Sport, Bäder & Vereine

50-Meter-Becken im Hallenbad Elements

Wenn die Feinplanung den Kostenrahmen von 38 Millionen Euro netto überschreitet, soll Wunstorf trotzdem am geplanten 50-Meter-Becken festhalten.

Wunstorf · Bürgermeisterwahl am 13. September 2026

Recherchestand:

Zum kompletten Wahl-Check WunstorfDiese Seite zeigt eine von 14 Thesen.

Worum geht es?

Der Stadtrat hat am 17. Dezember 2025 beschlossen, die Planung für Sanierung und Umbau des Wunstorf Elements auf Grundlage einer Konzeptstudie fortzuführen. Bereitgestellt sind 38 Millionen Euro netto, die Studie sieht unter anderem ein neues 50-Meter-Becken vor.

Der Beschluss bestimmt zugleich, dass der Stadtrat über einen neuen Finanzierungsbeschluss einzubeziehen ist, sofern die Kostenplanung nach der Feinplanung diesen Rahmen „nicht nur unwesentlich überschreiten“ sollte.

Ein zunächst eingeplanter Bundeszuschuss von acht Millionen Euro wurde in der ersten Förderrunde nicht bewilligt; das Programm war vielfach überzeichnet. Die Stadt will sich in der nächsten Runde erneut um die maximal zulässige Förderung in dieser Höhe bewerben. Ob die Feinplanung den Rahmen von 38 Millionen Euro überschreitet, ist damit nicht entschieden.

Zustimmung bedeutet

Wunstorf soll am 50-Meter-Becken festhalten und dafür über einen neuen Finanzierungsbeschluss zusätzliches Geld bereitstellen.

Ablehnung bedeutet

Wunstorf soll das Vorhaben auf den beschlossenen Kostenrahmen von 38 Millionen Euro netto zurückschneiden, notfalls ohne 50-Meter-Becken.

Die Positionen

Zu dieser Frage liegen belegte Positionen von 2 der 4 Kandidaturen vor.

Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.

Carsten Piellusch (SPD)

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Das Elements sei für Schulschwimmen, Vereine und Öffentlichkeit unverzichtbar; das 50-Meter-Becken biete besondere Bedingungen für Training und Wettkämpfe und sei ein wichtiges Merkmal des Hallenbades. Daran will er festhalten, wobei Kosten und Wirtschaftlichkeit bei der weiteren Planung im Blick bleiben müssten.

Originalantwort anzeigen

Das Elements ist für Schulschwimmen, Vereine und Öffentlichkeit unverzichtbar. Das 50-Meter-Becken bietet besondere Bedingungen für Training und Wettkämpfe und ist ein wichtiges Merkmal unseres Hallenbades. Deshalb möchte ich daran festhalten. Gleichzeitig müssen bei der weiteren Planung Kosten und Wirtschaftlichkeit im Blick bleiben.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 24.08.2026

Aus dem Programm nicht eindeutig ableitbar

Das SPD-Programm will die Bäder modernisieren und nennt ausdrücklich ein grundlegend erneuertes Hallenbad, das Naturerlebnisbad Luthe und das Freibad Bokeloh. Im HAZ-Wahl-Check bejaht die SPD das 38-Millionen-Vorhaben ausdrücklich und nennt es eine Investition in die Daseinsvorsorge. Was bei einer Überschreitung des Kostenrahmens gelten soll, sagt keine der beiden Quellen.

Ja. Das ist machbar und vor allem notwendig."

Programm/Kampagne · SPD Wunstorf, Kommunalwahlprogramm 2026–2031 · HAZ-Wahl-Check „Kann sich Wunstorf ein neues Freizeitbad für 38 Millionen Euro leisten?“, 09.08.2026

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Eine Modernisierungszusage und ein Ja zum beschlossenen Kostenrahmen beantworten nicht, ob am 50-Meter-Becken auch dann festgehalten werden soll, wenn die Feinplanung die 38 Millionen Euro überschreitet. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.

Martin Pavel (CDU)

Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig

Aus dem Programm nicht eindeutig ableitbar

Er fordert bis 2028 ein neues Gesamtkonzept für die Bäderlandschaft, das den veränderten personellen und finanziellen Umständen Rechnung trägt; das CDU-Programm will das Angebot „mit knappen personellen und finanziellen Ressourcen erhalten“. Im HAZ-Wahl-Check verweist die CDU auf den Ratsbeschluss vom Dezember 2025, wonach das Vorhaben bei einer Überschreitung der 38 Millionen Euro erneut zu beraten ist, und kündigt für diesen Fall eine offene Aussprache an. Ob am 50-Meter-Becken dann festgehalten werden soll, sagt keine der drei Quellen.

