort mit der verwendeten Position einer Kandidatur. Stimmen beide überein, gibt es zwei Punkte. Bei teilweiser Übereinstimmung gibt es einen Punkt. Bei gegensätzlichen Positionen gibt es keinen Punkt. Die Übereinstimmung ist die erreichte Punktzahl geteilt durch die mögliche Punktzahl.

Wir gewichten keine These stärker als eine andere. Was das Ergebnis verschiebt, bestimmen allein Sie: durch die Auswahl „doppelt zählen“ (zählt zweifach) und dadurch, welche Thesen Sie überspringen (die fallen ganz aus der Rechnung).

Bis eine Kandidatur selbst antwortet, kann eine eindeutige Position ihrer nominierenden oder unterstützenden Partei vorläufig einfließen. Der transparente Teil des Ergebnisbalkens zeigt, welcher Anteil auf solchen Parteipositionen beruht. Persönliche Positionen haben Vorrang.

Eine klare politische Tendenz kann vorliegen, wenn eine Quelle das politische Ziel eindeutig trägt, aber einen entscheidenden Bestandteil der exakten These offenlässt. Sie wird mit Begründung und Quelle angezeigt, fließt jedoch nie in Prozentwert, Rangfolge oder Ergebnisbalken ein.

Was „Teils / teils“ heißt — und was nicht

Eine Mittelposition („teils / teils“) ist eine inhaltliche Haltung: ausdrückliche Gleichrangigkeit, bedingte Zustimmung, eine Enthaltung oder Zustimmung zum Ziel bei Ablehnung des Mittels. Sie zählt deshalb mit. Trägt eine Quelle eine klare politische Richtung, beantwortet aber einen entscheidenden Bestandteil der exakten These nicht, kann sie als „politische Tendenz“ erscheinen — sichtbar, aber nie gerechnet. Ist eine Quelle nicht als Tendenz eingeordnet, steht sie als „Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig“ da. Eine Mittelposition bringt gegen eine klare Antwort einen von zwei Punkten. Eine unvollständige oder unklare Quelle darf daraus keinen halben Treffer machen.

Welche Quellen wir ausgewertet haben

Für diese Ausgabe haben wir vor allem öffentliche Aussagen, Programme, Lokalberichterstattung, städtische Veröffentlichungen und eindeutig zurechenbares Handeln im Amt ausgewertet.

Ratsunterlagen dokumentieren Entscheidungen von Rat, Ausschüssen und Fraktionen. Sie belegen deshalb nicht automatisch die persönliche Haltung einer Kandidatur. Eine personengenaue Auswertung der Ratsinformationssysteme aller vier Städte ist zudem Handarbeit. Für diese Ausgabe haben wir sie nicht systematisch geleistet.

Das begrenzt die Aussagekraft: Der Katalog bildet vor allem ab, worüber im Wahlkampf öffentlich gesprochen wird. Streitfragen, zu denen alle schweigen, fehlen eher. Diese Grenze legen wir offen, damit das Ergebnis richtig eingeordnet werden kann.

Warum manche Kandidaturen keinen Rangplatz bekommen

Ein Prozentwert ist nur so gut wie seine Grundlage. Wäre zu einer Kandidatur nur eine einzige Position belegt und Sie stimmten ihr zu, ergäbe die Rechnung 100 Prozent — das wäre keine Übereinstimmung, sondern schlicht Unwissen, und es würde ausgerechnet die am schlechtesten dokumentierten Kandidaturen nach oben spülen. Deshalb erscheint im Ranking nur, wer zu mindestens einem Drittel derjenigen Thesen eine belegte Position hat, zu denen überhaupt jemand belegt Position bezieht (mindestens drei). Alle übrigen werden separat und ohne Rangfolge ausgewiesen — mit dem Hinweis, wie dünn die Basis ist. Das ist kein Urteil über die Kandidatur, sondern über die verfügbare Vergleichsgrundlage. Ein vollständig beantworteter Fragebogen verbreitert diese Grundlage; Teilantworten und „keine Angabe“ bleiben ungewertet. Weil die Werte auf unterschiedlich vielen Positionen beruhen, weisen wir die Spannweite im Ergebnis aus, statt sie in einer glatten Rangliste zu verstecken.

