Wohnen & Stadtentwicklung
Innenentwicklung vor neuen Baugebieten
Neue Wohnungen sollen vorrangig auf bereits erschlossenen Flächen im Siedlungsbestand entstehen.
Garbsen · Bürgermeisterwahl am 13. September 2026
Recherchestand:
Worum geht es?
Innenentwicklung nutzt Baulücken, Leerstand und vorhandene Infrastruktur, kann aber dichteres Bauen in gewachsenen Ortsteilen bedeuten. Der Baulandbeschluss bezieht solche Nachverdichtungsprojekte ab zehn Wohneinheiten ausdrücklich in die Quotenpflicht ein.
Die Ausweichmöglichkeiten nach außen sind begrenzt: In Heitlingen, Frielingen und beiden Osterwalder Ortsteilen ist wegen der Lage im Siedlungsbeschränkungsbereich des Flughafens Hannover-Langenhagen kein Planungsrecht für Wohnungsbau möglich.
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Verzeichnet sind alle Änderungen an Thesenwortlaut, Erklärung und den beiden Antwortmöglichkeiten. Keine davon hat ein Ergebnis verschoben; wäre es anders, stünde es beim jeweiligen Eintrag.
Belege, Quellenangaben und Angaben zu den Kandidaturen wachsen daneben weiter — sie stehen nicht in diesem Protokoll, sondern bei der jeweiligen Position.
- Zustimmung bedeutet: Garbsen soll neue Wohnungen vorrangig auf Baulücken, Brachen und im Bestand schaffen — auch durch Nachverdichtung in gewachsenen Ortsteilen.Ablehnung bedeutet: Garbsen soll neue
Baugebiete am Ortsrand ausweisen; Innenentwicklung verdichtet gewachsene Ortsteile und deckt den Bedarf nichtWohnungen vorrangig in neuen Baugebieten am Ortsrand schaffen — außerhalb der vom Flughafen beschränkten Ortsteile.Eine Prüfung aller vierzehn Konfliktachsen ergab, dass in elf Fällen nur eines der beiden Felder neben der Position zusätzlich eine Begründung trug, und zwar durchgehend das Feld für die Ablehnung. Da die Felder seit dem 10. August 2026 mit „Zustimmung bedeutet“ und „Ablehnung bedeutet“ überschrieben sind, beschreiben sie die Bedeutung einer Antwort; eine Begründung in nur einem der beiden Felder berührt damit die Messung. Hier standen zwei Aussagen über die Gegenseite: Innenentwicklung verdichte gewachsene Ortsteile und decke den Bedarf nicht. Die zweite steht im Hintergrundtext nicht. Hinzu kommt eine Berichtigung im Bau: Das Feld sagte „neue Baugebiete ausweisen“ ohne das Wort „vorrangig“, obwohl die These nach einer Rangfolge fragt — wer beide Wege gleichrangig will, gehörte damit fälschlich hierher. Beide Felder benennen jetzt einen Vorrang. Der Zusatz nennt die Beschränkung durch den Siedlungsbeschränkungsbereich des Flughafens Hannover-Langenhagen, die im Hintergrundtext steht. Die Verdichtung stand als Vorwurf im Feld für die Ablehnung. Sie steht jetzt hier, als das, was diese Wahl bedeutet. Der Hintergrundtext nennt dichteres Bauen als Möglichkeit dieses Weges; das Wort „auch“ hält den Möglichkeitscharakter. - Beschriftung der Antwortfelder:
Dafür spricht … / Dagegen sprichtZustimmung bedeutet … / Ablehnung bedeutet …Über den beiden Positionen jeder These stand bis zum 10. August 2026 „Dafür spricht“ und „Dagegen spricht“. Diese Beschriftung kündigt ein Argument oder eine Feststellung an, während dort die beiden zur Wahl stehenden Positionen stehen; eine externe Prüfung hatte eine solche Position deshalb als Tatsachenbehauptung gelesen. Sie wurde zunächst durch „Wer zustimmt, will“ und „Wer ablehnt, will“ ersetzt. Auch diese Fassung trägt nicht: Sie schreibt die jeweilige Position allen Antwortenden als Absicht zu, und bei Thesen, die zwei Wege gegeneinanderstellen, folgt das nicht — wer den einen Weg ablehnt, entscheidet sich damit nicht für den anderen. Die Beschriftung benennt jetzt die Bedeutung der Antwortmöglichkeit im Check, in derselben Wortwahl wie der versandte Fragebogen. Seit demselben Tag werden die beiden Positionen zusätzlich im Check selbst angezeigt; für die Kandidaturen waren sie schon zuvor über die im Fragebogen verlinkte Thesenseite erreichbar.
