Schulen & Betreuung

Beschlossene Kita-Gruppen bauen

Lehrte soll die 2024 beschlossenen zusätzlichen Kita-Gruppen bauen, obwohl die Krippenanmeldungen zurückgehen.

Lehrte · Bürgermeisterwahl am 13. September 2026

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Worum geht es?

Der Rat hat am 30. Oktober 2024 einstimmig beschlossen, weitere Plätze in Kindertageseinrichtungen zu schaffen — nach der Empfehlung der Bedarfsplanung 2024/2025: zwei Krippengruppen in Ahlten, zwei weitere gemeinsam für Aligse, Kolshorn und Röddensen sowie zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen in Immensen. Alle drei Standorte liegen außerhalb der Kernstadt.

Gebaut ist bisher keine davon. Der Vorbericht zum Doppelhaushalt 2026/2027 führt den Bedarf von sechs Krippen- und zwei Kindergartengruppen unverändert fort.

Die Anmeldelage hat sich seither gedreht. Für das Betreuungsjahr 2026/2027 gingen 277 Neuanmeldungen für die Krippe und 637 für den Kindergarten ein. Bei den Krippen übersteigt das Angebot die Nachfrage: Elf Plätze bleiben frei, und zum 31. Juli 2026 wurde eine Krippengruppe an der Kindertagesstätte Sievershausen geschlossen. Die Stadt nennt geburtenschwache Jahrgänge als Grund und verweist darauf, dass andere Kommunen denselben Trend sehen. Eng wird es nur im Kindergartenbereich, und dort vor allem in der Kernstadt. Insgesamt hält Lehrte 1.480 Kindergarten-, 495 Krippenplätze und 93 Plätze in der Kindertagespflege vor.

Die Bevölkerungsprognose der Stadt vom 2. April 2024 zeigt in die andere Richtung: Sie erwartet für Kinder von einem bis unter drei Jahren einen Anstieg von 825 im Jahr 2024/2025 auf 971 im Jahr 2026/2027, begründet mit dem Ausbau neuer Wohngebiete.

Zwei der drei beschlossenen Standorte haben bis heute kein Grundstück. Die Verwaltung berichtete dem Jugendhilfeausschuss am 16. März 2026, für Ahlten und Aligse, Kolshorn und Röddensen sei die Standortsuche bereits nach der Bedarfsplanung 2020/2021 erfolglos geblieben; zugleich sei das Anmeldeverhalten dort in den vergangenen Jahren spürbar zurückgegangen. Für Immensen werde an der Ausgestaltung gearbeitet. Die nächste Fortschreibung der Bedarfsplanung kündigt die Verwaltung erst für Mitte 2027 an — also nach der Wahl.

Zustimmung bedeutet

Lehrte soll die beschlossenen Gruppen an allen drei Standorten bauen und die dauerhaften Personal- und Betriebskosten übernehmen.

Ablehnung bedeutet

Lehrte soll den Ausbau angesichts der zurückgehenden Anmeldungen zurückstellen und das vorhandene Angebot an den Bedarf anpassen.

Die Positionen

Zu dieser Frage liegen belegte Positionen von 2 der 3 Kandidaturen vor.

Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.

Frank Prüße (CDU)

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Er hält die beschlossenen Standorte für erforderlich und begründet das mit der regelmäßigen Kindertagesstättenbedarfsplanung. Auch bei rückläufigen Kinderzahlen würden die Einrichtungen dringend benötigt, um temporäre Modulbauten zurückzubauen und alte, ineffiziente Kitas zu ersetzen.

Originalantwort anzeigen

Die Stadt Lehrte erstellt in regelmäßigen Abständen eine Kindertagesstättenbedarfsplanung, welche die Basis für die Schaffung eines tragfähigen Platzangebotes ist. Hiernach waren die beschlossenen Standorte erforderlich. Selbst bei rückläufigen Kinderzahlen werden die Einrichtungen dringend benötigt, um temporäre Modulbauten zurückzubauen und alte ineffiziente Kitas zu ersetzen.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 26.08.2026

Aus dieser Amtshandlung nicht eindeutig ableitbar

In seiner Amtszeit wurden neue Kitas und zusätzliche Plätze geschaffen; eine Zusage für weitere Plätze in der kommenden Wahlperiode fehlt.

Zurechnung: Die neuen Einrichtungen entstanden unter seiner exekutiven Verantwortung und werden von ihm als Bilanz geführt.

Handeln im Amt · Kampagnenseite Frank Prüße, Ziele · AltkreisBlitz, 02.03.2026

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Vergangenes Handeln trägt nicht automatisch die künftige Ausweitung, nach der die These fragt.

Michael Clement (SPD)

Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig

Aus dem Programm nicht eindeutig ableitbar

Er will hochwertige und verlässliche Kitas weiter ausbauen; das SPD-Programm nennt einen bedarfsorientierten Neubau und die Ausweitung von Kita-Plätzen in Kernstadt und Ortsteilen.

Programm/Kampagne · Zukunftsplan Lehrte · Michael Clement, Lokalpolitik · SPD-Kommunalwahlprogramm Lehrte 2026, S. 2 · SPD Lehrte, Kommunalwahlseite 2026 (führt das PDF als Wahlprogramm)

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Seine persönlichen Quellen sagen nicht, dass zusätzliche Plätze geschaffen werden sollen; Ausbau kann auch Qualität oder Öffnungszeiten betreffen. Und das Programm bindet die Ausweitung ausdrücklich an den Bedarf — die These fragt gerade danach, ob trotz zurückgehender Anmeldungen gebaut werden soll. Eine Zusage dafür ist damit nicht belegt.

Oliver Gels (Wir für Lehrte (WfL))

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Er will, dass jedes Kind in Lehrte einen Platz nach Bedarf erhält, und deshalb an allen drei Standorten weiter planen und bauen. Durch mögliche weitere Baugebiete sollen zusätzliche Familien nach Lehrte kommen; die damals installierten Container-Kita-Plätze müssten zurückgebaut werden.

Originalantwort anzeigen

In Lehrte soll jedes Kind einen Platz nach Bedarf erhalten und daher sollen die drei Standorte auch weiterhin geplant und umgesetzt werden. Durch mögliche weitere Baugebiete sollen zusätzliche Familien nach Lehrte gelockt werden. Die damals installierten Container-Kita-Plätze müssen zurück gebaut werden.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 08.09.2026

Aus dieser Aussage nicht eindeutig ableitbar

Er nennt auf seiner Kandidatenseite Investitionen in Kitas, ohne dort zusätzliche Betreuungsplätze zuzusagen.

Öffentliche Aussage · Kampagnenseite Oliver Gels · AltkreisBlitz, 28.04.2026

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Investitionen können Bestand, Qualität oder Gebäude betreffen und belegen deshalb keinen Kapazitätsausbau.

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