Wie die Thesen ausgewählt wurden

Welche Thesen gestellt werden, beeinflusst das Ergebnis. Deshalb legen wir Auswahl, Formulierung und Prüfung offen, statt politische Wertfreiheit zu behaupten. Aufgenommen wird nur, was alle acht Prüfungen besteht: Rat oder Verwaltungsspitze können die Entscheidung rechtlich oder praktisch beeinflussen, und es geht um eine reale Entscheidung dieser Stadt statt um eine allgemeine Zielvorstellung; die Entscheidung steht in der kommenden Wahlperiode praktisch an und ist weder abschließend erledigt noch bis zur Wahl absehbar gegenstandslos; die These enthält genau eine unabhängig beantwortbare Entscheidung; Zustimmung und Ablehnung bedeuten etwas Konkretes; keine Antwortseite wird sprachlich bevorzugt und die These ist ohne Auslegung verstehbar — also ohne Wertwörter („modern“, „oberste Priorität“), ohne mitgelieferte Begründung und ohne Namen von Kandidaturen, Parteien oder Fraktionen; ein echter Ziel- oder Ressourcenkonflikt ist benannt, dessen Gegenpol eine reale Kandidatur hier öffentlich vertreten könnte; Zahlen und Beschlüsse im Hintergrundtext sind mit Quelle belegt; und die Konfliktachse ist nicht schon durch eine andere These abgedeckt.

Nicht jede These entstand aus einer bereits lauten örtlichen Debatte. Die Unterbringung Geflüchteter wurde in allen vier Städten aufgenommen, weil sie eine laufende kommunale Aufgabe ist, die Wohnraum und Haushaltsmittel bindet. In Hannover kamen außerdem die Betreuungsplätze und die persönliche Erreichbarkeit der Verwaltung hinzu. Diese Ergänzungen waren redaktionelle Entscheidungen.

Sie standen vor dem Versand des Fragebogens fest und gelten für alle Kandidaturen gleich. Auch hier wird nur gerechnet, wenn eine Position belegt ist.

Dazu kommt eine Selbstbindung gegen den eigenen blinden Fleck — allerdings nur dort, wo wir ein Eigeninteresse haben: Auf „Digitales & Verwaltung“ liegt ein fester Deckel, alle anderen Themen haben keine Obergrenze. Eine allgemeine Grenze für jeden Themenblock hatten wir zunächst, haben sie aber verworfen: Bei acht bis neun Themen und rund zwanzig Thesen erzwingt sie Gleichverteilung, und reale Wahlkämpfe sind nicht gleichverteilt — es gibt fast immer eine beherrschende Streitfrage, und die abzuschneiden wäre selbst eine Verzerrung. Stattdessen begründen wir hier, wenn ein Themenblock über 20 Prozent liegt. Verwaltung & Ortsräte ist unser eigenes Fachgebiet. Deshalb begrenzen wir diesen Bereich auf höchstens vier Thesen und 18 Prozent. Aktuell sind es 2 von 15 Thesen. Für andere Themen gibt es keine feste Obergrenze. Ab 20 Prozent erklären wir den Schwerpunkt an dieser Stelle.

Wenn Ihnen eine wichtige Streitfrage fehlt: Schreiben Sie uns. Die Kandidaturen fragen wir im Fragebogen ausdrücklich danach, und was sie nennen, veröffentlichen wir wörtlich — auch dann, wenn es für diese Wahl keine berechnete These mehr wird. Nicht veröffentlichen können wir personenbezogene Angaben Dritter, rechtswidrige oder beleidigende Inhalte und offenkundig Themenfremdes; in diesen Fällen sagen wir es der Kandidatur und schreiben dazu, dass gekürzt wurde.

Welche dieser Prüfungen ein Test erzwingt und welche ein Mensch entscheidet, steht einzeln in der Methodik — zusammen mit dem Regelwerk im Wortlaut.

Stand des Fragenkatalogs und spätere Entwicklungen

Der berechnete Thesenkatalog (Fragebogen 1.0) wurde am abgeschlossen und vor dem Versand an die Kandidaturen eingefroren. Danach wird er weder wegen politischer Ereignisse noch wegen eingegangener Antworten verändert — sonst würde die Messlatte verschoben, während die Messwerte schon feststehen. Alle Kandidaturen erhalten dieselben Fragen, dieselbe Frist und dieselbe Korrekturmöglichkeit. Spätere Entwicklungen dokumentieren wir gegebenenfalls in einem eigenen, nicht berechneten Abschnitt.

Geschlossen ist damit der Fragenkatalog, nicht die Recherche: Belege, Quellenangaben und Angaben zu den Kandidaturen ergänzen wir weiter, und neu eingehende Antworten kommen hinzu. Was sich ändert, steht mit Datum unten im Protokoll.

Antworten, die bis zum 6. September 2026 eingehen, pflegen wir in jedem Fall vor der Wahl ein — auch Teilantworten. Später eingehende nehmen wir weiterhin auf, können die Aufnahme bis zum 13. September 2026 aber nicht mehr zusichern; bis zur Stichwahl am 27. September 2026 pflegen wir weiter ein. Sachliche Korrekturen nehmen wir jederzeit auf, auch nach der Veröffentlichung.

