Soziales & Teilhabe
Housing First ausbauen
Hannover soll zusätzliche Wohnungen für den Ansatz „Housing First“ bereitstellen.
Hannover · Oberbürgermeisterwahl am 13. September 2026
Recherchestand:
Worum geht es?
„Housing First“ vermittelt wohnungslosen Menschen zuerst eine eigene Wohnung, ohne Vorbedingungen wie Suchtfreiheit — Beratung folgt danach.
Aus einem einjährigen Beteiligungsprozess liegen der Stadt seit April 2025 mehr als 60 Vorschläge vor. Die städtische Unterbringungsstrategie aus demselben Jahr gilt für wohnungslose und geflüchtete Menschen gemeinsam: Sie will den Schwerpunkt auf Wohnungen legen — Zielgröße 5.000 Plätze — und zugleich Gemeinschaftsunterkünfte für rund 2.000 Personen erhalten, die intensivere Unterstützung brauchen. Housing First ist darin ein eigener, kleinerer Baustein: die unmittelbare Vermittlung in private Wohnungen, mit oder ohne sozialarbeiterische Begleitung. Ein Jahr, bis wann die 5.000 Plätze erreicht sein sollen, nennt die Strategie nicht. Über die Umsetzung entscheidet die Ratspolitik.
Zusätzliche Housing-First-Wohnungen binden knappen Wohnraum.
Quellen (3)
Zustimmung bedeutet
Hannover soll zusätzliche Wohnungen erwerben oder anmieten und sie wohnungslosen Menschen ohne Vorbedingungen überlassen.
Ablehnung bedeutet
Hannover soll wohnungslose Menschen vorrangig in Unterkünften mit Betreuung unterbringen und dafür keine zusätzlichen Wohnungen binden.
Die Positionen
Zu dieser Frage liegt eine belegte Position von 1 der 9 Kandidaturen vor — für einen Vergleich ist das noch zu wenig.
Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.
Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus dem Programm nicht eindeutig ableitbar
Das Kommunalwahlprogramm seiner Partei will den eingeschlagenen Weg zur Überwindung von Obdachlosigkeit bis 2030 konsequent weitergehen und auch künftig auf Housing First setzen. Onay selbst sagt dasselbe Ziel in eigener Person zu; der neue bezahlbare Wohnraum, den er im selben Satz nennt, ist ausdrücklich für Studierende und Auszubildende bestimmt.
Programm/Kampagne · Wahlprogramm Grüne Hannover 2026 (PDF)
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Die Quelle will Housing First fortführen, sagt aber keine zusätzlichen Wohnungen für den Ansatz zu. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.
Axel von der Ohe (SPD)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus dem Programm nicht eindeutig ableitbar
Das SPD-Programm nennt Housing First als leitenden Ansatz für einen schnellen dauerhaften Zugang zu eigenem Wohnraum und will das EU-Ziel zur Überwindung von Obdachlosigkeit bis 2030 umsetzen.
Programm/Kampagne · SPD-Zukunftsprogramm Hannover 2026, S. 15–16
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Die Quelle bekennt sich zum Ansatz und zum Ziel, sagt aber keine zusätzlichen Wohnungen für Housing First zu. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.
Peter Karst (CDU)
DafürPersönliche Position: Dafür
Er will Housing First ausbauen; niemand solle in Hannover auf der Straße schlafen müssen.
„Housing First funktioniert, ich baue es aus."
Programm/Kampagne · Kampagnenseite, Themen
Maren Kaminski (Die Linke)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus dem Programm nicht eindeutig ableitbar
Das Kommunalwahlprogramm verlangt Housing First in allen Kommunen der Region und bezeichnet eine konsequente Housing-First-Politik als Ziel.
Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm Die Linke Region Hannover 2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Die Quelle befürwortet Housing First, sagt aber nicht zu, dass Hannover zusätzliche Wohnungen für diesen Ansatz bereitstellt. Die frühere Wertung ergänzte dieses Element nur aus einer Folgerung.
Jessica Schülke (AfD)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus dem Programm nicht eindeutig ableitbar
Das AfD-Programm will die Obdachlosenunterbringung aus der Innenstadt in Stadtbereiche mit geringer Wohnbevölkerung verlagern. Ob Hannover zusätzliche Wohnungen für Housing First bereitstellen soll, sagt es nicht.
Programm/Kampagne · AfD-Kommunalwahlprogramm Hannover 2026, S. 10
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Eine Standortfrage für Unterkünfte beantwortet nicht, ob zusätzliche Wohnungen für den Ansatz bereitgestellt werden sollen.
Bruno Adam Wolf (Piratenpartei)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus dem Programm nicht eindeutig ableitbar
Er will Obdachlosigkeit in Hannover bis 2030 abschaffen und dafür bestehende Programme und Beschlüsse konsequent ausbauen. Zum konkreten Instrument Housing First äußert er sich nicht.
„Die Obdachlosigkeit in der Stadt soll bis 2030 ganz abgeschafft werden."
Programm/Kampagne · Piraten Hannover, Kandidatenvorstellung
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Ein Ausbau „bestehender Programme“ nennt Housing First nicht und sagt keine zusätzlichen Wohnungen für den Ansatz zu. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.
Thorsten Meyer (DIE HANNOVERANER)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus dem Programm nicht eindeutig ableitbar
Das Programm verlangt eine menschenwürdige, von den Betroffenen akzeptierte Unterbringung und Betreuung obdachloser Menschen. Ob Hannover dafür zusätzliche Wohnungen bereitstellen soll, sagt es nicht.
„Für eine menschenwürdige, von den Obdachlosen auch akzeptierte Unterbringung und Betreuung."
Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm DIE HANNOVERANER 2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Unterbringung und Betreuung sind nicht das Instrument der These; zusätzliche Wohnungen für Housing First nennt die Quelle nicht.
Zu 2 von 9 Kandidaturen lag im dokumentiert geprüften Quellenbestand mit Stand 10. August 2026 keine Aussage zu dieser These vor. Alle Kandidaturen erhalten denselben Fragenkatalog; eingehende Antworten werden laufend eingearbeitet und gekennzeichnet.
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