Wohnen & Bauen

Sozialwohnungsquote

Wunstorf soll bei neuen Wohngebäuden ab sechs Wohnungen mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen verlangen.

Wunstorf · Bürgermeisterwahl am 13. September 2026

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Worum geht es?

Der Bürgermeister schlug am 27. Mai 2026 BauTurbo-Leitlinien vor. Die Anlage nennt als mögliche Bedingung: Bei neuen Wohngebäuden mit sechs Wohneinheiten und mehr sollen mindestens 30 Prozent sozialer Wohnungsbau entstehen.

Die CDU-Fraktion beantragte am 16. Juni, genau diesen letzten Unterpunkt zu streichen. Der Rat vertagte die Beratung am 1. Juli 2026. Die Quote gilt deshalb nicht, die Entscheidung darüber ist offen.

Zustimmung bedeutet

Wunstorf soll bei neuen Wohngebäuden ab sechs Wohnungen mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen verlangen.

Ablehnung bedeutet

Wunstorf soll bei neuen Wohngebäuden keine feste Sozialwohnungsquote verlangen.

Die Positionen

Zu dieser Frage liegen belegte Positionen von 4 der 4 Kandidaturen vor.

Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.

Carsten Piellusch (SPD)

Dafür

Eigene Antwort: Dafür

Wunstorf brauche mehr und vor allem bezahlbaren Wohnraum: Bei größeren Bauvorhaben soll aus seiner Sicht eine 30-Prozent-Sozialquote gelten und auch in den Leitlinien zum Bauturbo verankert werden. Wer von zusätzlichen Baumöglichkeiten und schnelleren Verfahren profitiere, solle einen Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum leisten.

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Wunstorf braucht mehr Wohnraum und vor allem bezahlbare Wohnungen. Deshalb soll bei größeren Bauvorhaben eine 30 Prozent Sozialquote gelten und auch in den Leitlinien zum Bauturbo verankert werden. Wer von zusätzlichen Baumöglichkeiten und schnelleren Verfahren profitiert, soll einen Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum leisten.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 24.08.2026

Parteiprogramm: Dafür– persönliche Position hat Vorrang; nicht doppelt gerechnet

Der neue Wortlaut fragt nicht mehr nach der Beibehaltung einer Klausel, sondern nach der Einführung der Quote — die Quelle beantwortet damit dieselbe Entscheidung. Zwei Abstände sind geprüft. Erstens der Begriff: „bezahlbarer Wohnraum“ ist rechtlich weiter als „Sozialwohnung“, das Programm bezeichnet die Forderung aber selbst als „Sozialquote“ und nennt dieselbe Zahl; die Eigenbezeichnung der Quelle trägt den Begriff der These. Zweitens die Schwelle: Das Programm nennt keine Wohnungszahl, sondern verlangt die Quote bei allen neuen Wohnprojekten. Das ist keine in die Quelle hineingelesene Ergänzung, sondern eine weitergehende Forderung derselben Richtung — wer die Quote für alle neuen Wohnprojekte will, will sie auch für die ab sechs Wohnungen.

Das SPD-Kommunalwahlprogramm will bei neuen Wohnprojekten mindestens 30 Prozent bezahlbare Wohnungen sichern und bezeichnet dies ausdrücklich als Sozialquote.

Bei neuen Wohnprojekten mindestens 30 Prozent bezahlbare Wohnungen sichern (Sozialquote)."

Zurechnung: Das Kommunalwahlprogramm stammt von der SPD Wunstorf, die Piellusch nominiert hat. Eine persönliche Übernahme durch Piellusch ist nicht dokumentiert; der Eintrag zählt deshalb nur als vorläufige Parteiposition.

Programm/Kampagne · SPD Wunstorf, Kommunalwahlprogramm 2026–2031

Aus dieser Amtshandlung nicht eindeutig ableitbar

Piellusch zeichnete als Bürgermeister die Vorlage, deren Anlage die 30-Prozent-Klausel als mögliche Bedingung aufführt.

Zurechnung: Die Zeichnung belegt seine institutionelle Verantwortung für eine Verwaltungsvorlage, aber keine persönliche politische Übernahme der Quote.

