Soziales & Teilhabe
Housing First ausbauen
Hannover soll zusätzliche Wohnungen für den Ansatz „Housing First“ bereitstellen.
Hannover · Oberbürgermeisterwahl am 13. September 2026 · Datenstand 29. Juli 2026
Worum geht es?
„Housing First“ vermittelt wohnungslosen Menschen zuerst eine eigene Wohnung, ohne Vorbedingungen wie Suchtfreiheit — Beratung folgt danach. Aus einem einjährigen Beteiligungsprozess liegen der Stadt seit April 2025 mehr als 60 Vorschläge vor; die Unterbringungsplanung nennt als Zielgröße 5.000 Plätze in Wohnungen bis 2030 bei gleichzeitiger Verringerung der Plätze in Gemeinschaftsunterkünften auf etwa 2.000. Über die Umsetzung entscheidet die Ratspolitik. Der Ansatz gilt als wirksam, bindet aber knappen Wohnraum.
Quelle: Stadt Hannover, 60 Vorschläge gegen Obdachlosigkeit, 03.04.2025 · Beschlussdrucksache 2334/2025, Expert*innengremium „Obdach 2030“, Ratsbeschluss 18.12.2025
Dafür spricht
Hannover soll zusätzliche Wohnungen erwerben oder anmieten und sie wohnungslosen Menschen ohne Vorbedingungen überlassen.
Dagegen spricht
Hannover soll bei Unterkünften mit Betreuung bleiben; Wohnungen für Housing First fehlen anderen Haushalten auf einem angespannten Wohnungsmarkt.
Die Positionen
Belegte Positionen von 2 der 9 Kandidaturen. Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.
Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Das Kommunalwahlprogramm seiner Partei will den eingeschlagenen Weg zur Überwindung von Obdachlosigkeit bis 2030 konsequent weitergehen und auch künftig auf Housing First setzen.
Programm/Kampagne · Wahlprogramm Grüne Hannover 2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Die Quelle will Housing First fortführen, sagt aber keine zusätzlichen Wohnungen für den Ansatz zu. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.
Axel von der Ohe (SPD)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Das SPD-Programm nennt Housing First als leitenden Ansatz für einen schnellen dauerhaften Zugang zu eigenem Wohnraum und will das EU-Ziel zur Überwindung von Obdachlosigkeit bis 2030 umsetzen.
Programm/Kampagne · SPD-Zukunftsprogramm Hannover 2026, S. 15–16
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Die Quelle bekennt sich zum Ansatz und zum Ziel, sagt aber keine zusätzlichen Wohnungen für Housing First zu. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.
Peter Karst (CDU)
DafürPersönliche Position: Dafür
Er will Housing First ausbauen; niemand solle in Hannover auf der Straße schlafen müssen.
„Housing First funktioniert, ich baue es aus."
Programm/Kampagne · Kampagnenseite, Themen
Maren Kaminski (Die Linke)
Parteiprogramm: Dafür – persönlich noch nicht bestätigtParteiprogramm: Dafür– persönlich noch nicht bestätigt
Das Programm fordert Housing First in allen Kommunen der Region; eine konsequente Housing-First-Politik ist ohne zusätzliche Wohnungen für den Ansatz nicht umsetzbar.
Das Kommunalwahlprogramm ihrer Partei verlangt Housing First in allen Kommunen der Region und bezeichnet eine konsequente Housing-First-Politik als Ziel.
Zurechnung: Aktuelles örtliches Wahlprogramm der Partei Die Linke; eine persönliche Übernahme durch Maren Kaminski ist nicht dokumentiert.
Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm Die Linke Region Hannover 2026
Jessica Schülke (AfD)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Das AfD-Programm will die Obdachlosenunterbringung aus der Innenstadt in Stadtbereiche mit geringer Wohnbevölkerung verlagern. Ob Hannover zusätzliche Wohnungen für Housing First bereitstellen soll, sagt es nicht.
Programm/Kampagne · AfD-Kommunalwahlprogramm Hannover 2026, S. 10
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Eine Standortfrage für Unterkünfte beantwortet nicht, ob zusätzliche Wohnungen für den Ansatz bereitgestellt werden sollen.
Bruno Adam Wolf (Piratenpartei)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Er will Obdachlosigkeit in Hannover bis 2030 abschaffen und dafür bestehende Programme und Beschlüsse konsequent ausbauen. Zum konkreten Instrument Housing First äußert er sich nicht.
„Die Obdachlosigkeit in der Stadt soll bis 2030 ganz abgeschafft werden."
Programm/Kampagne · Piraten Hannover, Kandidatenvorstellung
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Ein Ausbau „bestehender Programme“ nennt Housing First nicht und sagt keine zusätzlichen Wohnungen für den Ansatz zu. Deshalb wird diese Aussage für die These nicht berechnet.
Thorsten Meyer (DIE HANNOVERANER)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Das Programm verlangt eine menschenwürdige, von den Betroffenen akzeptierte Unterbringung und Betreuung obdachloser Menschen. Ob Hannover dafür zusätzliche Wohnungen bereitstellen soll, sagt es nicht.
„Für eine menschenwürdige, von den Obdachlosen auch akzeptierte Unterbringung und Betreuung."
Programm/Kampagne · Kommunalwahlprogramm DIE HANNOVERANER 2026
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Unterbringung und Betreuung sind nicht das Instrument der These; zusätzliche Wohnungen für Housing First nennt die Quelle nicht.
Zu 2 von 9 Kandidaturen lag im dokumentiert geprüften Quellenbestand mit Stand 29. Juli 2026 keine Aussage zu dieser These vor. Ein identischer Fragebogen liegt allen Kandidaturen vor; eingehende Antworten werden laufend eingearbeitet und gekennzeichnet.
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