Sollte das der Fall sein, müssen wir uns ehrlich machen und miteinander besprechen, was wir uns leisten können und leisten wollen und was das für die finanzielle Gesamtlage der Stadt bedeuten würde."

Programm/Kampagne · 10-Punkte-Plan · CDU Wunstorf, Kommunalwahlprogramm 2026 · HAZ-Wahl-Check „Kann sich Wunstorf ein neues Freizeitbad für 38 Millionen Euro leisten?“, 09.08.2026

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Die CDU ruft den Bedingungsfall der These auf, beantwortet ihn aber nicht: Eine angekündigte Aussprache über das Leistbare ist weder ein Festhalten am 50-Meter-Becken noch ein Verzicht darauf. Eine Richtung daraus abzuleiten wäre Auslegung. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.

Kerstin Obladen (FREIE WÄHLER)

Dagegen

Eigene Antwort: Dagegen

Sie steht für ein gutes Schwimmangebot in Wunstorf, will bei erheblichen Mehrkosten aber keinen Blankoscheck: Die Stadt müsse finanziell handlungsfähig bleiben. Bei deutlichen Kostensteigerungen seien Alternativen zu prüfen und die Bürgerinnen und Bürger transparent zu informieren.

Originalantwort anzeigen

Wir stehen für ein gutes Schwimmangebot in Wunstorf. Bei erheblichen Mehrkosten darf es jedoch keinen Blankoscheck geben. Die Stadt muss finanziell handlungsfähig bleiben. Bei deutlichen Kostensteigerungen müssen Alternativen geprüft und die Bürgerinnen und Bürger transparent informiert werden.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 16.08.2026 · FREIE WÄHLER Wunstorf, Wahlcheck Wunstorf 2026

Mona M'Barkiou (Die Linke)

Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig

Aus dem Programm nicht eindeutig ableitbar

Das Programm will Schwimmbäder in kommunaler Hand halten, bedarfsgerecht neu bauen und barrierefrei gestalten; zugleich sollen Investitionen in Schulen, Kitas und ÖPNV Vorrang vor teuren Prestigeprojekten haben. Im HAZ-Wahl-Check hält die Linke Wunstorf die Frage nach dem Bürgerwillen für wichtiger als die nach der Finanzierbarkeit und sieht diesen Willen nicht beim geplanten Freizeitbad, sondern bei einem „modernen, familienfreundlichen und bezahlbaren Bad“.

Zurechnung: Kommunalwahlprogramm des Kreisverbands Region Hannover sowie die Antwort der Linken Wunstorf im HAZ-Wahl-Check; beides Parteiäußerungen, eine persönliche Übernahme durch Mona M'Barkiou ist nicht dokumentiert.

Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm Die Linke Region Hannover 2026 · HAZ-Wahl-Check „Kann sich Wunstorf ein neues Freizeitbad für 38 Millionen Euro leisten?“, 09.08.2026

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Die Programmaussagen zeigen in unterschiedliche Richtungen, und die Antwort im Wahl-Check beschreibt einen vermuteten Bürgerwillen statt einer eigenen Festlegung. Keine der Quellen beantwortet, ob Wunstorf bei einer Überschreitung des Kostenrahmens von 38 Millionen Euro am 50-Meter-Becken festhalten soll.

Alle Thesen dieses Checks

Diese Seite zeigt eine von 14 Thesen. Der vollständige Check rechnet Ihre eigenen Antworten gegen alle Positionen — ausschließlich in Ihrem Browser.

Zum Wahl-Check Wunstorf

Wie eine Quelle zur gewerteten Position wird, welche Prüfungen eine These bestehen muss und wie gerechnet wird, steht in der Methodik aller Wahl-Checks.

Keine Wahlempfehlung. Die Auswertung läuft vollständig in Ihrem Browser — Ihre Antworten verlassen Ihr Gerät nicht. Korrekturhinweise an wahlcheck@einfach-digital.de.

Bei Recherche, Aufbereitung und Programmierung setzen wir KI-Werkzeuge ein. Jede These, jede verwendete Position und jede Begründung wird vor der Veröffentlichung von einem Menschen anhand der Originalquelle geprüft. Redaktionell verantwortlich ist Peter Neubert, Einfach Digital GmbH — er ist kein Mitglied einer politischen Partei.