Zustimmung bedeutet
Garbsen soll neue Wohnungen vorrangig auf Baulücken, Brachen und im Bestand schaffen — auch durch Nachverdichtung in gewachsenen Ortsteilen.
Ablehnung bedeutet
Garbsen soll neue Wohnungen vorrangig in neuen Baugebieten am Ortsrand schaffen — außerhalb der vom Flughafen beschränkten Ortsteile.
Die Positionen
Zu dieser Frage liegen belegte Positionen von 4 der 7 Kandidaturen vor.
Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.
Claudio Provenzano (SPD)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus dem Programm nicht eindeutig ableitbar
Er wirbt für neue Wohnquartiere in Berenbostel-Ost und Im Hespe sowie für bezahlbaren Wohnraum in allen Stadtteilen. Für die „Neue Mitte“ um Rathaus und Cinestar zählte er beim HAZ/NP-Wahlforum am 10. August 2026 auf, was dort geplant ist: Entsiegelung, ein „komplett veränderter Rathausplatz“, Wohnraum und Einzelhandel, aber „kein riesiges Einkaufszentrum“. Einen allgemeinen Vorrang bereits erschlossener Flächen im Siedlungsbestand legt er an keiner Stelle fest.
Programm/Kampagne · Programm Claudio Provenzano, Wohnen · HAZ, Wahlforum Garbsen, 11.08.2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Einzelne neue Quartiere beantworten nicht, ob Innenentwicklung bei künftigen Wohnprojekten grundsätzlich Vorrang haben soll. Die Beschreibung der Planung für die „Neue Mitte“ ebenfalls nicht: Sie belegt, dass Garbsen im Bestand baut, nicht dass der Bestand neuen Baugebieten vorgehen soll — und sie steht neben den beiden neuen Quartieren, für die er wirbt.
Robert Engelmann (CDU)
Teils / teilsEigene Antwort: Teils / teils
Er hält Innenentwicklung für richtig, aber nicht um jeden Preis: Nachverdichtung, Hinterliegerbebauung und Aufstockungen dürften gewachsene Quartiere und Infrastruktur nicht überfordern. Er will eine Balance aus Innenentwicklung und neuen Baugebieten.
Originalantwort anzeigen
Innenentwicklung ist richtig, aber nicht um jeden Preis. Nachverdichtung, Hinterliegerbebauung und Aufstockungen schaffen Wohnraum, dürfen gewachsene Quartiere und Infrastruktur aber nicht überfordern. Deshalb brauchen wir eine gute Balance aus Innenentwicklung und neuen Baugebieten – passend zum jeweiligen Standort.
Warum Mittelposition: Beide Seiten werden ausdrücklich gleichrangig genannt.
Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 10.08.2026
Parteiprogramm: Dafür– weicht von der persönlichen Position ab; gerechnet wird nur die persönliche Position
Das Programm richtet die Stadtplanung ausdrücklich vorrangig auf bereits erschlossene Flächen im Siedlungsbestand aus.
Die CDU will neue Bauvorhaben vorrangig auf bereits erschlossenen Flächen im Siedlungsbestand umsetzen und dafür Verdichtung, Wiedernutzung, Umnutzung und Aufstockung nutzen.
Zurechnung: Aktuelles örtliches CDU-Wahlprogramm; eine persönliche Übernahme durch Robert Engelmann ist nicht dokumentiert.
Programm/Kampagne · CDU-Wahlprogramm: Wohnen und Stadt
Antonio Mičuda (AfD)
DafürEigene Antwort: Dafür
Er will vorhandene Infrastruktur — Straßen, Leitungen, Nahversorgung — konsequent nutzen, bevor neue Flächen versiegelt werden; das spare Erschließungskosten und schone Natur- und Landwirtschaftsflächen.
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Vorhandene Infrastruktur wie Straßen, Leitungen und Nahversorgung sollte konsequent genutzt werden, bevor neue Flächen versiegelt werden. Das spart der Stadt Erschließungskosten und schont zugleich Natur- und Landwirtschaftsflächen rund um Garbsen – eine vernünftige, nachhaltige Prioritätensetzung.
Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 08.08.2026
Aus dem Programm nicht eindeutig ableitbar
Das Programm will die Nutzungsänderung leerstehender Gebäude zu Wohnraum beschleunigen und zugleich Neubausiedlungen für Einfamilienhäuser maßvoll erschließen.
Programm/Kampagne · AfD-Fraktion Garbsen, Programm Kommunalwahl 2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Beide Wege stehen nebeneinander; ein Vorrang der Innenentwicklung ist damit nicht belegt.
