Soziales & Teilhabe
Öffentliche Räume: Stadtteile vor Innenstadt
Zusätzliche Mittel für die Aufwertung öffentlicher Räume sollen vorrangig in die Stadtteilzentren fließen statt in die Innenstadt.
Hannover · Oberbürgermeisterwahl am 13. September 2026
Recherchestand:
Worum geht es?
Mit dem Innenstadtkonzept „Mitte neu denken“ von 2022 und einem weiteren Ratsbeschluss vom Januar 2025 arbeitet die Stadt an 138 Planungen, Projekten und Maßnahmen für die Innenstadt — darunter der Umbau von Schillerstraße, Prinzenstraße und Georgstraße. Umstritten ist, ob das der richtige Schwerpunkt ist oder ob Zentren wie in Misburg, Stöcken oder der Südstadt vorgehen müssten.
Quelle: Stadt Hannover, Innenstadtentwicklung – erste Bilanz, 19.08.2025
Dafür spricht
Zusätzliche Mittel für öffentliche Räume sollen zuerst in die Stadtteilzentren fließen.
Dagegen spricht
Zusätzliche Mittel sollen zuerst in die Innenstadt fließen, weil sie Handelsstandort und Aushängeschild der ganzen Stadt ist.
Die Positionen
Zu dieser Frage liegt eine belegte Position von 1 der 9 Kandidaturen vor — für einen Vergleich ist das noch zu wenig.
Persönliche Aussagen haben Vorrang vor Parteiprogrammen; vorläufige Parteipositionen sind als solche gekennzeichnet und werden nicht doppelt gerechnet. Klare politische Tendenzen bleiben sichtbar, wenn ein entscheidender Teil der exakten These offen ist; sie werden nie berechnet. Ohne eindeutigen Beleg wird nichts berechnet.
Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Das Grünen-Programm will die Stadtteilzentren als Orte der Begegnung stärken und zugleich Innenstadtvorhaben wie den Leineuferpark umsetzen. Welcher Topf Vorrang hat, sagt es nicht.
„Dazu stärken wir die Stadtteilzentren, Kulturtreffs und Freizeitheime als Orte der Begegnung und des Austauschs."
Programm/Kampagne · Wahlprogramm Grüne Hannover 2026 (PDF)
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Das Programm verfolgt beide Seiten der These; eine Rangfolge zwischen Stadtteilzentren und Innenstadt formuliert es nicht.
Axel von der Ohe (SPD)
Teils / teilsPersönliche Position: Teils / teils
Er verlangt für die Stadtteile dieselbe politische Aufmerksamkeit wie für die Innenstadt — also Gleichrang, nicht den Vorrang der Stadtteile, den die These formuliert.
„Eine lebendige Südstadt braucht dieselbe Aufmerksamkeit wie eine attraktive Georgstraße."
Warum Mittelposition: Beide Seiten werden ausdrücklich gleichrangig genannt.
Programm/Kampagne · Kampagnenseite: Lebendige Stadtteile
Peter Karst (CDU)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Seine Kampagnenseite beschreibt zu öffentlichen Räumen ausschließlich Vorhaben in der Innenstadt. Das CDU-Kurzwahlprogramm nennt beides nebeneinander — attraktive Plätze und eine lebendige Innenstadt einerseits, Lebensqualität in allen Stadtteilen andererseits.
„Die Innenstadt wird oft als Problem beschrieben. Ich sehe sie als Chance."
Programm/Kampagne · Kampagnenseite, Themen · CDU-Kurzwahlprogramm Hannover 2026, Kapitel II und XII
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Beide Seiten nebeneinander zu nennen belegt weder eine Rangfolge noch eine ausdrückliche Gleichrangigkeit.
Bruno Adam Wolf (Piratenpartei)
Aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutigAus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig
Er will Bürgerdienste, städtische Infrastruktur und die Wiederbelebung der Innenstadt zu Prioritäten machen. Ein Verhältnis zu den Stadtteilzentren stellt er nicht her.
Programm/Kampagne · Piraten Hannover, Kandidatenvorstellung
Warum wird das nicht berücksichtigt?
Die Innenstadt als Priorität zu nennen belegt keine Rangfolge gegenüber den Stadtteilzentren, nach der die These fragt.
Zu 5 von 9 Kandidaturen lag im dokumentiert geprüften Quellenbestand mit Stand 4. August 2026 keine Aussage zu dieser These vor. Ein identischer Fragebogen liegt allen Kandidaturen vor; eingehende Antworten werden laufend eingearbeitet und gekennzeichnet.
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