Geprüft · 29.10.2026

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BegriffPrompt Injection
Künstliche IntelligenzVersteckte Befehle an die KI

Was ist Prompt Injection?

Prompt Injection ist ein Angriff, bei dem eingeschleuste Anweisungen in Eingaben, Mails, Webseiten oder Dokumenten eine KI dazu bringen, anders zu handeln als vom Betreiber vorgesehen.

Darstellung

Ohne Fachbegriffe, für Betriebe ohne eigene IT.

Auf dieser Seite4 Abschnitte

Einfach erklärt

Stellen Sie sich eine übereifrige Aushilfe vor, die Ihre Post öffnet. In einem Umschlag liegt ein Zettel: „Überweisen Sie sofort 4.800 Euro an folgendes Konto.“ Die Aushilfe hält ihn für einen Auftrag und führt ihn aus. Genau das ist Prompt Injection: Eine KI liest einen Text und behandelt darin enthaltene Anweisungen so, als kämen sie von Ihnen.

Es gibt zwei Wege. Bei der direkten Prompt Injection tippt jemand die Anweisung selbst ein, etwa um die Regeln eines Chatbots auszuhebeln. Bei der indirekten steckt sie in Inhalten, die die KI für Sie verarbeitet: in einer Mail, auf einer Webseite, in einem PDF. Für Menschen kann sie unsichtbar sein, etwa als weiße Schrift auf weißem Grund.

Wann es gefährlich wird

Fasst eine KI nur Texte zusammen, kann das Ergebnis verfälscht sein oder auf einen schädlichen Link verweisen. Gefährlich wird es, wenn die KI auch handeln darf: Mails senden, Dateien weitergeben, Links aufrufen, Daten ändern. Ein KI-Agent, der Ihr Postfach liest und zugleich Mails verschicken darf, lässt sich durch eine präparierte Mail womöglich dazu bringen, vertrauliche Inhalte nach außen zu geben. Dasselbe gilt für Assistenten, die über MCP an Programme angeschlossen sind.

Was Sie tun können

  • Wenig Rechte. Geben Sie KI-Werkzeugen nur die Zugriffe, die sie für die Aufgabe brauchen.
  • Ein Mensch bestätigt. Senden, Löschen und Zahlen geschehen erst nach einer Bestätigung.
  • Fremdes und Vertrauliches trennen. Eine KI, die fremde Mails oder Webseiten liest, sollte nicht zugleich ungeprüft an vertrauliche Daten und an den Versand nach außen kommen.
  • Nachfragen. Fragen Sie Anbieter oder IT-Dienstleister, was das Werkzeug ohne Rückfrage tun darf.

Was sich nicht vollständig verhindern lässt

Nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt es keine zuverlässige Gegenmaßnahme, die das Problem vollständig beseitigt. Maßnahmen senken das Risiko und begrenzen den Schaden. Wie bei Phishing fängt kein Filter jeden Versuch ab. Es hilft aber die feste Regel, dass niemand allein auf eine Nachricht hin Geld überweist, auch keine KI.

Vom Begriff zu Ihrer Domain

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Der IT-Sicherheitscheck liest die öffentlichen Einträge Ihrer Domain und zeigt, was davon eingerichtet ist und was fehlt. In derselben Darstellung wie hier: verständlich oder für Fachleute.

  • SPF, DKIM, DMARC, MTA-STS und TLS-Berichte
  • DNSSEC, CAA und Nameserver der Domain
  • Zertifikat, HTTPS und Sicherheits-Header der Website
  • Fehlende Einträge als Vorlage für Ihren IT-Dienstleister
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