Handeln im Amt · Stadt Wunstorf, Vorgang zur Vorlage 61.2026/0090 „Leitlinien BauTurbo“ vom 27.05.2026 — mit Anlage und Beratungsverlauf

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Eine Vorlagenzeichnung ist keine persönliche Festlegung. Zudem wurde die Vorlage vertagt; aus ihr lässt sich weder die Geltung der Quote noch Pielluschs persönliche Zustimmung zu ihr ableiten.

Martin Pavel (CDU)

Teils / teils

Eigene Antwort: Teils / teils

Eine möglichst hohe Sozialquote unterstützt er grundsätzlich; entscheidend sei aber, dass am Ende maximal viele bezahlbare Wohnungen entstehen. Bei jeder Quote müssten Investoren gefunden werden, die auch finanzieren und bauen — sonst stehe eine schöne Zahl auf dem Papier und die Flächen blieben leer. Wo die richtige Quote liegt, will er politisch und mit Investoren klären.

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Entscheidend ist am Ende, dass maximal viele bezahlbare Wohnungen gebaut werden! Die Einführung einer möglichst hohen Sozialquote wird von mir grundsätzlich unterstützt, allerdings müssen -bei egal welcher Quote- ja auch Investoren gefunden werden, die diese Wohnungen auch finanzieren und bauen. Ansonsten hat man eine schöne Zahl auf dem Papier, aber leere Flächen und eben keine gebauten Wohnungen. Wo genau die „richtige“ Quote (also die, bei der am schnellsten und meisten gebaut wird) liegt, muss in weiteren politischen Gesprächen, aber auch mit den Investoren besprochen werden.

Warum Mittelposition: Zustimmung, aber ausdrücklich an eine Bedingung geknüpft.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 30.08.2026

Parteiprogramm: Dagegen– weicht von der persönlichen Position ab; gerechnet wird nur die persönliche Position

Der Änderungsantrag bezeichnet nur den letzten Unterpunkt. Im vollständigen Anlagentext ist dieser Unterpunkt die 30-Prozent-Klausel für Wohngebäude ab sechs Wohneinheiten. Die beantragte Streichung beantwortet damit genau die Gegenrichtung der These.

Die CDU-Ratsfraktion beantragt, in den vorgeschlagenen BauTurbo-Leitlinien den letzten Unterpunkt des siebten Spiegelstrichs zu streichen. Dieser Unterpunkt ist die 30-Prozent-Klausel für sozialen Wohnungsbau.

Spiegelstrich 7: Streichung des letzten Unterpunktes"

Zurechnung: Der schriftliche Änderungsantrag stammt von der CDU-Ratsfraktion und ist von ihrer Vorsitzenden Christiane Schweer gezeichnet. Er ist keine persönliche Aussage Pavels und wird deshalb ausschließlich als vorläufige Parteiposition geführt.

Handeln im Amt · Stadt Wunstorf, Ratssitzung 01.07.2026, TOP 13 — dort in der TOP-Mappe der Änderungsantrag der CDU-Ratsfraktion vom 16.06.2026 · Stadt Wunstorf, Vorgang zur Vorlage 61.2026/0090 „Leitlinien BauTurbo“ vom 27.05.2026 — mit Anlage und Beratungsverlauf

Aus dieser Aussage nicht eindeutig ableitbar

Pavel lehnte 2025 ein SPD-Positionspapier zum Wohnungsbau ab und erklärte, die CDU wolle lieber über konkrete Baugebiete und Bauvorhaben als über allgemeine Forderungen sprechen.

Der Vorstoß der Sozialdemokraten ist weder inhaltlich noch im Stil zu unterstützen. … Außerdem würden wir lieber über konkrete Baugebiete und Bauvorhaben sprechen als über allgemeine Forderungen."

Öffentliche Aussage · Wunstorfer Auepost, 04.09.2025

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Das Zitat betrifft ein SPD-Positionspapier aus dem Jahr 2025, nicht die 2026 vorgeschlagene 30-Prozent-Klausel. Es belegt deshalb keine persönliche Haltung Pavels zur hier abgefragten Quote.

Kerstin Obladen (FREIE WÄHLER)

Teils / teils

Eigene Antwort: Teils / teils

Sie steht für bezahlbaren Wohnraum und sozialen Wohnungsbau, hält eine starre Quote von genau 30 Prozent aber nicht für pauschal auf jedes Projekt anwendbar. Entscheidend seien die jeweiligen Rahmenbedingungen und eine wirtschaftlich tragfähige Lösung, damit insgesamt ausreichend neuer Wohnraum entsteht.

