Geprüft · 28.10.2026

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BegriffCLOUD Act
Datenschutz und RechtUS-Zugriff auf Daten in Europa

Was ist der CLOUD Act?

CLOUD Act steht für Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act.

Der CLOUD Act ist ein US-Gesetz von 2018, das Internet- und Cloud-Anbieter unter US-Recht verpflichtet, US-Ermittlungsbehörden auf Anordnung Daten herauszugeben, auch wenn sie außerhalb der USA gespeichert sind.

Darstellung

Ohne Fachbegriffe, für Betriebe ohne eigene IT.

Auf dieser Seite3 Abschnitte

Einfach erklärt

Der CLOUD Act ist ein US-Gesetz von 2018. Es verpflichtet Anbieter von Internet- und Cloud-Diensten, die US-Recht unterliegen, US-Ermittlungsbehörden auf Anordnung Daten herauszugeben. Das gilt auch dann, wenn die Daten in einem Rechenzentrum in Frankfurt liegen. Man kann es sich wie ein Schließfach vorstellen: Entscheidend ist nicht, in welcher Filiale es steht, sondern welche Bank den Zweitschlüssel hat und welchem Recht diese Bank folgt.

Was das für Ihren Betrieb bedeutet

Der CLOUD Act gilt für Ermittlungen in Strafsachen und setzt eine Anordnung im Einzelfall voraus. Er ist kein Programm zur Massenüberwachung. Für die meisten kleinen Betriebe ist er kein Alltagsproblem, aber ein Restrisiko, das Sie kennen sollten: Sie haben keinen Einfluss darauf und erfahren unter Umständen nichts davon.

Zugleich steht das Gesetz in Spannung zur DSGVO. Nach deren Art. 48 werden Anordnungen aus Drittländern in der EU nur auf Grundlage eines internationalen Abkommens anerkannt. Der Anbieter kann so zwischen zwei Rechtsordnungen geraten.

Was Sie tun können

  • Prüfen Sie bei wichtigen Diensten, wo der Mutterkonzern des Anbieters sitzt, nicht nur, wo die Server stehen.
  • Für besonders sensible Daten kommen Anbieter ohne US-Bezug in Frage. Eine andere Möglichkeit ist eine Verschlüsselung, deren Schlüssel nur bei Ihnen liegt.
  • Wie sich solche Abhängigkeiten einordnen lassen, beschreibt der Beitrag zur digitalen Souveränität. Eine schnelle Selbsteinschätzung bietet der Souveränitäts-Check.

Einordnung: Wie stark Sie dieses Risiko für Ihre Daten gewichten, ist eine Abwägung im Einzelfall. Ihr Datenschutzbeauftragter oder ein Anwalt kann sie mit Ihnen treffen.

Vom Begriff zu Ihrer Domain

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Der IT-Sicherheitscheck liest die öffentlichen Einträge Ihrer Domain und zeigt, was davon eingerichtet ist und was fehlt. In derselben Darstellung wie hier: verständlich oder für Fachleute.

  • SPF, DKIM, DMARC, MTA-STS und TLS-Berichte
  • DNSSEC, CAA und Nameserver der Domain
  • Zertifikat, HTTPS und Sicherheits-Header der Website
  • Fehlende Einträge als Vorlage für Ihren IT-Dienstleister
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