API, Webhooks & Integrationen
Datenbank-Token sparsam berechtigen, automatisch erzeugte API-Dokumentation nutzen und Ereignisse anbinden.
In diesem Kapitel7 Abschnitte
Die Baserow-API und Webhooks verbinden Datenbanken mit Fachverfahren, Websites und Automationsplattformen. Entscheidend sind ein eng berechtigtes Token, stabile IDs, Fehlerbehandlung und eine klare Zuständigkeit für Änderungen.
Für wen: technische Administration, Entwicklung und Integration
Stand: Baserow 2.3.2, Juli 2026
Sicherheitsregel: API-Token gehören ausschließlich in serverseitige Secret-Speicher – niemals in Browsercode, öffentliche Repositories oder normale Tabellenfelder.
Generierte API-Dokumentation öffnen
Baserow erzeugt für jede Datenbank eine passende API-Dokumentation. Dort finden Sie die aktuellen Tabellen- und Feld-IDs, Endpunkte, Beispielanfragen und Antwortformate Ihrer Instanz. Verwenden Sie diese Dokumentation statt aus Namen URLs abzuleiten.
Feldnamen können sich ändern und Sonderzeichen enthalten. Für langlebige Integrationen sind technische IDs und ein dokumentierter Vertrag verlässlicher.
Datenbank-Token anlegen
Ein persönliches Datenbank-Token ist dauerhaft gültig, bis es gelöscht oder ersetzt wird. Beschränken Sie es pro Tabelle auf die wirklich benötigten Rechte:
- Zeilen lesen,
- Zeilen anlegen,
- Zeilen aktualisieren,
- Zeilen löschen.
Ein Importprozess benötigt häufig Anlegen, aber kein Löschen. Ein Bericht benötigt nur
Lesen. Verwenden Sie je Integration ein eigenes Token, damit Sperrung und Ursachenanalyse
gezielt möglich bleiben.
Anfrageprinzip
Die Authentifizierung erfolgt entsprechend der generierten Dokumentation mit dem Token im HTTP-Header. Eine Integration sollte außerdem:
- Zeitüberschreitungen festlegen,
- HTTP-Status und Antwortkörper prüfen,
- Ergebnisse seitenweise laden,
- Wiederholungen begrenzen und zeitlich staffeln,
- Eingaben validieren,
- fachlich relevante Fehler nachvollziehbar protokollieren.
Die Cloud dokumentiert eine Grenze von zehn gleichzeitigen API-Anfragen. Für Self-Hosted nennt die offizielle API-Dokumentation keine entsprechende feste Produktobergrenze; die reale Kapazität Ihrer Instanz und angeschlossener Systeme gilt trotzdem.
Schemaänderungen beherrschen
Umbenennen, Löschen oder Umtypisieren eines Feldes kann Integrationen brechen. Führen Sie daher ein kleines Schnittstellenverzeichnis mit:
| Angabe | Zweck |
|---|---|
| Eigentümer | fachliche Entscheidung |
| technischer Betrieb | Token, Fehler, Verfügbarkeit |
| Datenbank-/Tabellen-ID | stabile Zuordnung |
| gelesene/geschriebene Felder | Änderungsfolgen |
| Rhythmus oder Trigger | Last und Aktualität |
| Fehlerkanal | Reaktion bei Störung |
Testen Sie Änderungen zuerst gegen eine Kopie oder Testdatenbank und stimmen Sie einen Umstellungszeitpunkt ab.
Webhooks
Webhooks informieren einen externen Endpunkt über Ereignisse. Sie reduzieren regelmäßiges Abfragen, brauchen aber Schutz gegen Wiederholung und gefälschte Aufrufe.
- Endpunkt nur über TLS bereitstellen.
- Unterstützte Signatur oder ein Geheimnis prüfen.
- Ereignis-ID speichern und Duplikate ignorieren.
- Schnell bestätigen und längere Verarbeitung asynchron ausführen.
- Fehlversuche und Wiederholungsverhalten überwachen.
- Keine vollständigen sensiblen Datensätze loggen.
Prüfen Sie anhand Ihrer aktuellen Version, welche Ereignisse und Absicherungen Baserow für Webhooks anbietet.
Token wechseln und sperren
- Neues Token mit denselben minimalen Rechten anlegen.
- Secret im Zielsystem wechseln.
- Lese- und Schreibtest durchführen.
- Altes Token löschen.
- Wechsel und verantwortliche Person dokumentieren.
Bei Verdacht auf Offenlegung löschen Sie das betroffene Token sofort, prüfen Protokolle und bewerten bereits erfolgte Datenzugriffe.