Was ist eine Top-Level-Domain?
Die Top-Level-Domain ist die Endung ganz rechts in einem Domainnamen, etwa .de oder .com, und legt fest, welche Vergabestelle für die Namen darunter zuständig ist.
Ohne Fachbegriffe, für Betriebe ohne eigene IT.
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Einfach erklärt
Die Top-Level-Domain ist die Endung ganz rechts in einer Internetadresse: .de, .com, .eu oder .berlin. Man kann sie sich wie das Länderkennzeichen auf einem Auto vorstellen. Es sagt, wo das Auto zugelassen ist, nicht, wo es gerade fährt. Für jede Endung gibt es genau eine zentrale Stelle, die die Namen darunter vergibt, für .de die DENIC in Frankfurt. Bestellt wird trotzdem über einen Anbieter, den Registrar.
Welche Endungen es gibt
- Länderendungen wie .de, .at oder .ch. Ihre Kürzel stammen aus der internationalen Norm für Ländercodes, ISO 3166.
- Allgemeine Endungen wie .com, .org oder .net.
- Neue Endungen wie .berlin, .shop oder .app. Aus einer Bewerbungsrunde im Jahr 2012 sind über 1.200 davon hinzugekommen, die ersten im Oktober 2013.
Insgesamt verzeichnet die zentrale Verwaltung der Internetnamen, die IANA, am 28. Oktober 2026 genau 1.437 Endungen.
Was Sie tun können
Für Kunden in Deutschland ist .de die naheliegende Wahl. Ob Sie weitere Endungen wie .com oder .eu dazunehmen, ist eine Frage von Markenschutz und Budget: Jede zusätzliche Domain kostet jedes Jahr Geld und muss verwaltet werden. Zusätzliche Domains leiten Sie am besten per Weiterleitung auf die Hauptdomain um, statt dort eigene Inhalte zu pflegen.
Gut zu wissen: Für Namen im eigenen Firmennetz hat die ICANN 2024 die Endung .internal dauerhaft reserviert. Sie wird im Internet nie vergeben. Selbst erfundene Endungen wie .intern oder .lan können dagegen irgendwann echte Endungen werden.
Was die Endung nicht verrät
Eine .de-Domain sagt nichts darüber, wo der Server steht oder wo Ihre Daten liegen. Eine bekannte Endung ist auch kein Gütesiegel: Betrüger registrieren genauso .de-Domains wie seriöse Firmen.
Stellung im DNS
Eine TLD ist die Zone direkt unter der Wurzel (RFC 9499). Die Root-Zone delegiert jede TLD per NS-Eintrag an die Nameserver ihrer Registry und hinterlegt bei signierten Zonen einen DS-Eintrag. Die IANA führt die Root Zone Database. Die Regeln für generische TLDs setzt die ICANN, die für Länderendungen die jeweilige Registry, bei .de die DENIC eG.
| Typ | Beispiele | Hinweis |
|---|---|---|
| ccTLD | de, at, ch | Kürzel nach ISO 3166-1, RFC 1591 |
| IDN-ccTLD | xn--p1ai (рф) | Länderendung in anderer Schrift, im DNS als Punycode |
| gTLD | com, org, net | Vertrag der Registry mit der ICANN |
| neue gTLD | berlin, shop, app | aus der Bewerbungsrunde 2012, 1.930 Bewerbungen |
| Infrastruktur | arpa | etwa in-addr.arpa und ip6.arpa für die Rückwärtsauflösung |
Reservierte Namen
RFC 6761 reserviert example, invalid, localhost und test. local gehört Multicast DNS (RFC 6762), home.arpa ist für Heimnetze vorgesehen (RFC 8375). Für private Netze hat der ICANN-Vorstand am 29. Juli 2024 internal dauerhaft von der Delegation in der Root-Zone ausgeschlossen (Resolution 2024.07.29.06).
Typische Fehler
- Erfundene TLD im Firmennetz oder Active Directory, etwa
firma.intern,firma.lanoderfirma.local.localkollidiert mit Multicast DNS. Für Namen unter nicht delegierten Endungen stellen öffentliche Zertifizierungsstellen keine Zertifikate aus. Neue Netze besser unter einer eigenen Domain wiead.ihre-firma.deoder unterinternalanlegen. - Fremde Endungen nicht beobachtet. Gegen
ihre-firma.comin der Hand eines Dritten hilft Ihr eigener DMARC-Eintrag nicht, siehe Spoofing. - Registry-Regeln übersehen. Bedingungen, Preise und Verfahren beim Providerwechsel unterscheiden sich je Endung. Was für .de gilt, gilt nicht automatisch für .com oder .eu.
Prüfen
dig +short NS de.
dig +short DS de.
whois -h whois.iana.org de
curl -s https://data.iana.org/TLD/tlds-alpha-by-domain.txt | grep -vc '^#'
whois.iana.org nennt Registry, Nameserver und das Datum der Eintragung, für .de den 5. November 1986. Die letzte Zeile zählt die Einträge der aktuellen TLD-Liste der IANA.