Geprüft · 29.10.2026

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BegriffSchatten-KI
Künstliche IntelligenzKI-Nutzung ohne Freigabe

Was ist Schatten-KI?

Schatten-KI heißt, dass Beschäftigte KI-Dienste ohne Wissen oder Freigabe des Betriebs nutzen, oft mit privaten Konten und mit Daten von Kunden oder aus dem Betrieb.

Darstellung

Ohne Fachbegriffe, für Betriebe ohne eigene IT.

Auf dieser Seite4 Abschnitte

Einfach erklärt

Eine Mitarbeiterin soll eine verärgerte Kundenmail beantworten. Sie kopiert die Mail samt Name, Adresse und Auftragsnummer in einen kostenlosen KI-Chat auf ihrem Smartphone und lässt sich eine Antwort formulieren. Niemand im Betrieb weiß davon. Das ist Schatten-KI, englisch Shadow AI: Beschäftigte nutzen KI-Dienste ohne Wissen oder Freigabe des Betriebs, oft mit privaten Konten. Meist steckt keine böse Absicht dahinter, sondern der Wunsch, schneller fertig zu werden.

Was dabei passieren kann

  • Daten ohne Vertrag. Personenbezogene Daten von Kunden oder Kollegen gehen an einen Anbieter, mit dem Ihr Betrieb keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung hat.
  • Daten außerhalb der EU. Viele Dienste verarbeiten in anderen Ländern (Drittlandtransfer).
  • Eingaben als Trainingsmaterial. Je nach Bedingungen und Einstellungen eines Dienstes können Eingaben zur Verbesserung künftiger Modelle verwendet werden.
  • Geschäftsgeheimnisse. Kalkulationen, Angebote und Rezepturen verlassen den Betrieb.
  • Ungeprüfte Ergebnisse. Niemand weiß, welche Texte von einer KI stammen und gegengelesen werden müssen.

Was hilft

Ein Verbot allein beantwortet nicht die Frage, womit die Arbeit stattdessen erledigt werden soll. Die Datenschutzaufsichtsbehörden gehen davon aus, dass eigenmächtige KI-Nutzung in vielen Betrieben schon Alltag ist. Sie und das BSI empfehlen einen geordneten Weg:

  1. Ein freigegebenes Werkzeug mit dienstlichem Konto und Vertrag, bei dem das Training mit Ihren Eingaben ausgeschaltet ist.
  2. Kurze, schriftliche Regeln: welches Werkzeug wofür, welche Daten nie hineingehören, wer Ergebnisse prüft. Beispiele für Erlaubtes und Verbotenes helfen.
  3. Eine Einweisung für alle, die KI nutzen. Das hängt eng mit der Pflicht zur KI-Kompetenz zusammen.

Fragen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten und Ihren IT-Dienstleister, welche Dienste schon genutzt werden und welches Werkzeug sich als Ersatz eignet. Gibt es einen Betriebsrat, gehört er dazu.

Was Regeln nicht leisten

Ein freigegebenes Werkzeug macht die Nutzung sichtbar und vertraglich geregelt, nicht fehlerfrei. Auch dort kann jemand zu viel eingeben und die KI falsch antworten (Halluzination). Eine Sperre im Firmennetz erreicht kein privates Smartphone.

Vom Begriff zu Ihrer Domain

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Der IT-Sicherheitscheck liest die öffentlichen Einträge Ihrer Domain und zeigt, was davon eingerichtet ist und was fehlt. In derselben Darstellung wie hier: verständlich oder für Fachleute.

  • SPF, DKIM, DMARC, MTA-STS und TLS-Berichte
  • DNSSEC, CAA und Nameserver der Domain
  • Zertifikat, HTTPS und Sicherheits-Header der Website
  • Fehlende Einträge als Vorlage für Ihren IT-Dienstleister
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