Bildung & Schule

Gegliedertes Schulsystem erhalten

Das gegliederte Schulsystem mit Gymnasium, Real- und Hauptschule soll erhalten bleiben.

Hannover · Oberbürgermeisterwahl am 13. September 2026 · Datenstand 29. Juli 2026

Worum geht es?

Die Stadt entscheidet als Schulträgerin über Standorte, Schulformen und Neugründungen — etwa über zusätzliche Gesamtschulen. In Hannover bekommt jedes Kind einen Platz in der gewünschten Schulform; die einzige Ausnahme ist die Integrierte Gesamtschule, die als Angebotsschule geführt wird und keine Platzgarantie kennt.

Quelle: Stadt Hannover, Weiterführende Schulen ab Klasse 5

Dafür spricht

Hannover soll als Schulträgerin Gymnasium, Real- und Hauptschule als eigene Schulformen erhalten.

Dagegen spricht

Hannover soll zusätzliche Gesamtschulen einrichten und das gegliederte System schrittweise ablösen, weil die Nachfrage nach IGS-Plätzen das Angebot übersteigt.

Die Positionen

Belegte Positionen von 4 der 9 Kandidaturen. Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.

Axel von der Ohe (SPD)

Parteiprogramm: Dagegen – persönlich noch nicht bestätigt

Parteiprogramm: Dagegen– persönlich noch nicht bestätigt

Das Programm will Haupt- und Realschulen schrittweise in Gesamtschulen überführen und widerspricht damit dem Erhalt des gegliederten Systems.

Die SPD will Haupt- und Realschulen schrittweise in Gesamtschulen umwandeln; langfristig soll ein Zwei-Säulen-System aus Gesamtschulen und Gymnasien entstehen.

Zurechnung: Aktuelles örtliches Wahlprogramm der Partei SPD; eine persönliche Übernahme durch Axel von der Ohe ist nicht dokumentiert.

Programm/Kampagne · SPD-Zukunftsprogramm Hannover 2026, S. 5

Peter Karst (CDU)

Dafür

Persönliche Position: Dafür

Er will das gegliederte Schulsystem erhalten und fordert verpflichtende Sprachförderung vor der Einschulung.

Das differenzierte Schulsystem behalte ich, denn es gibt gute Gründe dafür."

Programm/Kampagne · Kampagnenseite, Themen

Maren Kaminski (Die Linke)

Dagegen

Persönliche Position: Dagegen

Sie will integrierte Gesamtschulen als Lernorte für alle stärken und tritt für eine gemeinsame Schule bis zur zehnten Klasse ein; die frühe Aufteilung nach Klasse 4 und das Abschulen von Gymnasien lehnt sie ausdrücklich ab.

eine Schule für alle Kinder haben, mindestens bis Klasse 10"

Öffentliche Aussage · Bewerbung als OB-Kandidatin, Januar 2026 · h1 Hannover, „Überraschend im Bundestag“ — Maren Kaminski im Talk bei 0511, 25.04.2025

Parteiprogramm: Dagegen– persönliche Position hat Vorrang; nicht doppelt gerechnet

Das Programm fordert die Gemeinschaftsschule für alle bis zur zehnten Klasse und widerspricht damit dem Erhalt des gegliederten Systems.

Das Kommunalwahlprogramm ihrer Partei fordert die Gemeinschaftsschule für alle bis zur zehnten Klasse.

Zurechnung: Aktuelles örtliches Wahlprogramm der Partei Die Linke; eine persönliche Übernahme der vollständigen Strukturentscheidung durch Maren Kaminski ist nicht dokumentiert.

Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm Die Linke Region Hannover 2026

Thorsten Meyer (DIE HANNOVERANER)

Parteiprogramm: Dafür – persönlich noch nicht bestätigt

Parteiprogramm: Dafür– persönlich noch nicht bestätigt

Das Programm bezeichnet das dreigliedrige Schulsystem als beste Struktur und lehnt die Gesamtschule als Regelschule ab.

Das Programm bezeichnet ein dreigliedriges System aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium als beste Struktur und lehnt die Gesamtschule als Regelschule ab.

Zurechnung: Aktuelles Programm der Wählergemeinschaft DIE HANNOVERANER; die Kandidatenseite belegt keine persönliche Übernahme durch Thorsten Meyer.

Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm DIE HANNOVERANER 2026

Zu 5 von 9 Kandidaturen lag im dokumentiert geprüften Quellenbestand mit Stand 29. Juli 2026 keine Aussage zu dieser These vor. Ein identischer Fragebogen liegt allen Kandidaturen vor; eingehende Antworten werden laufend eingearbeitet und gekennzeichnet.