Eine Ausnahme gibt es, und sie ist eng: Stellt sich heraus, dass eine These die veröffentlichten Kriterien verletzt — nicht kommunal entscheidbar, Prämisse falsch, Sache längst entschieden, in Wahrheit zwei Entscheidungen —, dann ist nicht das Streichen der Regelbruch, sondern das Stehenlassen. Eine solche Korrektur hängt immer an einem benannten Kriterium und steht mit Datum unten im Protokoll. Fehlt dagegen ein Thema, ist der Weg die nicht gerechnete Zusatzfrage — keine nachträglich ergänzte These, weil die ausgerechnet die früh Antwortenden treffen würde.

Änderungen seit diesem Stand1 Eintrag

durchgestrichen = entfernt, hervorgehoben = ergänzt. Neueste Änderung zuerst.

Verzeichnet sind alle Änderungen an Thesenwortlaut, Erklärung und den beiden Antwortmöglichkeiten. Keine davon hat ein Ergebnis verschoben; wäre es anders, stünde es beim jeweiligen Eintrag.

Belege, Quellenangaben und Angaben zu den Kandidaturen wachsen daneben weiter — sie stehen nicht in diesem Protokoll, sondern bei der jeweiligen Position.

  • Sparen statt höhere Abgaben – Hintergrundtext, Angaben zur Haushaltslage… und hält mittelfristig ein Haushaltssicherungskonzept für „unumgänglich“. […] Am 29. August 2026 hat die Verwaltung einen Nachtragshaushalt vorgelegt. Er weist für 2026 ein Defizit von 28,23 Millionen Euro aus — 1,12 Millionen mehr als bisher geplant — und für 2027 weitere 18,87 Millionen; zusammen 47,1 Millionen Euro. Die Rücklage wäre danach Ende 2027 bis auf 223.222 Euro aufgebraucht. Die Steuersätze sollen nach diesem Entwurf unverändert bleiben. Entschieden ist das nicht: Der Rat berät den Nachtrag am 30. September 2026 und damit nach der Wahl.Ergänzt wurde der Nachtragshaushalt vom 29. August 2026. Der Hintergrundtext beschrieb die Haushaltslage bis dahin mit den Berichtswesen-Ständen vom 31. März und 30. Juni 2026; der Nachtrag ist neuer und nennt erstmals eine Zahl für beide Haushaltsjahre zusammen sowie den Stand der Rücklage. Weil diese These fragt, ob Lehrte eher kürzen oder Abgaben erhöhen soll, gehört beides in die Erklärung — ebenso die Angabe, dass der Entwurf die Steuersätze unverändert lässt und der Rat erst am 30. September und damit nach der Wahl darüber entscheidet. Der Thesentext und die beiden Antwortmöglichkeiten sind unverändert; an der Frage selbst ist nicht gedreht worden. Als Quelle kam der Bericht des AltkreisBlitz vom 29. August 2026 hinzu.
Verbesserungen an der Bedienung

Am Inhalt ändert das nichts — Thesen, Positionen und Berechnung bleiben, wie sie sind.

  • „Keine Angabe“ ist jetzt eine eigene Antwortmöglichkeit. Damit lässt sich eine Antwort auch wieder zurücknehmen — vorher ging das nur, indem man den ganzen Check neu startete.
  • Aus „Neutral“ wurde „Teils / teils“. Die mittlere Antwort ist eine inhaltliche Haltung und wird mitgerechnet; „Neutral“ klang nach „ist mir egal“, und das ist jetzt die Nichtfestlegung.
  • Vom Ergebnis zurück zu jeder These — die Übersicht steht dort ebenfalls, und Antworten und Gewichtung lassen sich direkt im Ergebnis ändern.
  • Im Detailvergleich einstellbar, welche Belegarten angezeigt werden, und ob Thesen ohne eigene Antwort mit erscheinen.
  • „Neu starten“ fragt nach, bevor es alle Antworten löscht.
Quellen & Korrekturen

Jede Position ist mit Quelle belegt (Stand: 1. September 2026). Dasselbe gilt für die Hintergrundtexte: Wo unter „Worum geht es?“ eine Zahl oder ein Beschluss genannt wird, steht die Quelle direkt darunter. Alle Kandidaturen sollen unseren identischen Thesen-Fragebogen erhalten. Eigene Antworten ersetzen die persönliche Rechengrundlage und werden gekennzeichnet. Der getrennt ausgewiesene Parteikontext bleibt zur Einordnung erhalten. Kandidaturen und Parteien können Korrekturen jederzeit an wahlcheck@einfach-digital.de senden — belegte Korrekturen übernehmen wir zügig.

