Geprüft · 28.10.2026

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BegriffDrittanbieter-Einbindung
Website und VerschlüsselungEingebundene fremde Dienste

Was ist eine Drittanbieter-Einbindung?

Eine Drittanbieter-Einbindung ist ein Bestandteil Ihrer Website wie eine Schrift, ein Video oder eine Karte, den der Browser beim Aufruf direkt von einem fremden Server lädt und der diesem Anbieter dabei Daten des Besuchers übermittelt.

Darstellung

Ohne Fachbegriffe, für Betriebe ohne eigene IT.

Auf dieser Seite4 Abschnitte

Einfach erklärt

Viele Websites laden Teile von fremden Servern: Schriften von Google Fonts, Videos von YouTube, Karten von Google Maps, Statistik- oder Werbeskripte, Schaltflächen sozialer Netzwerke. Für Besucher sieht das aus wie ein Teil Ihrer Seite. Technisch holt ihr Browser diese Teile aber direkt beim fremden Anbieter ab. Dabei erfährt der Anbieter die IP-Adresse des Besuchers, Angaben zu seinem Browser und von welcher Website die Anfrage kommt. Das ist, als ginge beim Betreten Ihres Ladens automatisch ein Zettel mit diesen Angaben an andere Firmen.

Warum das rechtlich zählt

Eine IP-Adresse kann ein personenbezogenes Datum sein, das hat der Europäische Gerichtshof 2016 entschieden (Rechtssache C-582/14). Das Landgericht München I hat 2022 einem Besucher 100 Euro Schadensersatz zugesprochen, weil eine Website Google Fonts ohne Einwilligung vom Google-Server geladen und so seine IP-Adresse weitergegeben hatte (Az. 3 O 17493/20). Werden dabei Informationen im Browser gespeichert oder ausgelesen, gilt außerdem § 25 TDDDG. Wie das für Ihre Website zu bewerten ist, klärt Ihr Datenschutzbeauftragter oder ein Anwalt. Mehr dazu unter personenbezogene Daten.

Was Sie tun können

  • Schriften lassen sich auf dem eigenen Server ablegen. Dann fließt beim Aufruf nichts an Google.
  • Videos und Karten lassen sich so einbinden, dass sie erst nach einem Klick laden. Bis dahin zeigt die Seite ein Vorschaubild mit Hinweis.
  • Dienste für Statistik und Werbung lassen sich über ein Einwilligungswerkzeug erst nach Zustimmung laden.

Bitten Sie die Firma, die Ihre Website betreut, um eine Liste aller fremden Dienste auf Ihren Seiten, nicht nur auf der Startseite.

Was eine Einwilligung nicht löst

Auch mit Einwilligung bleibt ein fremdes Skript ein Risiko: Wird es beim Anbieter manipuliert, läuft der Schadcode auf Ihrer Website. Und ein Dienst mit Sitz außerhalb der EU kann zusätzlich einen Drittlandtransfer bedeuten.

Vom Begriff zu Ihrer Domain

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Der IT-Sicherheitscheck liest die öffentlichen Einträge Ihrer Domain und zeigt, was davon eingerichtet ist und was fehlt. In derselben Darstellung wie hier: verständlich oder für Fachleute.

  • SPF, DKIM, DMARC, MTA-STS und TLS-Berichte
  • DNSSEC, CAA und Nameserver der Domain
  • Zertifikat, HTTPS und Sicherheits-Header der Website
  • Fehlende Einträge als Vorlage für Ihren IT-Dienstleister
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