Originalantwort anzeigen

Wir stehen für bezahlbaren Wohnraum und sozialen Wohnungsbau. Eine starre Quote von genau 30 Prozent sollte jedoch nicht pauschal für jedes Projekt gelten. Entscheidend sind die jeweiligen Rahmenbedingungen und eine wirtschaftlich tragfähige Lösung, damit insgesamt ausreichend neuer Wohnraum entsteht.

Warum Mittelposition: Das Ziel wird geteilt, das in der These genannte Mittel nicht.

Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 16.08.2026 · FREIE WÄHLER Wunstorf, Wahlcheck Wunstorf 2026

Aus dem Programm nicht eindeutig ableitbar

Die FREIEN WÄHLER wollen die Möglichkeiten des Bauturbos nutzen und dabei „keine zusätzlichen kommunalen Hürden“ schaffen. Welche Bedingungen als Hürde gelten sollen, sagt die Antwort nicht; die Sozialwohnungsquote nennt sie nicht.

dass die Möglichkeiten des Bauturbos genutzt und keine zusätzlichen kommunalen Hürden geschaffen werden sollten"

Programm/Kampagne · Wahlprüfsteine Klimawende 2026, Frage 8

Warum wird das nicht berücksichtigt?

Ob eine Sozialwohnungsquote unter „zusätzliche kommunale Hürden“ fällt, ist Auslegung: Der Satz nennt weder eine Quote noch einen Anteil noch eine Schwelle. Codierregel 3 verlangt für einen entscheidungstragenden Bestandteil einen ausdrücklichen Beleg, Codierregel 5 lässt aus einer unklaren Quelle keine Richtung entstehen. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.

Mona M'Barkiou (Die Linke)

Parteiprogramm: Dafür – persönlich noch nicht bestätigt

Parteiprogramm: Dafür– persönlich noch nicht bestätigt

Die These fragt, ob Wunstorf bei neuen Wohngebäuden eine feste Sozialwohnungsquote verlangen soll. Die Linke Wunstorf fordert im HAZ-Wahl-Check mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen in allen neuen Baugebieten — dieselbe Zahl und derselbe Begriff wie in der Wunstorfer Vorlage; der Gegenpol, keine feste Quote zu verlangen, ist damit ausgeschlossen. Das Kreisverbandsprogramm trägt dieselbe Richtung unabhängig davon: Es verlangt die Festsetzung einer verbindlichen Sozialquote im Bebauungsplan und beziffert sie mit mindestens 70 Prozent im Geschosswohnungsbau. Dass das Programm die Quote als „kommunal oder genossenschaftlich“ beschreibt, steht dem hier nicht entgegen: Gefragt ist das Ob der Quote, nicht ihre Höhe; für die Hannoveraner Höhenfrage bleibt derselbe Vorbehalt bestehen. Auch die Bezugsgröße trägt: „alle neuen Baugebiete“ und der Geschosswohnungsbau liegen über der Wunstorfer Schwelle von sechs Wohneinheiten, nicht darunter.

Die Linke Wunstorf fordert im HAZ-Wahl-Check mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen in allen neuen Baugebieten und setzt auf kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsbau auf Erbbaurecht. Das Kommunalwahlprogramm des Kreisverbands fordert zusätzlich für künftige Projekte im Geschosswohnungsbau eine Sozialquote von mindestens 70 Prozent, verbindlich im Bebauungsplan festgesetzt.

Entscheidend ist, dass überall klare soziale Regeln gelten. Wir fordern mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen in allen neuen Baugebieten."

Zurechnung: Zwei Quellen derselben Ebene: das Kommunalwahlprogramm des Kreisverbands Region Hannover, dessen Geltungsbereich die Kommunen der Region sind, und die Antwort der Linken Wunstorf im HAZ-Wahl-Check vom 07.08.2026. Beide sind Parteiäußerungen; eine persönliche Übernahme durch Mona M'Barkiou ist in keiner der beiden dokumentiert. Der Eintrag zählt deshalb nur als vorläufige Parteiposition.

Programm/Kampagne · HAZ-Wahl-Check „Wo sollen neue Baugebiete entstehen?“, 07.08.2026 · Kommunalwahlprogramm Die Linke Region Hannover 2026

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