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Kapitel 05Arbeitsbereiche, Datenbanken & Tabellen
Daten modellierenKapitel 5 von 22

Arbeitsbereiche, Datenbanken & Tabellen

Eine belastbare Struktur vom Workspace bis zur Tabelle planen, erstellen, benennen und weiterentwickeln.

Lesefortschritt
In diesem Kapitel11 Abschnitte
Fiktive Baserow-nahe Datenbankansicht mit gruppierten Serviceaufträgen, Ansichten und Live-Zusammenarbeit
Fiktive UI-BeispieldarstellungEine gemeinsame Datenbasis kann als gefilterte Liste, gruppierter Arbeitsvorrat oder persönliche Ansicht genutzt werden – ohne Datensätze zu kopieren.Eigenständig für dieses Handbuch anhand aktueller Bedienmuster erstellt; keine Originalaufnahme. Oberfläche, Funktionen und Bezeichnungen können je nach Version, Sprache, Lizenz, Rechten und Konfiguration abweichen.

Eine belastbare Baserow-Lösung beginnt nicht mit möglichst vielen Feldern, sondern mit einer verständlichen Trennung von Verantwortungsbereich, Datensatzarten und Beziehungen.

Für wen: Prozessverantwortliche, Builder und Workspace-Admins
Voraussetzungen und Rechte: zum Erstellen sind je nach Plan Admin- oder Builder-Rechte erforderlich
Ziel: eine Struktur, die ohne doppelte Daten und unklare Zuständigkeiten wachsen kann

Die drei Strukturebenen

Workspace

Ein Workspace ist eine Zugriffs- und Organisationsgrenze. Legen Sie nicht für jede kleine Liste einen neuen Workspace an. Ein neuer Workspace ist sinnvoll, wenn Mitglieder, Verantwortung oder Schutzbedarf deutlich getrennt werden müssen.

Datenbank

Eine Datenbank bündelt fachlich zusammengehörige Tabellen, zum Beispiel:

Servicekoordination
├── Kunden
├── Standorte
├── Anlagen
├── Serviceaufträge
└── Maßnahmen

Tabelle

Eine Tabelle enthält genau eine Art von Datensatz. Prüfen Sie den Satz: „Eine Zeile ist ein/e …“. Lautet die Antwort je nach Zeile anders, sind wahrscheinlich mehrere Datensatzarten vermischt.

Gute und schlechte Tabellenzuschnitte

Weniger belastbarBesser strukturiert
eine Tabelle mit Kunde, Anlage und Auftrag in jeder Zeilegetrennte Tabellen mit Beziehungen
Monatsreiter für Januar, Februar, Märzeine Tabelle mit Datumsfeld und Monatsansichten
Status als FreitextEinzelauswahl mit festem Wertevorrat
mehrere Telefonnummern in einem Textfeldeigene Felder oder verknüpfte Kontakte
„Sonstiges“-Spalte mit gemischten Inhaltenfachlich benannte, typisierte Felder

Eine Datenbank erstellen

  1. Öffnen Sie den richtigen Workspace.
  2. Wählen Sie Neue Datenbank.
  3. Entscheiden Sie zwischen leerer Datenbank, Vorlage oder Import.
  4. Vergeben Sie einen fachlichen Namen statt eines Projektkürzels ohne Kontext.
  5. Benennen Sie die erste Tabelle im Plural oder als klaren Datensatztyp.

Vorlagen beschleunigen den Start, sollten aber nicht ungeprüft übernommen werden. Entfernen Sie unnötige Tabellen und Felder, bevor echte Daten importiert werden.

Tabellen anlegen und benennen

Für eine neue Tabelle gibt es typischerweise drei Wege:

  • leer beginnen,
  • Daten einfügen,
  • CSV-, Excel-, JSON- oder XML-Datei importieren.

Nutzen Sie kurze, fachlich eindeutige Namen. Vermeiden Sie Versionsnummern wie Aufträge neu final 2. Änderungen gehören in nachvollziehbare Struktur- und Release-Entscheidungen, nicht in den Tabellennamen.

Primärfeld planen

Das erste Feld einer Tabelle ist das Primärfeld. Es wird in Verknüpfungsdialogen und vielen Darstellungen als Bezeichnung der Zeile verwendet. Geeignet sind:

  • Auftragsnummer,
  • eindeutiger Anlagenname,
  • Kundenname, wenn Dubletten organisatorisch verhindert werden,
  • automatisch zusammengesetzte Formel, sofern verständlich und stabil.

Ungeeignet sind sehr lange Beschreibungen, wechselnde Statusangaben oder nicht eindeutige Werte wie Prüfung.

Reihenfolge für ein neues Datenmodell

  1. Datensatzarten auf Papier benennen.
  2. Verantwortliche und Schutzbedarf je Datensatzart klären.
  3. Tabellen mit Primärfeld erstellen.
  4. Grundlegende Feldtypen anlegen.
  5. Beziehungen ergänzen.
  6. Testdaten mit Sonderfällen erfassen.
  7. Erst danach Ansichten, Formulare, Apps und Automationen bauen.

Achtung: Das spätere Aufteilen einer produktiven Misch-Tabelle ist möglich, aber aufwendig. Es verändert IDs, Beziehungen, API-Zugriffe und Automationen.

Strukturänderungen kontrollieren

Vor dem Löschen oder Umbenennen einer Tabelle oder eines Feldes prüfen Sie:

  • verknüpfte Tabellen,
  • Lookups, Rollups und Formeln,
  • Formular- und andere Ansichten,
  • Application-Builder-Datenquellen,
  • Dashboards,
  • Workflows,
  • API-Clients und Webhooks,
  • Exporte und Berichte.

Erstellen Sie vor größeren Umbauten einen Snapshot und dokumentieren Sie erwartete Auswirkungen. Der Papierkorb ist nur eine kurzfristige Rückfallebene.

Weiterführende Originalquellen

Unabhängig recherchiert, eigenständig erklärt und transparent belegt.

Software, offizielle Dokumentation, kommerzielle Funktionen und dieses Handbuch bleiben klar getrennt.

Dieses unabhängige Anwenderhandbuch wurde von einfach.digital auf Grundlage öffentlich zugänglicher Produktinformationen und der offiziellen Baserow-Anwenderdokumentation eigenständig verfasst (Funktionsstand 2.3.2, geprüft im Juli 2026). Es ist weder offizielle Baserow-Dokumentation noch mit Baserow B.V. verbunden oder von Baserow freigegeben. Texte, Beispieldaten und UI-Darstellungen wurden neu erstellt; Originalbilder wurden nicht übernommen. Bei Abweichungen sind die aktuelle Herstellerdokumentation, die konkrete Instanz und der gebuchte Plan maßgeblich.

Das offizielle Repository weist den Baserow-Open-Source-Kern und ausgeliefertes clientseitiges JavaScript unter der MIT-Lizenz aus. Inhalte im Repository-Verzeichnis docs/ stehen dort unter CC BY-SA 4.0; premium/ und enterprise/ besitzen eigene Lizenztexte. Dieses Handbuch übernimmt keine offiziellen Dokumentationstexte. Produktname und Kennzeichen verbleiben bei Baserow B.V.; die Nennung dient ausschließlich der sachlichen Produktbeschreibung. Maßgeblich sind die aktuellen Lizenztexte, Self-Hosted-Lizenzinformationen und Vertragsbedingungen. Dies ist keine Rechtsberatung.