Wer dahintersteckt — und warum

Die Einfach Digital GmbH betreibt den Wahlcheck ohne Auftrag, Zahlung oder sonstige Gegenleistung einer Stadt, Partei oder Kandidatur. Keine dieser Stellen kontrolliert die Redaktion. Das ist mit „redaktionell unabhängig“ gemeint.

Der Wahlcheck ist kein amtliches Angebot und ersetzt keines. Er wird nicht von einer Stadt, der Region Hannover, einer Partei oder der Bundeszentrale für politische Bildung betrieben. Er gibt keine Wahlempfehlung.

Auswahl, Formulierung und Quellenzuordnung sind redaktionelle Entscheidungen. Wir legen sie offen, prüfen sie nach einheitlichen Regeln und wenden diese Regeln auf alle Kandidaturen gleich an.

Häufige Fragen

Ist dieser Kandidaten-Check ein offizielles Wahlangebot?

Nein. Dieser Kandidaten-Check ist ein redaktionell unabhängiges Angebot der Einfach Digital GmbH. Er wird nicht von einer Stadt, der Region Hannover, einer Partei oder der Bundeszentrale für politische Bildung betrieben. Er ersetzt kein amtliches Angebot und gibt keine Wahlempfehlung.

Woher stammen die Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten?

Aus überprüfbaren Quellen: persönliche Aussagen, eigene Programme, eindeutig zurechenbares Handeln im Amt und aktuelle örtliche Parteiprogramme. Parteipositionen werden vorläufig und getrennt gekennzeichnet, solange eine persönliche Bestätigung fehlt. Alle Kandidaturen sollen außerdem denselben Fragebogen erhalten. Eine klare politische Tendenz kann angezeigt werden, wenn die Richtung belegt ist, aber ein entscheidender Teil der exakten These offenbleibt; sie wird nie berechnet.

Wer hat die Thesen ausgewählt — und beeinflusst das nicht das Ergebnis?

Die Auswahl trifft die Redaktion der Einfach Digital GmbH, und ja: Jede Auswahl beeinflusst das Ergebnis. Das ist bei jeder Wahlhilfe so und lässt sich nicht wegdiskutieren, nur offenlegen. Deshalb steht auf dieser Seite, nach welchen acht Kriterien geprüft wurde, welche Themenobergrenze gilt und wann der Katalog geschlossen wurde. Wer eine wichtige Streitfrage vermisst, kann sie uns melden — sie kommt dann in die nächste Fassung, nicht mehr in die laufende.

Was ist der Unterschied zwischen „Teils / teils“ und einer nicht eindeutigen Quelle?

„Teils / teils“ ist eine belegte inhaltliche Mittelposition und fließt in die Berechnung ein. Eine „politische Tendenz“ weist eine klare Richtung aus, obwohl ein entscheidender Bestandteil der exakten These offenbleibt; sie wird angezeigt, aber nie berechnet. Ein als „nicht eindeutig“ gekennzeichneter Beleg heißt: Die gefundene Quelle behandelt das Thema, beantwortet aber die konkrete Entscheidung der These nicht vollständig und ist auch nicht als Tendenz eingeordnet. Am einzelnen Beleg steht dabei, um welche Art von Quelle es geht — Programm, öffentliche Aussage oder Amtshandlung. „Keine belegte Position“ heißt: Wir haben keine überprüfbare Aussage gefunden.

Werden die Thesen noch geändert, wenn im Wahlkampf etwas passiert?

Nein. Der berechnete Thesenkatalog wurde vor dem Versand an die Kandidaturen abgeschlossen und wird danach weder wegen politischer Ereignisse noch wegen eingegangener Antworten verändert. Spätere Entwicklungen halten wir gegebenenfalls in einem eigenen, nicht berechneten Abschnitt fest. Nur sachliche Fehler werden korrigiert — und jede Korrektur steht mit Datum im Änderungsprotokoll auf dieser Seite.

Was passiert mit meinen Antworten?

Ihre Antworten und Ihr Ergebnis werden ausschließlich in Ihrem Browser verarbeitet und nicht an uns übertragen. Es gibt kein Konto und keine Anmeldung. Die datensparsame Reichweitenmessung auf dem Server verwendet weder Ihre Antworten noch eine dauerhafte Nutzerkennung.

Ist das Ergebnis eine Wahlempfehlung?

Nein. Das Ergebnis zeigt rechnerische Übereinstimmung mit belegten Positionen zu den gestellten Thesen — nicht mehr. Wen Sie wählen, entscheiden Sie.

Für Kandidaturen: Sie treten zur Bürgermeisterwahl an und möchten die Thesen selbst beantworten oder eine Position korrigieren? Schreiben Sie an wahlcheck@einfach-digital.de — alle Kandidaturen sollen denselben Fragebogen und dieselben Konditionen erhalten.

Ein Werkzeug der Einfach Digital GmbH

So arbeiten wir