Self-Hosted-Betrieb & Problembehebung
Version, Erreichbarkeit, Rechte, Browser, Hintergrundjobs und typische Störungen systematisch eingrenzen.
In diesem Kapitel8 Abschnitte
Bei einer Self-Hosted-Instanz können Ursache und sichtbares Symptom weit auseinanderliegen. Prüfen Sie deshalb zuerst Umfang, Version, Rechte und Browser, bevor Sie Daten oder Serverkonfiguration verändern.
Für wen: Key-User, Workspace-Administration und technischer Betrieb
Stand: Baserow 2.3.2, Juli 2026
Sicherheitsregel: Keine Container, Datenbanken, Volumes oder Backups ohne bestätigten Wiederherstellungsweg löschen oder überschreiben.
Zuständigkeiten trennen
- Anwender: kann Datensatz, Ansicht und Browserzustand beschreiben.
- Workspace-Admin: prüft Mitgliedschaft, Rollen, Freigaben und Datenmodell.
- Instanz-Admin: verantwortet Version, Container, Worker, Datenbank, Speicher, Mail, Proxy, TLS und Backups.
Ein Workspace-Admin ist nicht automatisch Instanz-Admin. Geben Sie technische Zugangsdaten nicht zur schnellen Fehlersuche weiter.
Sichere Prüfreihenfolge
- Umfang: eine Person, eine Tabelle oder alle?
- Zeitpunkt: seit wann und nach welcher Änderung?
- Version: welche Baserow-Version läuft tatsächlich?
- Rechte: funktioniert dieselbe Aktion als Admin oder mit einem Testkonto?
- Ansicht: blenden Filter, Sortierung oder Gruppierung Daten aus?
- Browser: tritt der Fehler in privatem Fenster und aktuellem Zweitbrowser auf?
- Dienstzustand: sind Web, Worker, Datenbank und Speicher erreichbar?
- Protokolle: erster relevanter Fehler zur passenden Uhrzeit, ohne Geheimnisse zu teilen.
Häufige Symptome
| Symptom | Zuerst prüfen | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Zeile „verschwunden“ | Filter, Sortierung, Gruppe, Papierkorb | mit Zeilen-ID und anderer Ansicht suchen |
| Bearbeitung nicht möglich | Rolle, Tabellenrecht, Feldtyp | Testkonto mit definierter Rolle verwenden |
| Import bleibt stehen | Dateigröße, Format, Hintergrundjobs | Worker- und Serverprotokoll zur Startzeit prüfen |
| App zeigt keine Daten | Datenquelle, Seitenparameter, Login | Quelle im Builder mit derselben Rolle testen |
| Automation läuft nicht | Entwurf/Live, Trigger, Knotenverlauf | Eingaben des ersten fehlerhaften Knotens prüfen |
| API liefert 401/403 | Token, Header, Tabellenrechte | neues minimales Testtoken verwenden |
| E-Mail kommt nicht an | Absender, SMTP, Spam, Serverlog | ungefährlichen Testempfänger nutzen |
| Datei fehlt | Rechte, Objekt-/Dateispeicher, URL | Speichererreichbarkeit und Proxy-Limits prüfen |
Browserfehler eingrenzen
Laden Sie die Seite zunächst neu und testen Sie ein privates Fenster. Deaktivieren Sie nur vorübergehend Erweiterungen, die Skripte, Cookies oder Netzwerkanfragen blockieren. Löschen Sie nicht pauschal alle Browserdaten, bevor offene Eingaben gesichert sind.
Notieren Sie Browser, Betriebssystem, genaue Uhrzeit, URL-Pfad und sichtbare Meldung. Ein Screenshot sollte keine personenbezogenen Daten, Token oder internen URLs offenlegen.
Nach einem Update
Prüfen Sie Release Notes und dokumentierte Upgrade-Schritte für jede übersprungene Version. Vorher gehören aktuelles Backup und getesteter Rückweg dazu. Nachher testen Sie:
- Anmeldung und zentrale Tabellen,
- Datei-Upload und Download,
- Hintergrundjobs und Imports,
- öffentliche Formulare und Apps,
- Automationen, Webhooks und API,
- Mailversand und geplante Aufgaben.
Datenbank, Worker und Speicher
Der Webdienst kann erreichbar sein, obwohl Hintergrundjobs oder Dateispeicher gestört sind. Imports, Exporte, E-Mails und Automationen hängen häufig von zusätzlichen Prozessen ab. Der technische Betrieb sollte Status, Kapazität und Protokolle dieser Komponenten gemeinsam betrachten.
Speicherplatzmangel kann Folgefehler verursachen. Schaffen Sie nicht durch unkontrolliertes Löschen von Volumes oder Datenbankdateien Platz. Sichern und identifizieren Sie zuerst den exakten Verbraucher.
Gutes Support-Paket
Übermitteln Sie an internen Betrieb oder Hersteller-Support:
- Baserow-Version und Installationsart,
- betroffene Funktion und Umfang,
- reproduzierbare Schritte mit fiktiven Daten,
- erwartetes und tatsächliches Ergebnis,
- Uhrzeit mit Zeitzone,
- relevante, bereinigte Protokollzeilen,
- bereits geprüfte Schritte.
Entfernen Sie Token, Passwörter, Cookies, personenbezogene Daten und unnötige interne Adressen. Ein reproduzierbares Minimalbeispiel ist hilfreicher als ein vollständiger Produktivexport.