Marvin Bartsch (FDP)
Teils / teilsEigene Antwort: Teils / teils
Nachverdichtung und neue Baugebiete schließen einander aus seiner Sicht nicht aus: Beides müsse bedarfsgerecht, mit Blick auf die Infrastruktur und mit Weitsicht geplant werden. Einen pauschalen Vorrang der Innenentwicklung hält er deshalb nicht für sinnvoll.
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Nachverdichtung und neue Baugebiete schließen einander nicht aus. Beides muss bedarfsgerecht, mit Blick auf Infrastruktur und mit Weitsicht geplant werden. Einen pauschalen Vorrang der Innenentwicklung halte ich deshalb nicht für sinnvoll.
Warum Mittelposition: Beide Seiten werden ausdrücklich gleichrangig genannt.
Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 24.08.2026
Christoph Podstawa (Die Linke)
DafürEigene Antwort: Dafür
Er verlangt einen Stadtentwicklungs- und Infrastrukturplan, der das im erschlossenen Bereich vorhandene Potenzial sichtbar macht. Wichtig sei, dass alle mitgenommen würden, die Infrastruktur mitwachse und Klima- und Hitzeschutz direkt mitberücksichtigt würden; neue Siedlungsflächen sollten ökologischen Kriterien folgen.
Originalantwort anzeigen
Wir brauchen einen Stadtentwicklungs- und Infrastrukturplan, um das im erschlossenen Bereich vorhandene Potential sichtbar zu machen. Wichtig ist, dass alle mitgenommen werden, die Infrastruktur mitwächst und der Klima- und Hitzeschutz direkt mitberücksichtigt werden. Neue Siedlungsflächen nutzen ökologische Kriterien und das gesamte Potential.
Eigene Antwort (Fragebogen) · Selbstauskunft gegenüber einfach.digital, 21.08.2026
Parteiprogramm: Dafür– persönliche Position hat Vorrang; nicht doppelt gerechnet
Das Programm bewertet Umnutzung, Nachverdichtung und Aufstockung ausdrücklich als die bessere Alternative und will die Versiegelung auf das Notwendigste begrenzen — das ist die Vorrangentscheidung der These. Dass es neues Bauland nicht ausschließt, steht dem nicht entgegen: Die These fragt nach einem Vorrang, nicht nach einem Verbot, und die Bauland-Passage regelt die Nutzung, nicht die Rangfolge. Den Gegeneinwand, Innenentwicklung verdichte gewachsene Ortsteile, nimmt das Programm ausdrücklich in Kauf.
Das Kommunalwahlprogramm sieht die Umnutzung von Gewerbeflächen, Nachverdichtung und Aufstockungen als günstigere, sozialere und klimagerechtere Alternative, will Baulücken schließen und die Versiegelung in den Kommunen der Region auf das Notwendigste begrenzen.
„Wir sehen die Umnutzung von Gewerbeflächen, Nachverdichtungen und Aufstockungen als günstigere, sozialere und klimagerechtere Alternative."
Zurechnung: Kommunalwahlprogramm des Kreisverbands Region Hannover für die Kommunalwahl 2026; Garbsen ist eine Kommune der Region. Der Ortsverband Garbsen/Seelze, der Christoph Podstawa aufgestellt hat, führt kein eigenes Ortsverbandsprogramm; sein persönliches Wahlprogramm gibt ebenfalls der Kreisverband heraus. Eine ausdrückliche Übernahme des Kreisverbandsprogramms durch ihn ist nicht dokumentiert — seit dem 21.08.2026 liegt zu allen vierzehn Thesen aber seine eigene Antwort vor, die die Parteiebene ohnehin verdrängt.
Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm Die Linke Region Hannover 2026, Zeilen 161–177, 700–701 und 710 der PDF-Fassung
Ahmet Cagli (parteilos)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus dieser Aussage nicht eindeutig ableitbar
Auf die Publikumsfrage nach der Zukunft von Garbsen-Mitte sprach er sich beim HAZ/NP-Wahlforum am 10. August 2026 dafür aus, in der „Neuen Mitte“ viele kleine Geschäfte anzusiedeln.
Öffentliche Aussage · HAZ, Wahlforum Garbsen, 11.08.2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Die Aussage betrifft die Nutzungsmischung eines einzelnen Vorhabens, nicht die Frage der These. Dass in der „Neuen Mitte“ gebaut wird, belegt Bauen im Bestand — nicht, dass der Bestand künftigen Baugebieten grundsätzlich vorgehen soll. Dieselbe Grenze, an der die Wahlforums-Antwort von Claudio Provenzano zu dieser These ungewertet bleibt.
Zu 1 von 7 Kandidaturen lag im dokumentiert geprüften Quellenbestand mit Stand 1. September 2026 keine Aussage zu dieser These vor. Alle Kandidaturen erhalten denselben Fragenkatalog; eingehende Antworten werden laufend eingearbeitet und gekennzeichnet.
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