Verwaltung & Beteiligung
Ratssitzungen im Internet
Öffentliche Sitzungen des Wunstorfer Rates sollen live im Internet übertragen werden.
Wunstorf · Bürgermeisterwahl am 13. September 2026
Recherchestand:
Worum geht es?
Ein Antrag der Grünen sah vor, alle öffentlichen Sitzungen als Livestream und später abrufbares Video anzubieten. Die Verwaltung veranschlagte dafür je Sitzung 1.000 bis 3.500 Euro; eine politische Mehrheit gab es zunächst nicht. Im Mai 2026 verständigten sich SPD, CDU und Grüne stattdessen auf einen Prüfauftrag für hybride Teilnahme von Ratsmitgliedern samt Personal-, Technik- und Kostenbedarf. Das ist eine andere Entscheidung als ein öffentlicher Livestream.
Quelle: Wunstorfer Auepost, 02.05.2026 · Wunstorfer Auepost, 26.05.2026
Dafür spricht
Alle öffentlichen Ratssitzungen sollen live im Internet übertragen werden.
Dagegen spricht
Wunstorf soll auf öffentliche Livestreams verzichten und die Mittel stattdessen für hybride Teilnahme der Ratsmitglieder oder andere Beteiligungswege einsetzen.
Die Positionen
Zu dieser Frage liegt eine belegte Position von 1 der 4 Kandidaturen vor — für einen Vergleich ist das noch zu wenig.
Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.
Carsten Piellusch (SPD)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Die SPD-Fraktion zeigte sich für moderne Ratsarbeit offen, verlangte aber zunächst eine Prüfung von Nutzen, Kosten und Verwaltungsaufwand. Der später gemeinsam beschlossene Auftrag betrifft hybride Teilnahme von Ratsmitgliedern, nicht öffentliche Livestreams.
Programm/Kampagne · Wunstorfer Auepost, 06.05.2026 · Wunstorfer Auepost, 26.05.2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Prüfauftrag und hybride Teilnahme beantworten nicht, ob öffentliche Ratssitzungen live für die Bevölkerung übertragen werden sollen; eine eindeutige Zustimmung oder Ablehnung ist nicht belegt.
Martin Pavel (CDU)
Parteiprogramm: Dafür – persönlich noch nicht bestätigtParteiprogramm: Dafür– persönlich noch nicht bestätigt
Das Streaming öffentlicher Sitzungen ist die Entscheidung der These. Das Programm nennt es als Maßnahme, nicht als Prüfauftrag.
Das Programm nennt das Streaming öffentlicher Sitzungen als Ausbau digitaler Beteiligungsformate.
„Wir bauen digitale Beteiligungsformate weiter aus, beispielsweise durch das Streaming öffentlicher Sitzungen."
Zurechnung: Kommunalwahlprogramm des CDU-Stadtverbands Wunstorf, der Pavel nominiert hat. Pavels eigener 10-Punkte-Plan spricht nur allgemein von digitaler Ratsarbeit und bleibt deshalb ein Quellenhinweis.
Programm/Kampagne · CDU Wunstorf, Kommunalwahlprogramm 2026
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Er fordert digitale Ratsarbeit und bezeichnet den gemeinsamen Antrag zu hybriden Sitzungen als ersten Schritt für die Vereinbarkeit von Beruf, Ehrenamt und Familie. Das ist keine Zusage für einen öffentlichen Livestream.
„Wir brauchen eine neue digitale Ratsarbeit, die es allen Menschen ermöglicht, auch online an städtischen Sitzungen teilzunehmen."
Programm/Kampagne · 10-Punkte-Plan · HAZ, 29.07.2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Das ist keine Zusage für einen öffentlichen Livestream. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.
Zu 2 von 4 Kandidaturen lag im dokumentiert geprüften Quellenbestand mit Stand 4. August 2026 keine Aussage zu dieser These vor. Ein identischer Fragebogen liegt allen Kandidaturen vor; eingehende Antworten werden laufend eingearbeitet und gekennzeichnet.
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