Bildung & Schule

Real- und Oberschulen erhalten

Hannover soll bestehende Real- und Oberschulen nicht durch Integrierte Gesamtschulen ersetzen.

Hannover · Oberbürgermeisterwahl am 13. September 2026

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Worum geht es?

Als Schulträgerin kann Hannover Integrierte Gesamtschulen errichten — auch ersetzend für andere Schulformen, wenn die Entwicklung der Schülerzahlen es rechtfertigt. Die Errichtung ist eine Maßnahme der Stadt, bedarf aber der Genehmigung des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung. Sie erfolgt jahrgangsweise ab Klasse 5, während die ersetzte Schule jahrgangsweise ausläuft; eine „Umwandlung“ einer bestehenden Schule mit allen Jahrgängen ist im Niedersächsischen Schulgesetz nicht vorgesehen.

Die amtliche Schulstatistik weist für das Schuljahr 2025/26 elf Integrierte Gesamtschulen aus, daneben drei Oberschulen mit zusammen 1.142 und Realschulen mit 2.471 Schüler*innen. Eigenständige Hauptschulen gibt es nicht mehr — die 235 Hauptschüler*innen lernen an zwei verbundenen Schulen.

Eltern wählen die Schulform. Ist eine bestimmte Schule voll, vermittelt eine Verteilerkonferenz einen Platz an einer anderen Schule derselben Schulform. Die Integrierte Gesamtschule ist eine Angebotsschule und kennt keine Garantie auf einen Platz in dieser Schulform. Stadtweit standen zuletzt mehr Plätze zur Verfügung, als Anmeldungen vorlagen: Für das Schuljahr 2024/25 meldete die Stadt 1.519 Anmeldungen bei 1.710 Plätzen an den elf Gesamtschulen; 76 Prozent erhielten ihren Erstwunsch, weitere neun Prozent einen Platz über die Verteilerkonferenz. Einzelne Gesamtschulen können dennoch mehr Anmeldungen als Plätze haben.

Zustimmung bedeutet

Hannover soll die bestehenden Real- und Oberschulen erhalten und nicht durch Integrierte Gesamtschulen ersetzen.

Ablehnung bedeutet

Hannover soll im Einzelfall entscheiden können, Real- oder Oberschulen durch Integrierte Gesamtschulen zu ersetzen.

Die Positionen

Zu dieser Frage liegen belegte Positionen von 5 der 9 Kandidaturen vor.

Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.

Axel von der Ohe (SPD)

Parteiprogramm: Dagegen – persönlich noch nicht bestätigt

Parteiprogramm: Dagegen– persönlich noch nicht bestätigt

Das Programm will Haupt- und Realschulen schrittweise in Gesamtschulen überführen — also genau das Ersetzen, das die These ausschließen will.

Die SPD will Haupt- und Realschulen schrittweise in Gesamtschulen umwandeln; langfristig soll ein Zwei-Säulen-System aus Gesamtschulen und Gymnasien entstehen.

Zurechnung: Aktuelles örtliches Wahlprogramm der Partei SPD; eine persönliche Übernahme durch Axel von der Ohe ist nicht dokumentiert.

Programm/Kampagne · SPD-Zukunftsprogramm Hannover 2026, S. 5

Peter Karst (CDU)

Dafür

Persönliche Position: Dafür

Er will das gegliederte Schulsystem erhalten und fordert verpflichtende Sprachförderung vor der Einschulung.

Das differenzierte Schulsystem behalte ich, denn es gibt gute Gründe dafür."

Programm/Kampagne · Kampagnenseite, Themen

Maren Kaminski (Die Linke)

Dagegen

Eigene Antwort: Dagegen

Sie will mehr gemeinsames Lernen statt getrennter Schulformen.

Originalantwort anzeigen

Wir wollen mehr gemeinsames Lernen statt Bildungssgeregation.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 28.08.2026 · h1 Hannover, „Überraschend im Bundestag“ — Maren Kaminski im Talk bei 0511, 25.04.2025

Jessica Schülke (AfD)

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Sie tritt für ein durchlässiges dreigliedriges Schulsystem ein und begründet das mit Individualität, einem Leistungsprinzip und politischer Neutralität.

Originalantwort anzeigen

Niedersachsen liegt in landesweiten Pisa Tests auf einem enttäuschenden Rang im unteren Mittelfeld -Tendenz sinkend. Die Schulpolitik der AfD steht für Individualität, statt linksgrüner Gleichmacherei, für ein gesundes Leistungsprinzip und für politische Neutralität. Dies sehen wir in einem durchlässigen dreigliedrigen Schulsystem gegeben.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 06.09.2026

Thorsten Meyer (DIE HANNOVERANER)

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Er will die bestehenden Real- und Oberschulen erhalten und nicht durch Integrierte Gesamtschulen ersetzen.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 28.08.2026

Parteiprogramm: Dafür– persönliche Position hat Vorrang; nicht doppelt gerechnet

Das Programm bezeichnet das dreigliedrige Schulsystem als beste Struktur und lehnt die Gesamtschule als Regelschule ab — damit auch, weitere Real- und Oberschulen durch Gesamtschulen zu ersetzen.

Das Programm bezeichnet ein dreigliedriges System aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium als beste Struktur und lehnt die Gesamtschule als Regelschule ab.

Zurechnung: Aktuelles Programm der Wählergemeinschaft DIE HANNOVERANER; die Kandidatenseite belegt keine persönliche Übernahme durch Thorsten Meyer.

Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm DIE HANNOVERANER 2026

Zu 4 von 9 Kandidaturen lag im dokumentiert geprüften Quellenbestand mit Stand 6. September 2026 keine Aussage zu dieser These vor. Alle Kandidaturen erhalten denselben Fragenkatalog; eingehende Antworten werden laufend eingearbeitet und gekennzeichnet.

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