Wohnen & Bauen

Neue Wohnbauflächen

Wunstorf soll in der kommenden Wahlperiode neue Wohnbauflächen in seinen Ortsteilen ausweisen.

Wunstorf · Bürgermeisterwahl am 13. September 2026

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Worum geht es?

Wunstorf gilt seit dem 1. Januar 2025 per Landesverordnung als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt; die Bestimmung läuft bis Ende 2029. Neue Flächen am Ortsrand schaffen zusätzliches Angebot, nehmen aber unbebaute Flächen in Anspruch.

Wohnbauland entsteht bereits: Die Bebauungspläne „Im Kellerbusch Süd“ (rechtskräftig seit Dezember 2022) und „Viertel vorm Meer“ (seit März 2023) liegen beide in Steinhude; Letzterer überplant überwiegend eine Gewerbebrache.

Zwei weitere Wohnbau-Verfahren in Ortsteilen ruhen: Für den Bebauungsplan „Bergstraße“ in Großenheidorn endete die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im September 2021, für die 1. Änderung „Blumenauer Schloß“ in Blumenau erging der Aufstellungsbeschluss im Mai 2022. Ein weiterer Verfahrensschritt ist seither nicht veröffentlicht.

Innenentwicklung nutzt vorhandene Siedlungsflächen: Für das ehemalige Vion-Gelände in der Kernstadt — seit April 2026 „Quartier Oststadtbogen“ — hat die Politik im selben Monat einen städtebaulichen Strukturplan als Grundlage der Weiterarbeit beraten — die eigentliche Bauleitplanung steht dort noch aus.

Zustimmung bedeutet

Wunstorf soll an den Ortsrändern seiner Ortsteile neue Wohnbauflächen ausweisen.

Ablehnung bedeutet

Wunstorf soll den Wohnraumbedarf über Baulücken und Nachverdichtung im vorhandenen Siedlungsbereich decken.

Die Positionen

Zu dieser Frage liegen belegte Positionen von 3 der 4 Kandidaturen vor.

Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.

Carsten Piellusch (SPD)

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Wunstorf brauche mehr Wohnraum auch in seinen Ortsteilen: Neue Baugebiete sollen entwickelt, zugleich Baulücken und Brachflächen wie das ehemalige Vion-Gelände genutzt und durch Nachverdichtung zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden — mit Augenmaß und dort, wo Infrastruktur und gute Anbindung vorhanden sind.

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Wunstorf braucht mehr Wohnraum, auch in seinen Ortsteilen. Deshalb müssen wir neue Baugebiete entwickeln, aber auch Baulücken und Brachflächen wie das ehemalige Vion Gelände nutzen und durch Nachverdichtung zusätzlichen Wohnraum schaffen. Dabei gilt: mit Augenmaß und dort, wo Infrastruktur und eine gute Anbindung vorhanden sind.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 24.08.2026

Martin Pavel (CDU)

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Er verweist auf seine Begründung zum Bau-Turbo: Wunstorf brauche dringend bezahlbaren Wohnraum, größere Wohnungen für Familien ebenso wie kleinere barrierearme für Ältere; was diese Ziele unterstütze, werde von ihm gefördert.

Originalantwort anzeigen

Siehe Frage 8

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 30.08.2026

Kerstin Obladen (FREIE WÄHLER)

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Auch die Ortsteile brauchen aus ihrer Sicht Entwicklungsperspektiven: Familien und junge Menschen sollten die Möglichkeit haben, in ihrem Ort zu bleiben oder dorthin zurückzukehren. Neue Bauflächen müssten allerdings zur vorhandenen Infrastruktur und zum Charakter des Ortsteils passen.

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Auch unsere Ortsteile brauchen Entwicklungsperspektiven. Familien und junge Menschen sollen die Möglichkeit haben, in ihrem Ort zu bleiben oder dorthin zurückzukehren. Neue Bauflächen müssen allerdings zur vorhandenen Infrastruktur und zum Charakter des jeweiligen Ortsteils passen.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 16.08.2026 · FREIE WÄHLER Wunstorf, Wahlcheck Wunstorf 2026

Aus dieser Aussage nicht eindeutig ableitbar

Sie begrüßt bezahlbaren Wohnraum auf der innerstädtischen Vion-Brache — seit April 2026 „Quartier Oststadtbogen“ — und fordert eine zügige Umsetzung. Auf die Frage des HAZ-Wahl-Checks, welche Baugebiete als Nächstes ausgewiesen werden sollen, nennen die FREIEN WÄHLER kein konkretes Gebiet und verweisen auf Bauturbo, Innenentwicklung, Nachverdichtung und Entbürokratisierung.

Öffentliche Aussage · Wunstorfer Auepost, 04.04.2026 · HAZ-Wahl-Check „Wo sollen neue Baugebiete entstehen?“, 07.08.2026

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Die Aussage betrifft Innenentwicklung auf einer bestehenden Brachfläche und beantwortet nicht, ob neue Flächen in den Ortsteilen ausgewiesen werden sollen. Auch die Antwort im Wahl-Check trägt keine Ablehnung: Eine Präferenz für Innenentwicklung und Nachverdichtung ist nach Codierregel 4 keine Entscheidung gegen neue Wohnbauflächen.

Mona M'Barkiou (Die Linke)

Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig

Aus dieser Aussage nicht eindeutig ableitbar

Sie nennt bezahlbaren Wohnraum als Schwerpunkt. Auf die Frage des HAZ-Wahl-Checks nach den nächsten Baugebieten antwortet die Linke, wichtiger als das „Wo“ sei das „Wie“, und nennt keine konkreten Gebiete.

Entscheidend ist, dass überall klare soziale Regeln gelten."

Öffentliche Aussage · HAZ, 12.05.2026 · HAZ-Wahl-Check „Wo sollen neue Baugebiete entstehen?“, 07.08.2026

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Das Wohnungsziel benennt weder das Instrument neuer Baugebiete noch die Ortsteile und beantwortet die Flächenentscheidung der These nicht; die Partei verweigert die Antwort auf das „Wo“ im Wahl-Check ausdrücklich.

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